frugo3
10.01.02, 21:32
Apoloniusz Tajner bleibt vorerst Cheftrainer der polnischen Mannschaft. Dies
ergaben Gespräche, die am Montag zwischen Tajner und dem polnischen Skiverband
stattfanden. Der Cheftrainer war in seiner Heimat zuletzt in die Kritik
geraten, da sowohl sein Vorzeigerspringer Adam Malysz wie auch die anderen
Athleten die gewünschten Resultate bei der Vierschanzentournee nicht vorweisen
konnten.
Apoloniusz Tajner mußte zu dem enttäuschenden Abschneiden von Malysz Stellung
nehmen. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, dass er zu sehr auf Malysz fixiert sei
und die anderen Springer vernachlässige. Pawel Wlodarczyk, der Chef des
polnischen Skiverbandes, sieht aber auch in der anstrengenden Olympiasaison und
den damit verbundenen zahlreichen Reisen eine Ursache für die schwache Form der
Mannschaft.
In Willingen werden voraussichtlich Adam Malysz, Robert Mateja, Lukasz Kruczek
und Tomasz Pochwala an den Start gehen. Falls die Formkurve von Malysz weiter
nach unten zeige, sei es aber auch möglich, dass das ganze Team auf die
Wettkämpfe in Deutschland verzichte, so Tajner. Eine entgültige Entscheidung
darüber soll am Mittwoch fallen.
Zur Zeit trainiert die Mannschaft im polnischen Zakopane. Dort findet am
19./20. Januar das übernächste Weltcupspringen statt, das als
richtungsweisender Formtest für das polnische Team angesehen wird.
Das "schlechte" Abschneiden von Malysz ist in Polen ein vieldiskutiertes Thema
in den Medien, selbst mehrere Sportpsychologen versuchten bereits, die Ursache
für seine Krise zu ergründen. Die Stimmung bei den Fans ist im Vergleich zum
Beginn des Winters gesunken, die Malysz-Mania hat momentan eine kleine Pause
eingelegt.