część niemieckiej tożsamości.
Przykład z Berliner Kurier
Unser Polen-Sturm als Entschädigung für geklaute Autos
Die Fussbal-Hass-Kolumne
Kabarettist Chin Meyer schreibt während der WM täglich in Ihrem KURIER
Die Schweden haben ihren Freundes-Besuch erfolgreich abgeschlossen, nachdem es
in München am Samstag Elchragout gab. Jetzt sind sie wieder daheim. Da gibt es
zwar längere Tage, aber weniger Alkohol(davor gruselt vielen - für Otto Sander
liefe das unter "Entziehungskur")! In der daraus resultierenden nationalen
Selbstüberschätzung wird gern übersehen, dass Deutschland gar nicht so weit
vorne liegt. Polen liegt weiter vorn. Zwar nicht alle Polen, aber Podolski und
Klose. Sie haben weit über die Hälfte der deutschen Tore geschossen und führen
die Torschützen-Tabelle der WM an! Höchste Zeit also, das Image unseres
Nachbarlandes mal aufzupolieren. Denn Polen ist großartig. Ohne Polen geht hier
nix mehr. Da bleiben alle Wohnungen ungeputzt, sämtliche Häuser unrenoviert,
aller Spargel ungestochen (interessanterweise redet eine beträchtliche Zahl
deutscher Männer ja auch vom Spargelstechen, wenn sie eine schlanke Stettiner
Prostituierte aufsuchen. Wie man's auch dreht und wendet – beim Spargelstechen
verdient Polen einfach mit)! So hängt zurzeit nicht nur ein Großteil unserer
Wirtschaft von polnischer Unterstützung ab, über Poldi und Klose auch ein
Großteil unseres nationalen Selbstbewusstseins! Ohne Polen sind wir nur Dreck!
Da kann man dem Slawenreich auch eine Menge verzeihen. Sicher schlägt die
polnische Regierung gerade etwas nationalistische Töne an, aber hatten nicht
auch wir Deutschen mal schwache Tage? Für Deutschlands muss es jetzt heißen:
Polen vor, noch ein Tor! Podolski und Klose – Polens Wiedergutmachung für 4
Millionen geklaute Autos!
Berliner Kurier, 26.06.2006
www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/127678.html