Gość: jacek
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29.06.04, 09:50
Verwaltungsgericht stoppt Startbahnausbau
Das Hamburger Verwaltungsgericht hat die geplante Verlängerung der Startbahn
des Airbus-Werkes in Finkenwerder gestoppt. Damit geraten die Pläne für den
Großraum-Airbus A 380 durcheinander.
AIRBUS/DDP
Airbus A 380: Erstflug für 2005 geplant
Hamburg - Das Gericht habe Zweifel an der Rechtmäßigkeit des
Planfeststellungsbeschlusses vom 29. April, sagte Gerichtssprecherin Angelika
Huusmann. Ihren Worten zufolge ist der geplante Ausbau der Start- und
Landebahn "jetzt erst einmal auf Eis gelegt".
Airbus will die Rollbahn im Werk Finkenwerder um 589 Meter verlängern, um
dort auch eine Frachtversion des A 380 bauen zu können. Dazu müssten 20
Anwohner ihre Grundstücke aufgeben. Knapp 160 Anwohner und
Grundstückseigentümer haben gegen den entsprechenden
Planfeststellungsbeschluss geklagt und die Erweiterung der Piste damit
vorerst verhindert.
DPA
Airbus-Werk Finkenwerder: Sieg für Startbahn-Anwohner
Vor einem Monat hatte das Hamburger Oberverwaltungsgericht bereits den Abriss
des Neuenfelder Hauptdeichs gestoppt. Diese Baumaßnahme ist laut Airbus eine
Voraussetzung für den Rollbahn-Ausbau.
Der Erstflug eines A 380 ist für 2005 geplant. Die Großraumflugzeuge werden
in Hamburg lackiert und innen eingerichtet, zuvor werden die riesigen Teile,
die unter anderem aus Hamburg kommen, in Toulouse montiert. Die Hamburger
Bürgerschaft hatte mit der Verabschiedung eines Enteignungsgesetzes im
Februar den Weg für eine Werkserweiterung geebnet, für die unter anderem das
Naturschutzgebiet Mühlenberger Loch zugeschüttet wurde.