madohora Re: Hubertus 02.11.12, 18:44 Bei der Schleppjagd verfolgt die Hundemeute eine Duftspur (Schleppe). Ein Mitglied der Equipage übernimmt die Rolle des Fuchses und legt die Schleppe. Nachdem die Spur gelegt wurde, sollte möglichst niemand mehr über die Spur reiten, bis die Hunde vorbei sind, da die Hunde dazu neigen, der frischesten Spur zu folgen. Die Meute wird von den Pikören der Equipage begleitet. Mit etwas Abstand folgen die Reiter dem Master in verschiedenen Feldern und überqueren dabei die Hindernisse. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 18:45 Jede Meute ist auf eine bestimmte Art von Schleppe, Scent genannt, trainiert. Das können die Trittsiegel des Schleppenleger-Pferdes sein[14], oder eine Duftstofflösung, welche der Schleppenleger aus einem Kanister an seinem Sattel tropfen lässt (siehe Bild mit Schleppenlegerin). Als Schlepplösung wird Wasser mit einigen Tropfen Duftstoff, beispielsweise Heringslake, Terpentin, Pansenlauge oder Anis verwendet.[15] Der Vorteil des künstlichen Scent ist, dass es kein üblicherweise vorkommender Geruch ist, die Hunde also nicht so leicht von ähnlichen Düften abgelenkt werden. Für eine auf Trittsiegel trainierte Meute, muss dafür kein Kanister mitgenommen werden. Häufig werden English Foxhound, Francais Tricolore, Beagles und Harrier verwendet. Die Meute gehört zu einem Meutenverein,[16] oder einem privaten Meutenhalter,[17] der die Hunde züchtet, ausbildet, trainiert und sich das ganz Jahr um die Hunde kümmert. Die Meutenhunde werden in Gruppen in Zwingern gehalten. Die Equipage trägt während der Jagd die Verantwortung für die Hunde. Wenn ein Hund dennoch zurückbleibt und ins Feld gerät, besteht die Gefahr, dass der Hund zwischen die Pferdebeine gerät. Fast alle Pferde vermeiden es von sich aus auf einen Hund oder einen Menschen zu treten, solange sie nicht auf der Flucht sind. Eine Meute soll laut und geschlossen jagen. Sie soll fremdhundesicher, schnell und spurtreu sein, das heißt, sie soll möglichst nur die gewünschte Schleppe verfolgen und sich nicht von Wildspuren, die immer wieder die Jagdstrecke kreuzen, ablenken lassen Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 18:45 Es wird im Schritt losgeritten, bis die Pferde warm sind. Auf geeignetem Gelände wird die erste Schleppe für die Hunde gelegt. Die Hunde werden noch von den Pikören im Kreis zusammengehalten, indem sie ihre Hetzpeitschen hin und her bewegen und damit einen imaginären Zaun um die Meute bilden. Wenn der Schleppenleger genügend Vorsprung hat, werden die Hunde frei gelassen und folgen mit Geläut (Bellen) der Schleppe. Wenn die Hunde sicher auf der Schleppe sind, wünschen sich die Reiter gegenseitig gute Jagd, und das Feld folgt den Hunden. Da Meutenhunde sehr schnell sind, wenn sie einer Spur folgen, wird eine Schleppe im zügigen Jagdgalopp geritten, solange das Gelände es zulässt. Auf der Schleppe befinden sich die Hindernisse. Am Ende der Schleppe sammeln die Piköre die Hunde wieder in einem Kreis. Die Hunde bekommen Wasser (Stopp). Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 18:47 Am Ende der Jagd auf dem Halali-Platz ziehen die Reiter den rechten Handschuh ab, schütteln sich gegenseitig die Hand und sagen dazu „Halàli Halàli“. Ursprünglich wurde nur mit dem Handschuh gewinkt, was auch den Vorteil hatte, Unfälle durch z. B. schlagende Pferde zu vermeiden. Die Reiter stellen sich im Kreis um Hunde und den Jagdherrn, der noch einige Worte zum Jagdtag spricht. Danach steigen die Reiter zum Dank an die Hunde ab, die männlichen Reiter ziehen die Kappe und die Hunde erhalten ihr Curée, meistens einige Rinderpansen. Jeder Reiter bekommt vom Jagdherren oder der Jagdherrin einen Bruch mit den Worten „Waidmanns Heil“ gereicht und nimmt ihn mit „Waidmanns Dank“ entgegen. Vor dem Hubertustag werden meist Eichenbrüche, nach dem Hubertustag dagegen Tannenbrüche verteilt. Jagdhornbläser blasen „Fuchs tot“ und „Halali“. Danach können die Reiter wieder aufsitzen und nach Hause reiten, und ihre Pferde und Hunde versorgen. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 18:48 Auch in England, Schottland, Wales, Irland, Frankreich, Polen, Amerika, Ungarn[18], Österreich[19] und den Niederlanden werden Schleppjagden durchgeführt. In der Schweiz gibt es dagegen bisher (2011) keine Schlepjagden. In Großbritannien werden für Schleppjagden vorwiegend Foxhounds und Bloodhounds verwendet. Der Schleppenleger startet ungefähr 20 Minuten vor dem Feld und legt die Schleppe mit einem mit Duftstoff getränkten Kaninchenfell, das hinterher geschleppt wird.[20] Die Bloodhounds folgen dann den Trittsiegeln des Schleppenlegers.[21] Foxhounds sind schneller, Bloodhounds hingegen spurtreuer und fallen außerdem durch ihre imposante Erscheinung auf. Die Meute wird vom Huntsman und den Pikören geführt. Es werden meist acht bis 15 Koppeln (Hundepaare) verwendet, während bei der traditionellen Fuchsjagd typischerweise 17 Koppeln verwendet werden. Es werden zwischen drei und sechs Schleppen gelegt, die je nach Gelände zwischen drei und acht Kilometer lang sind. Je nach Befinden von Pferd und Reiter kann zwischen den Schleppen die Jagd abgebrochen werden, wohingegen in Deutschland meist nur bei der großen Pause eine günstige Gelegenheit ist die Jagd abzubrechen. Die Jagdregeln sind gleich wie in Deutschland, zusätzlich werden junge Pferde, deren Verhalten im Jagdfeld noch nicht abschätzbar ist, mit einer grünen Schleife im Schweif gekennzeichnet.[22] Auch ist der Dresscode je nach Meute komplizierter als in Deutschland, da nicht nur die Farbe des Rockes, sondern zusätzlich noch Farbe der Knöpfe und des Kragens vorgegeben sind. Tweed-Jacketts sind für die meisten Gelegenheiten passend. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 20:48 Die Schleppjagd hat sich aus der Parfocejagd entwickelt. Die Parforcejagd ist die Hetzjagd mit Hunden und Pferden auf lebendes Wild. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde sie mit großem Prunk vom hohen Adel ausgeübt. Die fürstliche Parforcejagd kam durch die napoleonischen Kriege in Deutschland und Österreich zum Erliegen und es dauerte fast ein halbes Jahrhundert bis es wieder zahlreiche Meuten gab. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 20:50 In Großbritannien wurden die Hundemeuten durch Kriege nicht in diesem Masse beeinträchtigt. Der Ursprung der Schleppjagd liegt darum auch in Großbritannien. Eine traditionelle englische Fuchsjagd besteht aus stundenlangem Warten, bis die Hunde einen Fuchs ausfindig gemacht haben, dann folgt ein schneller Galopp mit vielen Sprüngen von einer Weide auf die nächste, bis der Fuchs entweder gestellt wird oder entwischt. Eine solche Verfolgung dauert meist nicht länger als eine halbe bis eine ganze Stunde. Dann muss wieder gewartet werden, bis die Hunde vielleicht noch einen weiteren Fuchs aufstöbern. Insgesamt geht ein solches Jagdmeeting ungefähr sechs Stunden. Wenn bei einer solchen Jagd schon mehrere Stunden verstrichen sind und die Hunde noch keinen Fuchs aufgestöbert haben, dann wünschen die zahlenden Jagdgäste einen schnellen Galopp. In einer solchen Situation konnte ein Pikeur unauffällig eine Schleppe zu einem Gebüsch legen und dort warten. Die Hunde wurden losgelassen, die Jagdgäste bekamen ihren Galopp und wenn die Jagd bei dem Dickicht endet, sagte der Pikeur, dass der Fuchs leider im Bau verschwunden sei.[24] Auch zum Einjagen der Hunde wurden Schleppen gelegt. Eine reine Schleppjagd-Meute wurde 1855 in Cambridge gegründet.[25] Seit dem Verbot der traditionellen Fuchsjagd in Großbritannien hat sich die Zahl der Schleppjagdmeuten ungefähr verdoppel Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 20:51 Die neugegründeten deutschen und österreichischen Meuten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren vorwiegend klein, sportlich und zweckorientiert. Sie waren in der Hand des Landadels, des Militärs und zunehmend auch des erstarkenden Bürgertums. Die Parforcejagd in der freien Landschaft war im dichtbesiedelten Deutschland des 19. Jahrhunderts kaum mehr möglich. Daher wurden meist mehrere Schleppen auf geplanten Routen gelegt, bevor dann zum Abschluss Kastenwild ausgesetzt wurde, das die Hunde in einem letzten Run stellen sollten. Kastenwild war Wild, das in einem Kasten transportiert wurde. Es wurde entweder in einem Wildpark aufgezogen, oder im Voraus eingefangen.[24] 1867 veranstaltete das Militärreitinstitut Hannover mit seiner Fox Hound Meute Schleppjagden.[28] 1886 gründeten Offiziere den Hamburg-Wandsbeker Schleppjagdverein.[29] In Hannover wurden vor dem ersten Weltkrieg Schleppen zur Ausbildung von Offizieren gelegt.[3] Die Kavallerie betrachteted die Jagd als sportliches Training für den Krieg. Diesem Bedürfnis kam die Schleppjagd entgegen: die Strecke war auf engem Raum planbar und konnte durch entsprechende Hindernisse beliebig schwer gestaltet werden Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 20:56 ährend des ersten Weltkriegs erlosch die Jagdreiterei und nur wenige Hunde überstanden den Krieg. Zwischen den Kriegen wurden zwar viele Meuten gegründet, die Kastenjagden setzen sich aber wegen der hohen Kosten nicht mehr durch. Stattdessen wurden vorwiegend Schleppjagden geritten.[24] Die Nationalsozialisten brandmarkten die Parforcejagd als ein Privileg des Adels. Verboten wurde die Parforcejagd auf lebendes Wild in Deutschland auf Initiative von Hermann Göring am 3. Juli 1934. Nach der Annexion wurde 1939 das Verbot auf Österreich ausgedehnt. Bernd Ergert, Direktor des Deutschen Jagd-und Fischereimuseums in München, sagt zu dem Verbot: „Die Adligen waren sehr erbost, aber sie konnten wegen des totalitären Regimes nichts dagegen unternehmen Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 21:01 Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Jagdreiterei erneut beendet. Wenige Meutenhunde überlebten den Krieg und wurden nach dem Krieg von den britischen und französischen Besatzungstruppen übernommen. Die Briten ritten Parforcejagden in der Lüneburger Heide, in der Gegend von Osnabrück und betrieben in der Senne eine Bloodhound-Meute. Die Franzosen jagten in der Zeit von 1949 bis 1952 in Württemberg (Rallye Wurtemberg mit 25 Koppeln Angelo-Poitevins auf Hirsche, Kennels bei Tübingen). Das Bundesjagdgesetz, das 1953 in Kraft trat, beendete die Parforcejagden der Besatzer Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 21:04 An Schleppjagden hatten die Briten und Franzosen kaum Interesse und nicht wenige ehemalige Besatzer-Hunde gingen in die sich langsam wieder neu gründenden deutschen Meuten ein: 1948 Hamburger Schleppjagdverein (Foxhounds), 1951 Niedersachsenmeute (Foxhounds), 1952 Rheinisch-Westfälischer Schleppjagdverein (Foxhounds), 1957 Beagle-Meute Lübeck, 1960 Cappenberger Meute (Foxhounds). Die Bloodhound-Meute in der Senne ging in deutschen Privatbesitz über. Nach dem Krieg wurden zahlreiche Fuschsschwanzjagden ohne Meute geritten. 1979 gab es in Westdeutschland wieder 14 Meuten und rund 60 000 Teilnehmer an Fuchs- und Schleppjagden Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 21:09 In der DDR gründeten sich bis zur Wiedervereinigung keine Meuten, da die dortigen Machthaber dies mit Anordnungen und gesetzlichen Regelungen verhinderten. Ab 1990 jagten die Black Forest Beagles als "Brandenburger Meute" in Brandenburg. Sie waren durch Teilung der Odenwald-Beagle-Meute entstanden. 1999 gründete sich die Geiseltal-Beagle-Meute mit den Hunden der Odenwald-Beagle-Meute und 2003 gründete sich die Mecklenburger Meute (Foxhounds). Seit 2006 findet hinter der Mecklenburger Meute alljährlich die Prominentenjagd „Rügen Cross Country“ statt. Jagdherr ist der Schauspieler Till Demtrøder. 2012 gab es in Deutschland 24 Meuten, die sich in der deutschen Schleppjagdvereinigung zusammengeschlossen haben und die Tradition der Schleppjagd pflegen. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 21:12 Die Beizjagd zu Pferde hat eine lange Tradition, sie wurde vom Mittelalter und bis in heutige Zeit ausgeübt. Der Falke wird üblicherweise auf der linken Hand getragen, es muss also einhändig geritten werden, was eine gute Ausbildung von Reiter und Pferd voraussetzt. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 02.11.12, 21:12 Eine andere Art des Jagdreitens ist das Bogenreiten, beziehungsweise das berittene Bogenschießen. Dabei wird mit Pfeil und Bogen vom Pferd aus, auch aus dem Galopp, geschossen. In der Vergangenheit waren Reitervölker mit Kompositbögen, wie die Skythen, Hunnen, Göktürken und Mongolen erfolgreich gegenüber gepanzerten europäischen Rittern. Auch die Jagd wurde vom Pferd aus mit Bögen ausgeübt. Außer dem japanischen Yabusame geriet das berittene Bogenschießen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit. In den 1980er Jahren wurde das berittene Bogenschießen in Europa als sportlicher Wettkampf wiederentdeckt. Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 09.11.12, 22:38 Był król na łowach Jeździł po borach W trąby grają Psy szczekają Po borach A wtem jeleń z oboczy Z złotym rogiem wyskoczy Król naciągnie cięciwy Pada jeleń nieżywy Na borach Król wesoło zakrzyczy Rwą się kundle ze smyczy Biegną strzelcy na łowach Po borach Po borach Na borach w wieńcu rogu złotego Obraz Syna Bożego W głowie wielka jasność Taka była zacność Obrazu świętego Wszyscy się zbiegli Razem poklęki Na górze onej Na górze zielonej Klasztor budowali autor nieznany Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 22.07.13, 19:15 Choć Hubertus dopiero w listopadzie Smutek mi się na policzku kładzie Przyznać to dzisiaj muszę Już nie wystartuję w Hubertusie Odpowiedz Link
madohora Re: Hubertus 30.10.13, 19:40 Ech to przecież pięknie święto Wino, bigos z miną uśmiechniętą Na nic zda się narzekanie Dziś Hubertusa znów mam w planie Po co mi smutek kurcze blade Znajdę miejsce gdzie sobie pojadę! Odpowiedz Link