cyniol
17.05.09, 23:10
zrozumialem tylko, ze tytul brzmi "Podroz do Zydolandu", Zydzi w Krakowie. Czy
moglibyscie w skrocie napisac o czym ten ciekawy zapewne artykul traktuje?
Ariadna-enta zarzucala mi w wykasowanym watku, ze mam biale myszki przed
oczami, ale Niemcy maja ten sam problem jak widac

))
Reise nach Zydoland
Von Henryk M. Broder, Krakau
Vor dem Krieg war jeder vierte Bürger von Krakau ein "Zyd", ein Jude. Heute
ist die Stadt ein Themenpark mit jüdischem Kitsch, jüdischer Folklore und
Nippes. Die letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde treffen sich dagegen in
der Suppenküche zum kostenlosen Mittagessen.
So jüdisch wie heute war Krakau noch nie. Rund 70.000 Juden lebten vor dem
Krieg in der Stadt an der Weichsel, sie machten etwa ein Viertel der
Bevölkerung aus. Heute zählt die jüdische Gemeinde genau 176 Mitglieder, es
sind vor allem ältere Menschen, die nicht sehr mobil sind.
Dennoch ist Krakau voller Juden, man sieht sie überall, in den berühmten
Tuchhallen auf dem "Rynek", dem historischen Herzen der Stadt, in den
Geschäften, den Souvenir- und Buchläden, den Galerien und Cafés. Man kann sie
auf den ersten Blick als Juden erkennen. Sie tragen einen Kaftan, den
schwarzen Gehrock, haben lange Schläfenlocken und große krumme Nasen im
Gesicht und einen Hut oder wenigstens die "Kippa" auf dem Kopf. Viele spielen
den ganzen Tag Geige oder Klarinette, allein oder in kleinen Gruppen, während
andere am Tisch sitzen und Geld zählen. Was sie auch tun, sie gehen typisch
jüdischen Tätigkeiten nach, sorgen für Umsatz und "Verweilung" (Unterhaltung).
www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,409793,00.html