Kolejny z wielu ...

28.06.04, 15:43
Hamburger Wohnung des ehemaligen SS-Chefs von Genua durchsucht
- Ermittlungen wegen Geiselerschießungen in Italien
Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat die Wohnung des in der Hansestadt
lebenden ehemaligen SS- und Polizei-Chefs von Genua, Friedrich Engel,
durchsucht und zahlreiche Unterlagen sichergestellt. Wie die Behörde am
Dienstag mitteilte, hat sie den 92-Jährigen im Verlauf der vergangenen zwei
Monate mehrfach vernommen. Bei den Ermittlungen geht es um den Vorwurf der
Teilnahme an Geiselerschießungen in Italien in den Jahren 1944 und 1945. Ein
italienisches Militärgericht verurteilte ihn 1999 in Abwesenheit zu
lebenslanger Haft wegen Ermordung von 246 Zivilisten.

Engel, der seit Kriegsende in Hamburg lebt, hatte in einem Interview der
Tageszeitung "Corriere della Sera" eine Teilschuld für die Erschießung von 59
italienischen Zivilisten, die so genannte Turchino-Aktion, eingeräumt. Sie
sei die Vergeltung für den Anschlag italienischer Terroristen auf ein Kino in
Genua gewesen. Engel hatte eingestanden, dass die Zivilisten nichts mit dem
Anschlag zu tun gehabt haben. Er sei mit dem Exekutionsbefehl nicht
einverstanden gewesen. "Es wurden 59 Männer erschossen, die wegen anderer
Straftaten oder Aktionen gegen uns Deutsche verhaftet worden waren." In
seinem Hoheitsgebiet habe es während seiner Amtszeit kein weiteres Massaker
gegeben. Er habe im Übrigen auf Befehl gehandelt. Ermittlungen gegen den SS-
Mann wegen Teilnahme an Exekutionen in Italien hatte es bereits in den 60-er
Jahren bei der Hamburger Staatsanwaltschaft gegeben. Sie waren im Jahr 1969
eingestellt worden.

Im Juli dieses Jahres führten Mitarbeiter der Hamburger Staatsanwaltschaft in
Turin Gespräche mit dem Sachbearbeiter des Militärgerichtsverfahrens gegen
Engel, sahen die Verfahrensakten ein und werteten sie aus. Bedeutsame
Hinweise hätten sich auch aus den gesichteten Akten eines Verfahrens des
Appellationsgerichts in Genua aus dem Jahr 1945 gegen einen inzwischen
verstorbenen Beteiligten an der Turchino-Aktion ergeben, teilte die Behörde
weiter mit.

Laut Staatsanwaltschaft sind in Zusammenarbeit mit der Hamburger
Kriminalpolizei und dem italienischen Historiker Gentile auch in deutschen
Archiven wichtige Beweismittelunterlagen gesichtet und sichergestellt worden.
Hieraus ergäben sich Hinweise auf über 200 mögliche Zeitzeugen für die
Partisanentätigkeit in Ligurien sowie darauf erfolgten Gegenmaßnahmen der
deutschen Stellen. Die Kriminalpolizei kläre jetzt den Verbleib dieser
Zeugen, die eventuell noch gehört werden könnten.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2001


pyrsk !
Ballest
    • ballest88 Sympatyczny starszy pan zza rogu ... 28.06.04, 15:47
      Der nette Herr von nebenan



      SS-Kriegsverbrecher Engel konnte trotz Selbstanzeige jahrzehntelang unerkannt
      in Hamburg leben »Ein sehr netter alter Herr«, so beschreibt eine Nachbarin den
      92jährigen Friedrich Engel. Seit Jahrzehnten lebt der Wissenschaftler im
      Ruhestand, der seine Brötchen mit Holz- Im- und -Export verdiente, als
      unbescholtener Bürger im Hamburger Stadtteil Lokstedt. Erst als er in
      italienischen Medien Schlagzeilen machte, wurden Hamburger Behörden auf ihn
      aufmerksam: Engel ist nicht der »nette, alte Herr« von nebenan, schließlich war
      er in der Zeit von 1944 bis 1945 Chef der SS und der Polizei in Genua. Im
      November 1999 war er in Turin von einem italienischen Militärgericht zu
      lebenslanger Haft verurteilt worden. Er wurde für schuldig befunden, während
      seiner Herrschaft 246 Menschen ermordet zu haben.

      Durch Berichte italienischer Medien auf den ehemaligen SS-Obersturmbannführer
      aufmerksam geworden, leitete die Staatsanwaltschaft Hamburg 1998 ein
      Ermittlungsverfahren gegen Engel ein. Im Oktober 1999 wurden die entsprechenden
      Akten bei der italienischen Justiz angefordert. Im Mai 2000 kamen die
      Unterlagen in der Hansestadt an. Bis heute passierte allerdings nicht viel;
      Beamte sind immer noch damit beschäftigt, die Dokumente zu übersetzen. Die
      Hamburger Justizbehörde stellte inzwischen fest, daß in den 60er Jahren schon
      einmal gegen Engel ermittelt worden war, 1969 wurde das Verfahren
      abgeschlossen. Was Gegenstand dieser Ermittlungen gewesen ist, ob sie im
      Zusammenhang standen mit den Kriegsverbrechen, aufgrund welcher Erkenntnisse
      und auf wessen Veranlassung hin damals der »Fall Engel« ad acta gelegt wurde,
      kann niemand genau sagen: Die Akten sind verschwunden.

      Vor kurzem entdeckte nun auch die deutsche Presse Friedrich Engel. So
      interviewte das ARD-Magazin »Kontraste« einen Zeitzeugen, der ein von Engel
      angeordnetes Massaker überlebt hatte. Der beschrieb Engel als »besonders hart,
      grausam«. Laut »Kontraste« liebte es Engel, bei den Erschießungen selbst das
      Kommando zu führen.

      Das Interview wurde vor etwa zwei Wochen ausgestrahlt. Daraufhin griffen auch
      Hamburger Medien das Thema auf. Friedrich Engel allerdings ist nicht zu
      sprechen. Bis auf eine Ausnahme: Er gab der Kollegin Elisabetta Rosapina der
      italienischen Zeitung Corriere della Sierra ein Interview, das in Auszügen im
      Hamburger Abendblatt nachgedruckt wurde. Darin bestreitet Engel die gegen ihn
      erhobenen Vorwürfe. Er sei lediglich bei einer Exekution von 59 Zivilisten, die
      wegen »Aktionen gegen uns Deutsche« verhaftet worden waren, »zugegen gewesen«.
      Er sei mit dem Hinrichtungsbefehl nicht einverstanden gewesen, habe sich
      der »Sühnemaßnahme« aber nicht widersetzen können. »Ich handelte auf Befehl.
      Damals habe ich nicht erkennen können, ob derartige Befehle widerrechtlich und
      strafbar waren. Nach den Erklärungen meines Vorgesetzten seien sie durch das
      Kriegsrecht gedeckt gewesen«, erklärte Engel schriftlich dem Hamburger
      Abendblatt.

      In der ARD sagte Engel letzte Woche: »Ja, ich bin beteiligt gewesen, fühle mich
      dafür aber nicht voll verantwortlich (...) Es waren alles von der Wehrmacht
      überstellte früher an Kampfhandlungen gegen die Deutschen beteiligte
      Partisanen, Terroristen oder ähnlich. Sie wären also bei einer genauen Prüfung
      bei Prozessen und so weiter sowieso diesem Urteil verfallen gewesen.« Engel
      betonte zudem, daß er bei der Hamburger Staatsanwaltschaft schon einmal selbst
      Anzeige erstattet habe, danach sei aber nichts passiert.

      Der Fall Friedrich Engel wirft eine Menge Fragen auf. Die Grünen-
      Abspaltung »Gruppe Regenbogen - für eine neue Linke« stellte sofort nach
      Bekanntwerden dieses Falls eine Anfrage an die Hamburger Bürgerschaft, um etwas
      Licht in das Dunkel um diesen Justizskandal zu bringen.

      Regenbogen- Sprecherin Heike Sudmann schüttelt fassungslos den Kopf: »Es ist
      unglaublich, daß dieser Mann all die Jahre unbehelligt in Hamburg leben konnte.«


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Kat z Genuy 28.06.04, 15:49
      D A S D O P P E L L E B E N D E S K R I E G S V E R B R E C H E R S F R
      I E D R I C H E N G E L



      Der "Henker von Genua" als Biedermann



      "Ja, ich war daran beteiligt. Es tut mir Leid, aber ich habe nichts zu
      bereuen." Das sind Worte des 92-jährigen Friedrich Engel aus Hamburg. Das
      Militärgericht in Turin hatte den früheren SS-Obersturmbannführer 1999 in
      Abwesenheit zu lebenslänglicher Haft wegen der Ermordung von 246 Zivilisten in
      Italien verurteilt.



      SPIEGEL TV MAGAZIN Beitrag ansehen Wegen besonderer Grausamkeit wird Engel in
      Italien auch als "Henker von Genua" bezeichnet.

      Mehr als ein halbes Jahrhundert lang lebte er in der Rolle des ehrbaren
      Kaufmanns unbehelligt in der Hansestadt. Engel räumt eine Mitverantwortung an
      der Erschießung von 59 italienischen Gefangenen ein, von anderen Hinrichtungen
      weiß er angeblich nichts.

      Jetzt hat die deutsche Justiz Schwierigkeiten zu erklären, warum sie im Fall
      Engel bisher so zögerlich vorgegangen ist. Nach ersten Presseberichten über den
      italienischen Prozess hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg zwar 1998
      Ermittlungen aufgenommen. Geschehen ist weiter nichts - obwohl die
      Prozessunterlagen seit Mai vergangenen Jahres vorliegen. Man sei noch dabei,
      die Unterlagen zu übersetzen, heißt es bei der Staatsanwaltschaft.

      Hinweise auf mögliche Kriegsverbrechen Engels in seiner Zeit als SS-Kommandant
      von Genua hat es in den vergangenen Jahrzehnten mehr als genug gegeben. Aber
      selbst eine Anzeige Ende der sechziger Jahre gegen Engel verlief offenbar im
      Sande. Die Ermittlungsakte war bislang verschollen, jetzt ist sie überraschend
      wieder bei den Strafverfolgern aufgetaucht. Nun will man mit Hochdruck
      ermitteln. Aufgrund seines hohen Alters muss Friedrich Engel aber wohl nicht
      mehr mit einer Haftstrafe rechnen.

      Sehen Sie den SPIEGEL TV Beitrag über das furchtbare Geheimnis des ehemaligen
      SS-Kommandanten Engel und die Untätigkeit der bundesdeutschen Justiz.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Nietykalny kat nazistowski 28.06.04, 15:51
      Mit Samthandschuhen gegen Nazi-Henker

      Von Marion Kraske



      Auch mehr als 50 Jahre nach Kriegsende sind einige Nazi-Verbrecher noch immer
      auf freiem Fuß. Michel Friedman vom Zentralrat der Juden in Deutschland wirft
      der deutschen Justiz im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE streckenweise Versagen vor.



      Jerusalem/Hamburg - Der einstige "Henker von Genua" lebt heute unbehelligt in
      Hamburg-Lokstedt.

      Friedrich Engel soll als SS-Obersturmbannführer und als Chef der SS für mehrere
      Massaker in der norditalienischen Region verantwortlich sein - unter anderem
      für die Erschießung von 246 Menschen. 1999 wurde er in Turin zu lebenslanger
      Haft verurteilt.

      Doch noch immer ist Engel in Hamburg auf freiem Fuß, führt in einem
      Einfamilienhaus samt Garten ein ganz normales Rentner-Dasein.

      Auch Anton Malloth lebte bis vor kurzem unbehelligt von der deutschen Justiz.
      Von Montag an muss sich der 89-Jährige allerdings in München vor einem Gericht
      verantworten: Die Anklage wirft dem ehemaligen SS-Oberscharführer Mord in drei
      Fällen sowie versuchten Mord in einem Fall vor. Bei den Opfern soll es sich um
      Häftlinge der Kleinen Festung Theresienstadt, einem Gestapo-Gefängnis in
      Tschechien, gehandelt haben. 1948 wurde Malloth von einem tschechischen Gericht
      wegen Mordes und "unmenschlicher Quälereien" zum Tode verurteilt. In
      Deutschland wurden langjährige Ermittlungen dagegen 1999 eingestellt.

      Zwei Fälle, zwei Debakel für die deutsche Justiz. Für Michel Friedman vom
      Zentralrat der Juden in Deutschland ein untragbarer Zustand.

      Die deutsche Justiz sei in der Verfolgung von Nazi-Verbrechern "reaktiv, aber
      nicht aktiv tätig", so sein Vorwurf. Die Verfolgung der Täter sei seit den
      fünfziger Jahren bis heute zögerlich betrieben worden, eine flächendeckende
      Verfolgung aber habe es nie gegeben.

      Lob vom Simon-Wiesenthal-Zentrum Zu einem positiven Urteil über deutsche
      Gerichtsbarkeit kommt derzeit das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem. In
      einem Bericht des Institutes erhalten vor allen anderen Ländern die USA gute
      Noten bei der Aufarbeitung von NS-Kriegsverbrechen. Der Studie zufolge gibt es
      in Amerika keinen Platz für ehemalige Nazi-Schergen. Hier sei die Bereitschaft
      besonders hoch. Auf den nächsten Plätzen kommen Deutschland, Frankreich und
      Italien. Ganz hintenan nennt das Simon-Wiesenthal-Zentrum Schweden und Syrien.
      Beide Länder, so die Kritik, hätten sich geweigert, die Beschuldigten
      auszuliefern oder die zur Zeit des Hitler-Regimes begangenen Verbrechen und
      Massaker aufzuklären.

      Nach Meinung von Michel Friedman sagen die Ergebnisse der Studie aus Jerusalem
      nichts über den tatsächlichen Stand der Strafverfolgung in Deutschland
      aus. "Allein dass Deutschland nicht an erster Stelle steht, ist bedenklich",
      glaubt der Rechtsanwalt und CDU-Politiker. Ein Ranking habe zudem lediglich
      einen relativen Ansatz. "Mir geht es aber um das Problem im absoluten Sinn",
      betont er. "Was hätte man machen können, wenn man es hätte tun wollen" - das
      müsse der Maßstab sein.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Kwestia Engel'a 28.06.04, 15:53
      Der Fall Engel



      Wie sehr es an einer stringenten Aufklärung hapert, zeigt vor allem der Fall
      Engel. Selbst Rüdiger Bagger von der Hamburger Staatsanwaltschaft räumt
      gegenüber SPIEGEL ONLINE ein, die Anstrengungen seien bislang "nicht optimal"
      verlaufen. Schon in den sechziger Jahren hatten die Behörden gegen den Nazi-
      Verbrecher ermittelt - ohne Erfolg. Das Verfahren wurde eingestellt. Inzwischen
      bestätigte Bagger, dass die Ermittlungen gegen den Mörder wieder aufgenommen
      wurden. "Wir ermitteln seit 1998." Aus Italien seien Unterlagen angefordert
      worden. Nun werde geprüft, ob die Beweise für einen Prozess ausreichen.

      Im Fall Engel beschuldigen sich deutsche Behörden und die italienische Justiz
      gegenseitig, die Ermittlungen verschleppt zu haben. "Dieser Versuch, den
      schwarzen Peter zwischen Italien und Deutschland hin und her zu schieben", ist
      aus Sicht von Michel Friedman "unerträglich". Er fordert die deutschen Gerichte
      auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und - wie im Fall Malloth und Engel -
      die Beschuldigten auch mehr als 50 Jahre nach Kriegsende für ihre Verbrechen
      zur Rechenschaft zu ziehen. Sein Credo lautet: Hätte die deutsche Justiz vorher
      gehandelt, müsste man nicht jetzt 90-jährigen Greisen den Prozess machen.

      Doch es sind nicht nur die Alt-Nazis, mit denen die Gerichte hier zu Lande ihre
      liebe Not haben. Auch beim Kampf gegen den aktuellen Rechtsextremismus müssen
      sich deutsche Gerichte fragen lassen, ob sie ihre Verantwortung ausreichend
      übernehmen.

      Jüngstes Beispiel:

      Manfred Roeder. Am Mittwoch korrigierte das Schweriner Landgericht ein
      vorangegangenes Urteil zu Gunsten des bekannten Rechtsextremisten. Nun muss er
      wegen Leugnung des Holocausts nicht mehr ein Jahr in Haft, die Freiheitsstrafe
      wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

      Michel Friedman hält das Urteil für einen "Offenbarungseid der deutschen
      Justiz". Mit ihm werde der Bevölkerung das völlig falsche Signal gegeben. Der
      von vielen geforderte "Aufstand der Zuständigen", so Friedman, werde
      offensichtlich von einem Teil der deutschen Justiz nicht gewahrt.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Po 32-ch latach ... 28.06.04, 15:54
      "SS-Engel": Akte ist wieder aufgetaucht

      Bagger: "Vermutlich keine Bedeutung für das aktuelle Verfahren"



      Fast 32 Jahre lang lag die Ermittlungsakte gegen den ehemaligen SS-Chef von
      Genua, Friedrich Engel, im Archiv der Staatsanwaltschaft. Jetzt wurde sie
      endlich gefunden.

      Im Fall des in Italien wegen 246fachen Mordes in Abwesenheit verurteilten 92-
      jährigen Hamburgers war die Staatsanwaltschaft wegen der verschwunden Akte in
      die Kritik geraten. Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger begründete das
      Nichtauffinden damit, dass die Engel-Akte einem anderen Großverfahren beigefügt
      war.

      Es handelt sich um Akten zum Fall des ehemaligen SS-Generals Bruno Streckenbach.

      Das jetzige Auffinden der Akte hätte laut Bagger aber vermutlich keine
      Bedeutung für das aktuelle deutsche Verfahren gegen Engel. Die damaligen
      Ermittlungen basierten auf schriftlichen Anschuldigungen eines Bekannten
      Engels, der sich mit dem ehemaligen SS-Obersturmbannführer zerstritten hatte.
      Laut Bagger gründeten die Anschuldigungen auf Gerüchten aus den 50er-Jahren und
      waren wenig substanziell. Engel sei außerdem 1963 in Dortmund und 1964 in
      Berlin in Verfahren gegen SS-Leute als Zeuge gehört worden.

      Dabei sei er auch zu seiner eigenen Rolle vernommen worden. Laut Bagger ergaben
      sich insgesamt "keine Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen, so dass das
      Verfahren am 1.7.69 eingestellt worden ist".

      1972 wurde Engel im Verfahren gegen den ehemaligen SS-Brigadeführer
      Streckenbach erneut als Zeuge vernommen. Auch dabei sei nichts herausgekommen,
      was neue Ermittlungen begründet hätte. Nach Übersendung der aktuellen
      italienischen Akten soll jetzt die Ermittlung gegen Engel innerhalb von sechs
      Monaten beendet sein.



      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 50 % - owa wina ? 28.06.04, 15:56
      Ex-SS-Offizier Engel erkennt Teilschuld an



      Mailand (dpa) – Der frühere SS-Chef von Genua, Friedrich Engel, hat in einem
      Interview seine Teilschuld für Massen-Erschießungen in Italien anerkannt. Er
      sei für die Tötung von 59 italienischen Geiseln 1944 an der ligurischen
      Küste „teilweise verantwortlich" gewesen, sagte der 92-Jährige in einem
      Gespräch mit der Mailänder Zeitung Corriere della Sera. Zugleich forderte der
      römische Justizminister Piero Fassino die deutschen Behörden auf, endlich gegen
      Engel vorzugehen. Italienische Medien berichteten in großer Aufmachung über den
      Fall. Sie äußerten Befremden, dass Engel noch immer auf freien Fuß ist.
      Kommentatoren sprachen von einem drohenden deutsch-italienischen Konflikt. Die
      ARD hatte Engel kürzlich in Hamburg ausfindig gemacht. Dort lebt er seit Ende
      des Zweiten Weltkrieges unbehelligt. Ein Militärgericht in Turin hatte ihn 1999
      wegen 246-fachen Geiselmordes in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt.
      Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt eigenen Angaben zufolge seit 1998.
      Allerdings darf Deutschland nach dem Gesetz keine eigenen Staatsangehörigen
      ausliefern.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Spokojne lata nestora ... 28.06.04, 15:58
      "Todes-Engel" durfte in Hamburg alt werden

      SS-Chef von Genua und 246-facher Mörder lebt unbehelligt in Lokstedt



      Hamburg - Der alte Mann, der da mit Harke und Schubkarre im Garten hantiert -
      er sieht aus wie tausende anderer Hamburger Rentner, die rechtschaffend ihren
      Ruhestand genießen. Doch Friedrich Engel sollte eigentlich in Italien hinter
      Gittern sitzen. Der 92-Jährige wurde dort zu lebenslanger Haft verurteilt:
      wegen 246-fachen Mordes!

      Die italienischen Behörden konnten seiner bisher nicht habhaft werden. Seit
      nunmehr 56 Jahren lebt der Mann unbehelligt im Hamburger Stadtteil Lokstedt,
      deckten Reporter des ARD-Magazins "Kontraste" auf.

      Seit 1998 ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen den Mann wegen
      möglicher Kriegsverbrechen.

      Friedrich Wilhelm Konrad Siegfried Engel war in den Jahren 1944 und '45 der SS-
      Chef von Genua. In dieser Funktion soll der Obersturmbannführer gegen Ende des
      Zweiten Weltkriegs an Massakern beteiligt gewesen sein. Soll die Anweisung
      gegeben haben, wehrlose, unschuldige Geiseln zu erschießen.

      Für einen der "Einsätze" wurde er sogar mit dem Kriegsverdienstkreuz mit
      Schwertern ausgezeichnet, wie "Kontraste" im Bundesarchiv heraus fand. Für
      Gräuel im Kloster Benedicta, im April 1944. Statt Partisanen soll Engels Truppe
      dort vor allem Bauern und Fahnenflüchtige erschossen haben, die sich im Kloster
      versteckten. 147 Menschen starben, nur einer überlebte.

      Enio Odino berichtete in der ARD: "Ich habe einen meiner Kameraden gestützt,
      der zuvor am Knie verletzt worden war. Er bekam all' die Kugeln ab, die
      eigentlich für mich bestimmt waren. Dann fiel er über mich und begrub mich
      unter sich. Ich war überall mit Blut beschmiert. Und so hielt mich der SS-Mann
      auch für tot."

      Odino ist nicht der einzige Zeitzeuge, der Engel in dem Beitrag anklagte. Zwei
      weitere Männer, auch sie die einzigen Überlebenden bei anderen Massakern,
      machten den Obersturmbannführer für Gräueltaten verantwortlich: Franco Diodati
      (war 19, als ein SS-Kommando kurz vor Kriegsende 18 Bewohner eines Bergdorfes
      erschoss) und Raimondo Ricci, politischer Gefangener im Stadtgefängnis von
      Marassi. Er sagt: "Engel galt als besonders hart, grausam."

      Engel soll in 17 Monaten Dienstzeit in Genua eine wahre Blutspur hinterlassen
      haben, recherchierten die Reporter. Warum lebt der Mann unbehelligt von der
      Hamburger Justiz?

      Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger:

      "Wir haben uns die Akten aus Italien schicken lassen, die jetzt übersetzt
      worden sind." Zurzeit werde geprüft, ob noch zusätzliche Dokumente angefordert
      werden müssten.

      Ausgeliefert werden kann Engel als deutscher Staatsbürger nicht - das verbietet
      das Gesetz. Ihm müsste in Deutschland der Prozess gemacht werden.

      Schon in den 60er Jahren gab es wegen der Exekutionen hier ein Verfahren gegen
      Engel. Doch das wurde 1969 eingestellt.

      Warum, das ist unklar. Die Akte ist bislang verschollen.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 246 razy ... 28.06.04, 15:59
      Mutmaßlicher Nazi-Kriegsverbrecher Engel enttarnt



      Hamburg (dpa) - Der mutmaßliche Nazi-Kriegsverbrecher Friedrich Engel ist nach
      Informationen des ARD-Magazins «Kontraste» in Hamburg enttarnt worden.



      Das Magazin berichtete, der jetzt 90-jährige habe seit 56 Jahren unbehelligt im
      Stadtteil Lokstedt gelebt. Die Hamburger Polizei konnte den Bericht nicht
      bestätigen. Drei Überlebende von Massakern beschuldigten Engel, als SS-
      Offizier an der Erschießung von Geiseln beteiligt gewesen zu sein. Italienische
      Behörden hätten den damaligen SS-Chef von Genua wegen 246-fachen Mordes zu
      lebenslanger Haft verurteilt, hieß es.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Tylko rozkaz 28.06.04, 16:02
      Wesentliche Grundlage für den Terror gegen die italienische Zivilbevölkerung
      war der "Bandenbekämpfungsbefehl" Adolf Hitlers vom 16.12. 1942, ursprünglich
      zur Bekämpfung der Partisanen an der Ostfront erlassen. Dieser befahl der
      Truppe "ohne Einschränkungen auch gegen Frauen und Kinder jedes Mittel
      anzuwenden, wenn es nur zum Erfolg" führte und sicherte den Soldaten
      Straffreiheit zu. In Italien wurde dieser Befehl Hitlers durch den dortigen
      Oberbefehlshaber Generalfeldmarschall Kesselring, dem seit April 1944 auch die
      Partisanenbekämpfung oblag, umgesetzt und eine Strafverfolgung nochmals
      ausdrücklich verboten. Für die Auswirkungen, die solche Befehle auf die
      italienische Zivilbevölkerung hatten, stehen gut 250 italienische Ortsnamen, in
      denen teilweise die gesamte Dorfbevölkerung massakriert wurde.
      Als im Sommer 1944 die Partisanentätigkeit deutlich zunahm, erweiterte
      Kesselring den Befehl zur Geiseltötung wesentlich, indem er diese nun überhaupt
      nicht mehr von der konkreten Tötung deutscher Soldaten abhängig machte.
      Vielmehr sollten alle Orte "in denen sich Banditen nachweisen" ließen, in
      denen "Anschläge auf deutsche oder italienische Soldaten beziehungsweise
      Sabotageaktionen" begangen wurden, niedergebrannt werden, alle Männer über 18
      erschossen und die Frauen in Arbeitslager interniert werden.
      Das bisher skizzierte legt nahe, dass die deutsche Führung ebenso wie Teile der
      Untergebenen bei Repressalien gegen die italienische Zivilbevölkerung,
      insbesondere aber bei den Geiseltötungen, gegen damals geltendes Völker- und
      Kriegsrecht, aber auch gegen diesbezügliche Vorschriften der Wehrmacht
      verstoßen haben. Die Legitimität des Partisanenkampfes wird von bürgerlicher
      Seite immer wieder angezweifelt. Gleich Engel sprach Staatsanwalt Kuhlmann in
      seinem Plädoyer von "Partisanen, modern ausgedrückt Terroristen"


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Wina ... 28.06.04, 16:03
      Nicht zuletzt aufgrund der Verbrechen der Nazis verzichtete der deutsche
      Gesetzgeber auf die Möglichkeit der Verjährung von Mord. Eine Verurteilung
      wegen mehrfachen Mordes zieht fast immer eine lebenslange Haftstrafe nach sich.
      Im Fall des ehemaligen Obersturmbannführers Engel argumentierte Richter Seedorf
      allerdings, dass "wegen der außergewöhnlichen, unglaublich langen Zeitspanne
      zwischen 1944 und 2002 keine unverhältnismäßig hohe Strafe verhängt werden"
      dürfe. Es sei die Schuld der Strafverfolgungsbehörden, vor allem der
      italienischen, dass 50 Jahre nichts geschehen sei. Er unterschlägt dabei, dass
      Engel schon 1950 beschuldigt wurde, an Geiselerschießungen beteiligt gewesen zu
      sein. Das erste Ermittlungsverfahren gegen den "Henker von Genua" wurde am 1.
      Juli 1969 eingestellt. Auch ein zweiter Anlauf endete 1993 mit der Einstellung.
      Damals suchte die Staatsanwaltschaft aufgrund von Angaben der Alliierten
      Kriegsverbrecherkommission Engel wegen Mordes. Die beauftragte Ludwigsburger
      Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen und
      Hamburger Ermittlungsbehörden konnten Engels Adresse nicht ermitteln - er stand
      im Telefonbuch. Doch selbst für die sieben Jahre braucht Engel nicht in den
      Knast: Das Gericht hielt den 94-jährigen Hobbygärtner, auch ohne ärztliche
      Prüfung, für nicht haftfähig.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Legitymacja zbrodni ... 28.06.04, 16:05
      In dem Hamburger Verfahren wurde zum wiederholten Male die
      nationalsozialistische Praxis der Geiselerschießung gerechtfertigt, was einer
      nachträglichen Bestätigung faschistischen Unrechts gleichkommt. Laut
      Urteilsverkündung durch Richter Seedorf war die Exekution
      als "Repressalienmaßnahme" durch das damalige "völkerrechtliche
      Gewohnheitsrecht" gedeckt, nur die Art der Ausführung rechtfertige den
      Tatbestand des Mordes, denn diese sei besonders grausam gewesen. Weil Engel die
      Art der Exekution selbst angeordnet hätte, könne er sich nicht auf einen
      Befehlsnotstand berufen.
      "Befehlsnotstand" und "völkerrechtlich zulässige Repressaltötungen" waren seit
      den 50er Jahren immer wieder die Stichworte, mittels derer Kriegsverbrecher in
      der BRD straffrei davon kamen. Gemessen an den o. g. Ausführungen aus dem
      Nürnberger Nachfolgeprozess erfüllte die Erschießung der 59 Geiseln am Turchino-
      Pass sehr wohl den Tatbestand des Mordes. Fünf der Erschossenen waren unter 18
      Jahren, sie hatten somit keinen Kombattantenstatus. 17 Geiseln waren Partisanen
      und 42 andere politische Gefangene. Ob ihre "aktive oder passive" Teilnahme an
      dem Bombenanschlag auf das Kino erwiesen war, spielte im Engel-Verfahren keine
      Rolle. Auch der Nachweis, dass es unmöglich gewesen war, die Attentäter zu
      ergreifen oder durch andere Maßnahmen wieder Ruhe und Ordnung herzustellen,
      wurde im Hamburger Verfahren nicht erbracht. Wie hätte dieses auch möglich sein
      sollen - zwischen dem Anschlag auf das deutsche Soldaten-Kino am 15. 5. 1944
      und der Exekution auf dem Turchino-Pass lagen gerade mal 4 Tage. Auch auf die
      völkerrechtlich dringend gebotene Bekanntmachung der Namen der Geiseln ist
      wahrscheinlich verzichtet worden, denn Kesselring hatte schon am 12. 1. 1944
      befohlen: "Die Erschießung von Geiseln ist nicht bekannt zu geben."
      Immer wieder wurde in Kriegsverbrecher-Prozessen behauptet, nicht nur
      Repressaltötungen an sich seien zulässig, sondern auch eine Quote von 10
      ermordeten Geiseln für einen toten deutschen Soldaten sei mit dem Völkerrecht
      vereinbar. Die HLKO nennt keine konkreten Zahlen, stellt aber fest, dass
      Sühnemaßnahmen keinen exzessiven Charakter annehmen und nur der Abschreckung,
      nicht jedoch der Rache dienen dürften. Im Nürnberger Geiselmordprozess wurde
      eine feste Quote ausdrücklich verneint.
      Richter Seedorf führte jedoch zugunsten des Angeklagten einen Führer-Befehl vom
      März 1944 an, an dem sich die SS und Engel orientiert hätten. Tatsächlich hat
      die Legende von den Tötungen im Verhältnis 10:1 im berüchtigten Massaker in den
      Fosse Ardeatine ihren Ursprung, bei dem am 23. 3. 1944 als Vergeltung für ein
      Bombenattentat 335 Menschen in Rom ermordet wurden. Zuvor hatten italienische
      Partisanen bei einem Anschlag 32 Polizeiangehörige getötet und 68 verletzt, ein
      33. Opfer starb später an seinen Verletzungen. Hitler ordnete eine Vergeltung
      von 10:1 an.
      Abgesehen davon, dass Friedrich Engel 59 Geiseln als Vergeltung für fünf
      getötete deutsche Marineangehörige ermorden ließ, unterschlug Richter Seedorf
      bei seinem Rekurs auf das Massaker in den Fosse Ardeatine jedoch, dass die
      dortigen Verantwortlichen für ihre Geiselerschießung zur Rechenschaft gezogen
      wurden. Alle drei Hauptverantwortlichen wurden 1946 bzw. 1947 von einem
      britischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Das Gericht entschied, dass die
      Ermordung von 335 Gefangenen keine "rechtmäßige Repressalie" darstelle, sprach
      vielmehr von "blutigem Terror", von einem "Racheakt" und
      einer "Ungeheuerlichkeit."


      pyrsk !
      Ballest

    • ballest88 Niemieckie ofiary i inne fantomy... 28.06.04, 16:06
      Der Anwalt von Friedrich Engel wie auch die Hamburger Staatsanwaltschaft haben
      Revision gegen das Urteil beantragt. Angesichts des überaus milden Urteils, der
      sehr entgegenkommenden Prozessführung und der Urteilsbegründung ist es nicht
      unwahrscheinlich, dass Engel in der Revision freigesprochen wird.
      Während das Urteil gegen Engel in der bürgerlichen Presse weitgehend als
      besonnen und ausgewogen gelobt wurde, kritisierte der frühere zweite
      Bürgermeister von Hamburg und Landesvorsitzende der FDP, Ingo von Münch, das
      Urteil als zu hart. Direkt nach dem Urteil zweifelte er am Tatbestand Mord und
      erklärte in Bezug auf den Richter: "Wer den Krieg nicht bewusst miterlebt hat,
      kann die damaligen Ereignisse offensichtlich nicht immer gerecht beurteilen."
      Er lamentierte in der Zeitung "Die Welt": Von den deutschen Opfern sei im Engel-
      Prozess zu wenig die Rede gewesen, diese seien "unbewaffnet und arglos"
      gewesen, die Partisanen hätten jedoch "heimlich", also heimtückisch ihre Bombe
      deponiert, dementsprechend sei das Urteil eine "falsche Entscheidung".
      In der liberalen Öffentlichkeit, aber auch in der antifaschistischen Linken
      fand der skandalöse Prozess gegen Friedrich Engel so gut wie keine Beachtung.
      Dabei hat der Prozess nochmals viele grundsätzliche Fragen im juristischen,
      aber auch im gesellschaftlichen Umgang mit Opfern und Tätern des deutschen
      Faschismus aufgeworfen. Viele Täter, nicht nur Engel, sind mit milden, zumeist
      gar keinen Strafen davongekommen. Viele Opfer, so z. B. die widerrechtlich
      verschleppten italienischen ehemaligen Militärinternierten, haben bis heute
      keine Entschädigung erhalten. Verstorbene deutsche Kriegsverbrecher werden in
      Italien auch durch die rot-grüne Bundesregierung durch Kranzniederlegungen
      geehrt.
      Gleichzeitig ist die Diskussion um deutsche NS- oder Kriegsverbrechen vor dem
      Hintergrund deutscher Militäreinsätze in aller Welt hochaktuell. Und die
      Debatte um die Wehrmachtaustellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung
      hat gezeigt, dass große Teile in Militär und Politik die Wehrmacht immer noch
      als traditionswürdig betrachten.


      pyrsk !
      Ballest
    • ballest88 Gerhard Sommer ... 28.06.04, 16:07
      Gegen einen weiteren NS-Kriegsverbrecher aus Hamburg, den ehemaligen SS-
      Untersturmführer Gerhard Sommer, sowie gegen 7 seiner Kameraden wird momentan
      in Italien durch den Militärstaatsanwalt von La Spezia ermittelt. Sommers
      Einheit, die 16. SS-Panzer-Grenadierdivision "Reichsführer SS" hat in Italien
      zahlreiche Massaker begangen, denen insgesamt etwa 2000 Zivilisten zum Opfer
      gefallen sind. Sommer ist der ranghöchste, noch lebende Beteiligte am
      Massenmord in Sant´Anna di Stazzema, bei dem 560 ZivilistInnen, darunter auch
      Kinder, ermordet wurden. Die italienische Justiz bat auch die Zentralstelle zur
      Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen um Rechtshilfe. Die
      Ermittlungen der Ludwigsburger begründen den Anfangsverdacht des Mordes,
      weshalb jetzt auch das LKA Baden-Würtemberg ermittelt. Der 82-jährige Sommer
      gilt als Hauptverdächtiger, denn er hatte als Kompanieführer eine
      verantwortliche Funktion in Sant´Anna.


      pyrsk !
      Ballest
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