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Oscar-Gewinn mit oberschlesischem Akzent

IP: *.dip.t-dialin.net 25.03.03, 20:00
Oscar-Gewinn mit oberschlesischem Akzent

Die deutsche Regisseurin Caroline Link hat am 23. März für die
Romanverfilmung „Nirgendwo in Afrika" den in der Filmbranche begehrten Oscar
in der Kategorie bester ausländischer Film erhalten. Den Preis für die
Verfilmung von Stefanie Zweigs autobiographischem Roman „Nirgendwo in Afrika"
konnte die 38jährige wegen der Erkrankung ihrer kleinen Tochter Pauline
allerdings nicht persönlich entgegen nehmen. Caroline Link gewann mit ihrem
bereits vielfach ausgezeichneten Werk für Deutschland nach 24 Jahren wieder
einen Auslands-Oscar. "Die Blechtrommel" war 1980 in dieser Kategorie
ausgezeichnet worden.
Nach Meinung von Branchenexperten hat dem Film neben seiner künstlerischen
Qualität auch sein Thema zum Sieg verholfen. Erzählt wird die Geschichte
einer deutschen Familie jüdischer Konfession, die vor den Nationalsozialisten
aus ihrer oberschlesischen Heimat (Kreis Leobschütz) flüchtet und in das
ostafrikanische Land Kenia flieht und dort nicht nur mit einer völlig fremden
Welt, sondern auch mit ganz privaten Problemen fertig werden muß. 1947
verläßt die Familie Kenia und übersiedelt nach Westdeutschland.
Hier sind Hunger und Entbehrungen, Wohnungsnot und die urplötzliche
Konversion vieler Deutscher zu Judenfreunden an der Tagesordnung. Bald stellt
sich eine gewisse alltägliche Normalität ein und das Wirtschaftswunder kommt
in Fahrt. Zwischen den Erinnerungen und der Sehnsucht des Vaters nach dem
längst verlorenen, kräftig idealisierten Oberschlesien und der mitunter
prekären Gemütslage des zurückgekehrten jüdischen Exilanten, lernt die Tocher
ihren eigenen Weg gehen.
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Nakarm Pajacyka