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a co robi rzad ?

20.10.14, 14:38
Ausländische Einbrecherbanden terrorisieren Deutschland. Die Zahl der Fälle steigt dramatisch, die Aufklärungsquote ist miserabel. Bürger und Polizei fühlen sich im Stich gelassen. Wird der Schutz des Eigentums zur Privatsache?
Es ist längst ein Ritual geworden. Jeden Freitag, wenn der Unternehmer Daniel S. seinen Betrieb abgeschlossen hat, fährt er abends in sein Einfamilienhaus im brandenburgischen Bleyen-Genschmar.
Daniel S. isst zu Abend, spielt mit seiner Tochter und schläft ein bisschen. Denn um 22 Uhr beginnt sein zweiter Job. Auf dem Küchentisch stehen dafür eine Thermoskanne mit Tee und ein paar Stullen bereit. Proviant für eine lange Nacht.
Auf Patrouille gegen Einbrecher
Daniel S., der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will, übernimmt in seinem Wohnort eine Aufgabe, für die eigentlich die Polizei zuständig ist: Er schützt seine Mitbürger vor Einbrechern und Dieben.
Bleyen-Genschmar, das 500- Seelen-Dorf an der Grenze zu Polen, steht für einen beängstigenden Trend: Hier im märkischen Oderland hat der Staat vor Einbrechern längst kapituliert. Anderswo steht er kurz davor.
Die Zahl der Einbrüche ist so hoch wie seit 15 Jahren nicht. „Alarmierend“ hoch, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Deutschlandweit registrierten die Behörden im vorigen Jahr 149 500 Einbrüche, 31 Prozent mehr als noch 2009. Einige Flächenländer verzeichneten deutlich stärkere Zuwächse - Baden-Württemberg (plus 52 Prozent), Bayern (plus 41 Prozent), Niedersachsen (plus 40 Prozent).
"Die Einbruchzahl wird noch einmal steigen"
Die nächste Welle rollt bereits. „In der dunklen Jahreszeit werden die Einbruchszahlen noch einmal deutlich steigen“, vermutet André Schulz, Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Die Dämmerung verschafft Übeltätern willkommene Deckung.
Im Schnitt wird nur jede sechste Tat aufgeklärt - 15,5 Prozent sind eine äußerst magere Quote. In manchen Großstädten, zum Beispiel in Köln, klären die Beamten noch nicht einmal jeden zehnten Fall. Und während die Täter vielfach immer professioneller agieren, fehlen der Polizei Mittel und Schlagkraft, um wirksam dagegenzuhalten.
Viele finden, der Staat unternimmt zu wenig
„Der Staat kommt seiner ureigenen Aufgabe nicht mehr nach, den Bürger vor Einbrechern zu schützen“, sagt Egbert Bülles, ehedem Oberstaatsanwalt in Köln. BDK-Mann Schulz geht noch weiter und spricht von „Politikversagen“. Nur 35 Prozent der Deutschen sind nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage der Ansicht, der Staat unternehme genug, um Einbrüche zu verhindern. In Berlin (25 Prozent), Bayern (29) und Baden-Württemberg (30) teilen sogar noch deutlich weniger Befragte diese Meinung.
„Der Staat duckt sich vor drastisch steigenden Einbruchszahlen weg“, poltert Jürgen Hennemann, Fachanwalt für Versicherungsrecht. Er hat täglich mit Einbruchsopfern zu tun und hilft ihnen, wenigstens einen Teil des Schadens ersetzt zu bekommen.
27-mal beklaut
Das brandenburgische Bleyen-Genschmar entwickelte sich zu einem Dorado für Gangster, nachdem die Schlagbäume gefallen waren. „Das Leben war zeitweise ein Horror“, erinnert sich Daniel S. Fast täglich sickerten Diebe über die Grenze. Einem Landwirt stahlen sie zwei Traktoren aus der Scheune. Ein Fischer wurde 27-mal beklaut. Gesamtschaden: 30.000 Euro.
Heute liegt die Zahl der Einbrüche nahe null. Und das nur, weil die Bürger zur Selbsthilfe schreiten, ähnlich wie in anderen Regionen. Seit August vorigen Jahres gibt es die „Sicherheitspartner Bleyen-Genschmar“, einen Trupp von 15 Freiwilligen aus dem Dorf. Streng nach Dienstplan läuft jede Nacht ein Zweier- oder Dreierteam Streife. Das Land Brandenburg zahlt 25,56 Euro pro Mann und Monat. „Eine sicherheitspolitische Bankrotterklärung“, schimpft Daniel S.
Alle dreieinhalb Minuten schlagen Einbrecher in Deutschland zu. Sie hebeln Terrassentüren aus den Angeln oder stemmen Fenster auf, um in fremde Wohnungen zu steigen. Niemand ist davor sicher. „In jedem Haus in Deutschland ist für Einbrecher etwas zu holen“, mahnt BDK-Chef Schulz. Dass Täter nur bei Reichen einbrechen, ist ein Trugschluss.
Katrin C. (Name von der Redaktion geändert) musste das leidvoll erfahren. Die 44-jährige Steuerberaterin lebt allein in einer Wohnung in der Münchner City, zweiter Stock, insgesamt zwölf Parteien. Als sie von einer Reise zurückkehrte, war ihr Schlafzimmer zerwühlt, Fremde hatten alle Schubladen ausgekippt. Vor der Polizei stammelte C. immer wieder: „Wer hat etwas gegen mich?“ Am Ende fehlten etwas mehr als 200 Euro Bargeld, sonst nichts. Die Beamten konnten die Frau beruhigen. Sie sei ein reines Zufallsopfer.
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pyrsk
Ballest
"Dobra retoryka jest tarcza niewiedzy"
Gleiwitz
Edytor zaawansowany
  • ballest 20.10.14, 14:40
    www.focus.de/immobilien/wohnen/politik-der-staat-versagt_id_4196533.html
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    pyrsk
    Ballest
    "Dobra retoryka jest tarcza niewiedzy"
    Gleiwitz
  • cirano 21.10.14, 07:49
    To jes tragedia dlo Niymiec tyn zalyw kraju bez złodzieji i bandziorow rostomajtyj masy i klasy, a nojgorzi pono jes w NRW i okolic BONN. Piykno i tako czysto okolica doczekała sie najazdu nowych Hunow. No tego to sie tam niy spodziywali! Nic, ino tsza pomyśleć żeby na wzor Amikow prawo użycia broni wprowadzić bo inaczyj bydzie ino gorzij
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    Mielimy roz Ślonsk bogaty, harowali rowno, dalimy go rozszabrować teraz momy g....
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    Tekst nowyj ślonskij piosynki

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