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09.04.07, 22:34
Morgen nach den Festtagen...
"Unser deutsches Wort " Arbeit" kommt aus dem germanischen >>arbejo<<. Das hieß:
Ich bin ein verwaistes Kind. Und deshalb muß ich arbeiten, könnte man den Satz
ergänzen.Wieviel Weisheit doch in der Sprachgeschichte steckt und wieviel
Gegenwart: Durch den immer schneller werdenden Takt der Arbeit sind wir wie
Waisen geworden : bindungslos, heimatlos, familienlos. Und deshalb (er-)hält
uns nur noch die Arbeit.
Was hilft, ist die Taktlosigkeit im Sinne eines Widerstandes gegen die
absolute Herrschaft des Takts der Beschleunigung.
Und das mit der Uhr..., die holen wir einfach von ihrem Thron ein Stück runter
und stecken sie vom Handgelenk wieder in die Tasche : denn mathematisch
betrachtet ist Zeit nur eine Vereinbarung. In Wirklichkeit messen alle Uhren
der Welt nur sich selbst."
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Jörg Hahn