Gość: fritz
IP: *.dip.t-dialin.net
19.07.03, 16:52
TEN Nalepa ma racje rozumie go
Rechtsextremistische Gewalt in Deutschland
Sie starben, weil sie anders aussahen, anders dachten, anders lebten Eine
Bilanz der vergangenen zehn Jahre
10/00
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Quariat
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Es gehört zur Problematik "rechter Gewalt", dass man mit dem Begriff das
Phänomen scheinbar nach Belieben aufblasen oder klein reden kann. Einerseits
ist nicht jeder brutale Überfall auf einen Ausländer "rechts", andererseits
ist ein erschlagener Obdachloser nicht schon deswegen "normales"
Gewaltopfer, weil die Täter darauf verzichtet haben, den Mord ideologisch zu
begründen. Ziel der vorliegenden Dokumentation ist es, die fatale und allzu
lange verdrängte Dimension dieses Terrors deutlich zu machen, ohne die Opfer-
Liste auf jeden vagen Verdacht einer Antifa-Gruppe hin zu verlängern. Somit
waren weder die offiziellen Feststellungen von Gerichten, Innenministerien,
Verfassungsschützern oder der Polizei ausreichend, noch waren - bei allem
Respekt vor deren Verdiensten in dieser Sache - die Zusammenstellungen
linker und antifaschistischer Organisationen kritiklos zu übernehmen.
Frankfurter Rundschau und Der Tagesspiegel haben vielmehr für die von beiden
Zeitungen gemeinsam erstellte Liste folgende Kriterien zugrunde gelegt:
Aufgenommen wurden Fälle, bei denen die Tat nachgewiesenermaßen aus rechten
Motiven (dazu zählt auch der Hass auf "Andersartige", "Fremde"
oder "Minderwertige") begangen wurde oder dafür plausible Anhaltspunkte
bestehen. Dazu kommen solche, in denen der oder die Täter nachweislich einem
entsprechend eingestellten Milieu zuzurechnen sind und ein anderes Tatmotiv
nicht erkennbar ist. Mehrere Dutzend Zweifelsfälle haben wir nicht
aufgeführt, so dass die tatsächliche Zahl der Opfer um einiges höher liegen
dürfte. An der Recherche und Aufbereitung der Fälle wirkten mit: Karl-Heinz
Baum, Jürgen Elsässer, Jörg Feuck, Detlef Franke, Michael Grabenströer,
Stephan Hebel, Peter Henkel, Iris Hilberth, Bernhard Honnigfort, Astrid
Hölscher, Frank Jansen, Heike Kleffner, Cordula Mäbert, Thomas Maron, Ingrid
Müller-Münch, Karsten Plog, Knut Pries, Helmut Schröder, Tobias
Singelnstein, Andreas Spannbauer sowie die Archive und Grafik von
Frankfurter Rundschau und Ta