amoremio
09.06.10, 21:57
Bevölkerung
Demografie
→ Hauptartikel: Demografie Deutschlands
Einwohnerzahlen Deutschlands seit 1800. Von den 82,1 Millionen Einwohnern des
Landes haben 2008 ca. 15,6 Millionen (19 %) einen Migrationshintergrund.
Am 31. Dezember 2008 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 82.002.356
Einwohner auf der Fläche von 357.112 Quadratkilometern.[4][23] Das Land gehört
damit zu den am dichtesten besiedelten Flächenstaaten der Welt. Deutschland
hat mit einer Geburtenrate pro Frau von derzeit 1,37 (Stand: 2008) eine der
niedrigsten weltweit.[24] Im Jahr 2007 stieg die Zahl der Geburten erstmals
seit zehn Jahren wieder an und lag bei 684.862.[25] Die Anzahl der lebend
geborenen Kinder ist im Jahr 2009 um 3,6 % auf 651.000 im Vergleich zum
Vorjahr gesunken. Da im selben Zeitraum 842.000 Sterbefälle verzeichnet
wurden, wurden etwa 190.000 Kinder weniger geboren als Menschen verstarben.[26]
Etwa 75 Millionen Menschen (91 Prozent) sind deutsche Staatsbürger. Von diesen
haben wiederum sieben Millionen Bürger einen Migrationshintergrund; unter
ihnen sind „Aussiedler“ beziehungsweise „Spätaussiedler“ deutscher
Nationalität, von denen die meisten aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion (51
Prozent, umgangssprachlich meist als „Russlanddeutsche“ bezeichnet) und aus
Polen (34 Prozent) eingewandert sind. Zwischen 1950 und 2002 waren dies
insgesamt 4,3 Millionen Menschen, oder im Land geborene oder seit langer Zeit
in Deutschland lebende ehemalige Ausländer, die seit der Änderung des
Staatsbürgerschaftsrechts auf eigenen Antrag eingebürgert wurden.
Bevölkerungsdichte in Deutschland nach Bundesländern und Landkreisen (2007)
Von den Einwohnern mit ausschließlich anderer Staatsangehörigkeit (31.
Dezember 2007: 7.255.949)[27] stellen die türkischen Staatsangehörigen
(1.713.551) die größte Gruppe. Die übrigen sind überwiegend EU-Bürger (2,1
Millionen). Den größten Anteil haben hier Italiener (528.318), Polen (384.808)
und Griechen (294.891). Der Anteil der europäischen Staatsbürger aus
Nicht-EU-Ländern (3,2 Millionen) hat sich durch Migration aus dem ehemaligen
Jugoslawien (etwa eine Million) und aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion
in den 1990er-Jahren erhöht. 2007 erwarben 113.030 Personen die deutsche
Staatsbürgerschaft (vgl. 2006: 124.566) durch Einbürgerung.
Die Zahl der gesamten polnischen Diaspora in Deutschland, die bereits seit dem
19. Jahrhundert existiert, beläuft sich auf weit über zwei Millionen, wobei
die meisten seit Generationen von der einheimischen Bevölkerung assimiliert sind.
Somit ergibt sich ein Gesamtanteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund
von etwa 18,7 Prozent (15,4 Millionen),[28] ein Hinweis darauf, dass die
ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung nicht mehr über Nationalitäten
erfasst werden kann. Ein gewisses Maß an Einwanderung wird von politischer
Seite im Hinblick auf den Rückgang der Geburtenzahl und die daraus folgende
negative demografische Entwicklung gewünscht, um die soziale Absicherung der
Bevölkerung nicht zu gefährden, zu starke Zuwanderung aufgrund der daraus
resultierenden sozialen Spannungen jedoch abgelehnt.
Angestammte ethnische Minderheiten sind Dänen (je nach Definition und Quelle
etwa 15.000 bis 50.000), Friesen (etwa 50.000 bis 60.000), Sorben (etwa
60.000) und Sinti (etwa 70.000).