Wojna Kartoflowa - Ciag dalszy

12.07.06, 09:46

No wiem, odgrzewam ten tamt(sorry) ale nie moge sie powstrzymac jak mi ciagle
takie "kwiatki" (popatrz ponizej) pod oczy podchodza?

Bolesny ale niestety bardzo celny (wedlug mojej subiektywnej) opini artykul:
www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,426159,00.html
zreszta, przytocze go w calosci poniewaz charcteryzuje styuacje w Polsce w
bardzo trafny sposob (Nationalkatholizismus, Farce, Groteske - to tylko pare
z uzytych slow).

Straszne. Po prostu straszne.
I kaczki sie o kartofle obrazaja? Nic dziwnego - to sa przeciez kapusciane
glowy.


SPIEGEL ONLINE - 11. Juli 2006, 13:37

Polen

Der Kartoffelkrieg

Von Claus Christian Malzahn

Polens Präsident fühlt sich wegen einer deutschen Satire beleidigt - und
fordert von Berlin eine Entschuldigung. Die Kaczynski-Zwillinge führen ihr
Land in eine Sackgasse. Denn Polens Zukunft liegt in Europa, nicht im
Warschauer Schmollwinkel.

Der polnische Präsident Lech Kaczynski, der sein Land bald im Verein mit
Zwillingsbruder Jaroslaw regieren wird, nennt einen satirischen Artikel in
einer deutschen Zeitung ein Verbrechen.Von der Bundesregierung fordert er
eine Entschuldigung, weil er dort unter anderem als Kartoffel tituliert wird.

Jetzt geht das wieder los. Vor nicht allzu langer Zeit forderten Botschafter
aus islamischen Ländern von der dänischen Regierung, sich für eine Reihe von
Cartoons zu entschuldigen, die eine Tageszeitung veröffentlicht hatte. Die
Regierung in Kopenhagen wies dieses Ansinnen höflich, aber bestimmt zurück:
Für Karikaturen und Satire könne eine demokratische Regierung keine
Verantwortung übernehmen, solche Veröffentlichungen unterlägen der
Pressefreiheit.

Von interessierter islamistischer Seite wurde der Casus dann hochgespielt,
eine Welle der Gewalt walzte anschließend durch die muslimische Welt. Nun
müssen wir zwar nicht fürchten, dass bald schwarz-rot-goldene Fahnen brennen
werden in Warschau. Aber aus dem 18. Brumaire des Louis Bonaparte von Karl
Marx wissen wir, dass sich Geschichte zum ersten Mal als Tragödie, zum
zweiten Mal als Farce wiederholt. Was sich zur Zeit in den deutsch-polnischen
Beziehungen abspielt, ist eine groteske Mischung aus beidem.

Antisemitische und antideutsche Ressentiments

Auf die meisten Deutschen dürfte die Forderung des polnischen Präsidenten,
die Bundesregierung solle sich für eine Satire der "taz" entschuldigen, wie
eine Farce wirken. Doch für die Polen könnte der außenpolitische Kurs ihrer
Staatsführung bald tragische Folgen haben. Denn die Regierung in Warschau
isoliert sich immer mehr von seinen direkten Nachbarn - das gilt nicht nur
für die Bundesrepublik - und von der Europäischen Union.

Dem konservativ-populistischen Kabinett gehört ein Bildungsminister an, der
an den Schulen Patriotismusunterricht einführen will - also nationalistische
Ideologie statt vom Gedanken der Aufklärung getragene Geschichtsschreibung.
In seiner Partei pflegt man antisemitische Ressentiments. Mit diesem Mann
wolle man nicht zusammenarbeiten, erklärte jetzt der israelische Botschafter
in Warschau. Der scheidende polnische Botschafter in Berlin, Andrzej Byrt,
kritisierte heute offen Lech Kaczynski wegen der Ernennung dessen Bruders zum
Premier und bezeichnete die Reaktion auf die Satire als übertrieben. Ein
polnischer Diplomat, der auf deutschem Boden seinen Präsidenten kritisiert:
Das ist ein in der Nachkriegsgeschichte einmaliger Vorgang. Byrt beweist
erstens großen Mut und zweitens, dass nicht die ganze politische Elite seines
Landes den Verstand verloren hat.

Die Kaczynskis, die Polen nun in beklemmend brüderlicher Zweisamkeit
beherrschen - was übrigens die große Mehrheit der Polen für bedenklich hält -
haben offenbar kein Interesse an einer gedeihlichen Nachbarschaft mit der
Bundesrepublik. Sie sind nicht bereit, moderne politische Standards der
Europäischen Union zu akzeptieren. Die politischen Überzeugungen der
Kaczynskis wurzeln im Nationalkatholizismus und in einer tief empfundenen
Skepsis gegenüber Deutschland. Und sie leiten aus der unstrittigen Opferrolle
Polens, die mit der ersten Teilung des Landes 1772 begann und erst 1989 mit
dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums endete, einen problematischen
Opfermythos ab.

Jux und Dollerei

Auch wenn es manche Partypatrioten nach der WM erst recht nicht mehr hören
können: Die Gründe dafür liegen vor allem in der Katastrophe des
Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges. Es gibt für Deutsche deshalb
keine Veranlassung, sich aus Jux und Dollerei über den Wertekanon der
Kaczynskis lustig zu machen. Immerhin haben diese Kaczynskis als Aktivisten
der Solidarnosc in den achtziger Jahren mehr für die Freiheit in Mittel- und
Osteuropa getan als manche ihrer heutigen Kritiker.

Allerdings gibt es eine Menge Gründe zu bedauern, dass die politische Führung
Polens offenbar gar nicht in jenem Europa ankommen möchte, für das sie damals
in Danzig gestreikt und gekämpft hat. Im Gegenteil. Jeder noch so alberne
Vorwand wird von den Kaczynskis genutzt, um in den alten, verstaubten
Nationalstaat zurück zu marschieren, in dem selbst die Jungfrau Maria einen
polnischen Pass besitzt und historisch gewachsene Mythen noch immer wichtiger
sind als historische Wissenschaft.

Es ist kein Zufall, dass das Standardwerk über die polnische Geschichte von
einem Briten verfasst wurde. Jeder Pole, der es wagen würde, die polnische
Geschichte mit Fußnoten zu entzaubern, müsste zur Zeit mit dem Bannbulle
seines Präsidenten rechnen.

Unheimlicher Nachbar

Die deutsch-polnischen Beziehungen jedenfalls waren nach dem Zweiten
Weltkrieg selten so schlecht wie heute. Selbst Willy Brandt hatte ein
besseres Verhältnis zu den Machthabern in Warschau - übrigens lag das nicht
an seinem Kniefall vor dem Ghetto-Mahnmal, den die Kommunisten eher für
störend hielten. Antideutsche Ressentiments sind in Polen, 61 Jahre nach Ende
des Zweiten Weltkriegs, in der tagespolitischen Auseinandersetzung jederzeit
mobilisierbar und abrufbar.

Vor allem die Kaczynskis haben immer wieder auf dieser Klaviatur gespielt -
und zwar nicht nur im Wahlkampf, wie sich jetzt zeigt. Doch das geschichtlich
gewachsene Ressentiment gegen dem unheimlichen deutschen Nachbarn, der Polen
vor zwei Generationen noch verwüstet hat, ist inzwischen in offene
Europafeindlichkeit umgeschlagen, die antiwestliche Züge trägt. Wohin wollen
die Kaczynskis Polen eigentlich führen? Nach Osten? Das wäre ein Treppenwitz.
Offenbar glauben die Brüder, Polen würde sich selbst genügen, im bilateralen
Zweifel reiche der heiße Draht nach Washington.

Doch die Zeit der Nationalstaaten in Europa ist lange vorbei - die Ära der
Kabinettskriege übrigens auch. Zum Glück sind die Polen immer schlauer als
ihre Regierungen. Nach der Wende wählten sie konservativ und liberal, um den
Kommunismus los zu werden. Später votierten sie links, weil sie den
Postkommunisten eher zutrauten, das Land in die EU zu führen.

Die harten Kaczynskis kamen an die Macht, weil Polen unter Korruption leidet
wie manche afrikanische Staaten unter Malaria. Auch deshalb ist das Vertrauen
der Polen in die europäische Demokratie viel stärker ausgeprägt als in
nationale Institutionen. Wenn die Polen bemerken, dass die Kaczynskis künftig
nicht mehr die Mafia, sondern westliche Freizügigkeit und Liberalität
bekämpfen, werden sie deshalb im Orkus der polnischen Geschichte landen. Denn
die Polen - das kosmopolitischste Volk unseres Kontinents - wissen sehr
genau, dass ihre Zukunft in Europa liegt. Die Kaczynskis wären nicht die
ersten Politiker im Warschau der Nachwendezeit, die kometenhaft aufstiegen,
tief stürzten - und schließlich in Vergessenheit gerieten.




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    • ewa553 Re: Wojna Kartoflowa - Ciag dalszy 12.07.06, 10:18
      dzieki fufu, znakomity artykul. Jak widze kierunek ktory Polska pod kaczorami
      obrala, to zadaje sobie pytanie: a po co bylo wchodzic do EU?
      • hamburgerka Re: Wojna Kartoflowa - Ciag dalszy 12.07.06, 11:07
        Jak tak dalej pójdzie to Kaczorek dostanie sraczki,serce mu wysiądzie,dostanie
        grypy,astmy,hemoroidów itp.itd. tylko więcej takich artykułów hehe
    • caysee Re: Wojna Kartoflowa - Ciag dalszy 12.07.06, 12:59
      Szczerze mowiac, to ja juz mam dosyc tych afer o obrazanie sie Kaczora i
      przestalam to sledzic, bo az przykro czytac.
    • fufu_ffm Re: Wojna Kartoflowa - Ciag dalszy 16.07.06, 14:29

      W ostatnim numerze The Ecomist jest rowniez artykul na temat kaczek.
      Ktos kiedys zarzucil tutaj ze Spiegel to lewicowa gazeta i dlatego kaczki
      krytykuja - polecam w takim lekture artykulu z The Economist. Co jak co ale
      lewicowosci nie mozna im zarzucic a artykul jest mowiac delikatnie "miazdzacy".

      Przy artykule jest zdjecie "Terrible twins" z podpisem
      "Jeden z nich jest teraz premierem" :-)))

      Arytykul nazywa sie podajze "Twin Problems".
      Podtytul: "Poland is uffering from a bad image. Blame the Kaczynski brothers"

      Milego czytania.

      • ggigus hehe Spiegel lewicowy - dobry zart 16.07.06, 14:34
        co zlego w byciu lewicowym?
        ale S. prosze z lewica nie mylic
        • ich11 dla niektórych Spiegel jest lewicowy, podobnie 16.07.06, 16:07
          dla Anglików Holandia leży na wschodzie!
    • pyciu00 Re: Wojna Kartoflowa - Ciag dalszy 21.07.06, 10:49
      No to kolejny kamyczek do ogródka:
      wiadomosci.onet.pl/1359439,11,1,1,item.html
      w skrócie:

      Błędy w tłumaczeniu artykułu z "Tageszeitung"
      (...)
      niemiecki dziennik "Tageszeitung" wcale nie nazwał prezydenta Lecha Kaczyńskiego
      "złodziejaszkiem".
      (...)
      "Życie Warszawy" wyjaśnia, że użyte przez autora słowo "Schurken" niesłusznie
      przetłumaczono jako "złodziejaszki"
      (...)

      pzdr.
      • fan.club1 taz już dawno zamieściła własną polską wersję. 21.07.06, 13:21
        Polskim mediom - i nie tylko - te "złodziejaszki" były widocznie potrzebne. nie
        pierwszy taki mumer, i nie ostatni.
Pełna wersja