CENTRUM Wypedzonych , Israel za tym !!!

30.08.03, 21:19
Zdziwil mnie dzisiaj artykul M.Wolffsohna w „DIE WELT“, w ktorym wypowiada
sie za Centrum dla wypedzonych i to nie wszystko, - pisze o „wypedzonach“ w
samych superlatywach!
Uwaza, ze to wlasnie wypedzeni najwiecej do stabilizacji w Europie
przyczynili sie, bo oni juz 50-lat temu , a wiec bardzo krotko po ich
wypedzeniu, - zrezygnowali z mozliwosci przemocy , jaka by kiedys swoje
ojczyste tereny odzyskac mogli !
Pisze, ze Israel by sie zyczyl zamiast Palestynczykow wlasnie
takich „wypedzonych“ , bo ich taki sam los spotkal jak Palestynczykow , ale
calkiem inaczej zareagowali!
Byc moze „uosiolek trojanski“ Kwasniewski to przeczyta i sie zastanowi nad
swoja propozycja stworzenia tego centrum w SARAJEWIE!
Czy Kwasniewski juz cos z “profitem “ dla Polski zrobil, w historii nie
tylko klamca, ale takze krolem porazek zostanie !



www.welt.de/data/2003/08/30/161327.html
    • ballest Re: CENTRUM Wypedzonych , Israel za tym !!! 30.08.03, 21:21
      "Die Vertriebenen verdienen Vertrauen
      Warum ein jüdischer Historiker Erika Steinbachs Initiative unterstützt - Debatte
      von Michael Wolffsohn

      Soll das geplante Vertriebenen-Zentrum nach Berlin? Viele sagen "Nein!" Unter
      ihnen der Bundeskanzler und gewichtige Stimmen aus dem In- und Ausland. Manche,
      auch wirklich gute ausländische Freunde Deutschlands, sprechen gar von
      einer "Provokation". Die Argumente sind bekannt. Sie sind ernst zu nehmen, sie
      sind verständlich, sie sind geschichtlich und psychologisch nachvollziehbar.
      Keiner polemisiere gegen sie.


      Obwohl (oder gerade weil?) selbst Jude, war ich bereit, Mitglied des
      wissenschaftlichen Beirats jenes Vertriebenen-Zentrums zu werden. Gute Freunde,
      in- und ausländische, Israelis, Diasporajuden und Nichtjuden, kritisieren meine
      Entscheidung. Ihre Kritik nehme ich ernst. Ich bitte Folgendes zu bedenken:


      Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hatte mich darum gebeten, auch im
      Namen des vordenkenden SPD-Nachdenkers Peter Glotz. Geradezu zaghaft bat mich
      Frau Steinbach. Ob sie mir "das zumuten" könnte. "Warum nicht?" lautete meine
      Gegenfrage. Wer könnte ernsthaft was gegen ein von deutschen Vertriebenen
      betriebenes Zentrum einwenden? Ein Vertriebenen-Zentrum, in dem eben nicht nur
      an das Schicksal der eigenen, sondern auch und nicht zuletzt gleichgewichtig
      anderer Vertriebener global und nicht nur kontinental oder gar rein national
      gedacht werden solle? Ein Zentrum, geprägt und gedacht als Mahnung, als "Nie
      wieder!"-Appell, den doch sonst die besten der guten Deutschen lieben und der
      Welt aufdringlich selbstverliebt ins eigene Gutsein verkünden?


      Was sollte ich als Jude gegen Erika Steinbach einwenden? "Nazi" kann sie nie
      gewesen sein. Die Frau ist Jahrgang 1943. Dass sie der CDU angehört, mag andere
      stören. Ich höre, dass sie in Frankfurt am Main oft zu Veranstaltungen der
      jüdischen Gemeinde komme, dass sie als Nichtjüdin jahrelang aktiv in der
      jüdischen Frauenorganisation WIZO mitgearbeitet habe. Ich weiß, dass sie sich
      als Bundestagsabgeordnete vehement für intensive Beziehungen zum jüdischen
      Staat Israel einsetzt, obwohl diese Haltung nicht erst seit gestern
      wahltaktisch wenig Punkte bringt und auf der Hit-Liste traditioneller
      Vertriebener sicher nicht gerade oben stand. 1996 hielt ich in der Frankfurter
      Paulskirche eine für deutsche Vertriebene sicher nicht leicht zu verdauende
      Ansprache. Erika Steinbach war dabei und diskutierte mit mir danach. Getroffen,
      betroffen - aber offen, ehrlich, ringend, kritisch, selbstkritisch. Ich gebe
      weiter zu: Das Anliegen der deutschen Vertriebenen wurde mir nicht in die Wiege
      gelegt. Ich bin ein in Israel geborener und von der guten alten (!)
      Bundesrepublik Deutschland sowie von Israel und vom Judentum geprägter Bürger,
      deutscher Jude oder, wer's lieber mag, jüdischer Deutscher.


      Auch ich hatte früher oft den Eindruck, deutsche Vertriebene würden ihr Leid
      provokativ und egozentrisch absolut setzen, Ursache und Wirkung miteinander
      verwechseln. Gerade das kann ich am geplanten Vertriebenen-Zentrum nicht mehr
      erkennen.


      Bei aller mir geradezu angeborenen und dann erworbenen Distanz zur Sache, zu
      Personen und Aktionen deutscher Vertriebener hat mich zunehmend eine
      historische Einmaligkeit beeindruckt. Anders als fast alle anderen Vertriebenen
      dieser Welt haben sie unzweideutig auf Gewaltanwendung verzichtet. Schon vor
      mehr als 50 Jahren und nur kurz nach ihrer Vertreibung. Längst haben sich die
      Vertriebenen mit dem Status quo in Europa abgefunden. "Schlesien ist unser!"
      und Ähnliches gilt nicht mehr."
      • ballest Re: CENTRUM Wypedzonych , Israel za tym !!! 30.08.03, 21:22
        "Die Vertriebenen verdienen Vertrauen (2)

        Auf Grund meiner Herkunft und Prägung vergleiche ich die deutschen Vertriebenen
        oft mit den Palästinensern. Man stelle sich vor, die Palästinenser hätten nach
        1948, wie die deutschen Vertriebenen, bald auf die Anwendung von Gewalt bei der
        Wahrnehmung ihrer Interessen verzichtet: Israel und der dann längst vorhandene
        Staat "Palästina" wären irdische Paradiese. Ein solches ist Deutschland, ist
        Westeuropa. Das ist nicht das Verdienst der deutschen Vertriebenen oder gar
        ihrer Funktionäre, aber ganz unbeteiligt waren sie daran nicht. Selbst wo und
        wenn sie Ursache und Wirkung ihres Leids nicht immer richtig einordneten (ich
        drücke mich diplomatisch aus): sie haben auf Gewalt verzichtet und damit das
        Friedensfundament Europas gesichert. Der Gewaltverzicht der deutschen
        Vertriebenen ist eine der zivilisatorischen Grundlagen des heutigen Europa -
        nicht die unwichtigste. Sie verdienen dafür eine Art Friedensdividende in Form
        von Vertrauen. Sie verdienen Dank, wenngleich kritischen Dank als Motivation,
        so fortzufahren und weltweit Beispiel gebend wirken.


        Für alle Menschen, Einzelne und Völker, ist das eigene Leid, unabhängig von
        Ursache und Wirkung, subjektiv immer "am schlimmsten". Das Leid der Juden
        dürfte auch objektiv historisch zu den Schlimmsten der Menschheitsgeschichte
        gehören. Kaum noch zu zählen sind die Vertreibungen von Juden. Gerade als Jude
        leide ich daher mit, wenn ich bei Günter Grass von der Versenkung
        der "Gustloff" oder in Reinhard Jirgls "Die Unvollendeten" vom Leid deutscher
        Vertriebener lese. Ja: "Nie wieder!" Deshalb ein Vertriebenen-Zentrum. Nach
        Berlin, an den historischen Ort der deutschen Ursache mit weltweiter Wirkung
        und als Symbol deutscher Einsicht, Umkehr und daher als Signal.


        Der Autor lehrt als Professor an der Bundeswehrhochschule in München


        Artikel erschienen am 30. Aug 2003"
    • Gość: Hanah Centrum w Ramallah IP: *.kepno.sdi.tpnet.pl 31.08.03, 14:14
      Proponuje centrum wypedzonych zalozyc w Ramallah
      • ballest Re: Centrum w Ramallah 31.08.03, 23:27
        Wasz Kwasny zaproponowal Sarajewo!!!
        Ja uwazam, ze najlepiej w Baghdadzie, nie wiadomo, kto kogo tam wygoni, po
        rozpetaniu przez USA wojny domowej!
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