ballest88
28.06.04, 15:15
Ein Stader SS-Scharführer
Gustav W. ist 1933 in die Allgemeine SS eingetreten. Im März 1940 wurde er
zur Waffen-SS in Krakau eingezogen und versah dann bis September
1940 »Wachdienst« in Warschau. Nach einem kurzen Aufenthalt in Stade trat er
im Januar 1941 seinen Dienst bei der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in
Hildesheim an. Im Mai 1941 erfolgte eine Schulung und er wurde dem
Polizeireferat des neu gegründeten Einsatzkommandos 9 (EK 9) zugeteilt.
Ende 1942 wurde Gustav W. zur Gestapo Hannover abkommandiert. Er wurde zur
Überwachung von Zwangsarbeitern eingesetzt und führte »Vernehmungen« durch.
Bei Kriegsende war er in der Gestapostelle Hannover-Ahlem. Im April 1945,
wenige Tage vor Kriegsende, beteiligte er sich freiwillig an der
Massenerschießung von 154 Zwangsarbeitern auf dem Seelhorster Friedhof in
Hannover. Gustav W. wurde 1947 für diese Morde zu 13 Jahren Gefängnis
verurteilt. Am 13. August 1950 wurde er wegen guter Führung begnadigt.
pyrsk !
Ballest88