Dodaj do ulubionych

juzajs uo Vandalach

25.10.09, 07:04
Artikuu we Kölnerstadt-Anzeiger:

Ausstellung
Vandalen waren besser als ihr Ruf
Von Sibylle Peine, 23.10.09, 21:37h

Die Geschichte hat es mit den Vandalen nicht gut gemeint. Ihr
schlechter Ruf ist legendär. Die große Karlsruher Ausstellung räumt
auf mit einigen Vorurteilen über Barberei und Verweichlichung.

Das Mosaik „Dame von Karthago“ aus dem 6. Jahrhundert. (Bild: BLK)

Das Mosaik „Dame von Karthago“ aus dem 6. Jahrhundert. (Bild: BLK)
Die Geschichte hat es mit den Vandalen nicht gut gemeint. Ihr
schlechter Ruf ist legendär. Vandalismus steht für blinde
Zerstörungswut. „Sie hausen wie die Vandalen“ ist zum geflügelten
Wort geworden. Doch waren die so übel beleumundeten Vandalen
wirklich so schlimm wie ihr Ruf? Das Badische Landesmuseum versucht
jetzt in einer großen Ausstellung dem Geheimnis dieses vielleicht
rätselhaftesten germanischen Volkes auf die Spur zu kommen. Im
Mittelpunkt steht dabei vor allem das Königreich der Vandalen in
Nordafrika.
Nach einer langen Wanderung, die sie aus dem heutigen Polen über den
Rhein bis nach Gallien und Spanien führte, gelang es den Vandalen im
5. Jahrhundert nach Christus, sich in Nordafrika zu etablieren. Als
Erben des römischen Imperiums regierten der berühmte König Geiserich
und seine Nachfahren dort von ihrer Hauptstadt Karthago aus etwa 100
Jahre lang, von 439 bis 533 nach Chr. Zeitweilig brachten die
Vandalen auch die Mittelmeerinseln Sizilien, Sardinien, Korsika und
die Balearen unter ihre Herrschaft. Erst die Oströmer bereiteten
ihrem Reich ein Ende.

Die Fundstücke, mit denen die Ausstellung in Karlsruhe glänzen kann,
stammen aus Tunesien und bedeutenden europäischen Museen. Wertvoller
Schmuck, Skulpturen und Mosaiken sind zu sehen, dazu Tafelgeschirr
wie der berühmte Silberhortfund aus Karthago, aber auch die
Nachbildung einer vornehmen Villa und eines Taufbeckens. All diese
Exponate vermitteln den Eindruck einer hoch entwickelten römischen
Kultur. Die Frage ist nur: Was an ihnen ist spezifisch vandalisch?
Auch den Wissenschaftlern fällt es schwer, darauf eine Antwort zu
finden. Die Vandalen haben nämlich von dem Moment an, in dem sie
Afrika betraten, die überlegene römische Zivilisation absorbiert und
ihre eigenen Traditionen schnell aufgegeben. Vielleicht kein Wunder,
denn mit etwa 80.000 Männern und Frauen waren sie gegenüber den zwei
bis drei Millionen Provinzialrömern klar in der Minderheit.

Kein krasser Kulturbruch

Anders als früher behauptet gab es mit dem Ende der römischen
Herrschaft keinen krassen Kulturbruch. Die neuen Herren Nordafrikas
übernahmen nicht nur die Herrschaftstrukturen ihrer Vorgänger, sie
passten sich auch in ihrer Lebensweise an. Bei ihrer Ankunft
übernahmen die Vandalen einfach die Häuser der römischen Oberschicht.

Nur wenige Fundstücke stehen in ganz eindeutigem Zusammenhang mit
den Vandalen in Nordafrika. Dazu gehört etwa aus Karthago das
Grabmosaik des Vilimut, zweifelsfrei ein vandalischer Name, sowie
spärlich erhaltene Inschriften, die auf die Vandalen-Könige
Geiserich, Gunthamund und Thrasamund verweisen. Die letzen vier
vandalischen Könige ließen sich immerhin Münzen mit ihrem Profil und
Namen prägen. Ein besonders wertvoller Schatz ist die Silberschale
des Gelimer, „König der Vandalen und Alanen“, das einzige Objekt,
das mit dem persönlichen Besitz eines Vandalenkönigs in Verbindung
gebracht werden kann. Sie wurde in Italien gefunden, wohl ein
Beutestück der Oströmer bei der Eroberung Karthagos.

Die Archäologie bestätigt, was schon der Chronist Prokop behauptete:
Dass die Vandalen römisch lebten. Prokop, ein oströmischer
Geschichtsschreiber, fand das jedoch keineswegs lobenswert, vielmehr
geißelte er den verweichlichten Lebensstil der Germanen: „Denn seit
der Eroberung Libyens nahmen ja sämtliche Vandalen Tag für Tag warme
Bäder und hatten ihre Tafel mit den schmackhaftesten und besten
Speisen besetzt, was Land und Meer eben bieten.“
Zudem „veranstalteten sie bei jeder Gelegenheit Trinkgelage und
übten sich in allen Arten von Liebesgenuss“. Dies Bild der
verweichlichten Vandalen, die daran folgerichtig untergehen mussten,
hat überdauert.

Negativimage der Vandalen

Es steht im krassen Widerspruch zu dem anderen Negativimage der
Vandalen, ihrer angeblichen Barbarei und Grausamkeit. Wodurch hatten
sie sich diesen Ruf erworben? Bei ihrem Zug durch Gallien waren sie
immerhin durch Raubzüge unangenehm aufgefallen. „Ganz Gallien
rauchte wie ein einziger Scheiterhaufen“, schrieb Bischof Orientus
von Augusta entsetzt. Allerdings hatten die Vandalen jener Jahre,
die mit Sueben und Alanen plündernd nach Süden zogen, nur wenig
gemein mit den kultivierten Vandalen aus der Zeit des
nordafrikanischen Königreichs. Dem Ruf der Vandalen abträglich war
auch die Plünderung Roms im Jahre 455 n. Chr. durch die Truppen
König Geiserichs. Was den Vandalen vermutlich am meisten geschadet
hat, war die Verfolgung von Katholiken vor allem unter ihrem König
Hunerich (484 nach. Chr.). Im Gegensatz zur katholischen
Bevölkerungsmehrheit in ihrem Königreich waren die Vandalen nämlich
Arianer. Sie sahen Jesus nicht als gottgleich, sondern nur als
gottähnlich an. König Hunerich verfügte die Zerstörung von Kirchen
und die Verbannung von Priestern.

Es war das Pech der Vandalen, dass alle heute noch erhaltenen
Berichte über sie nur von ihren Gegnern stammen. Wir kennen die
Geschichte nicht aus ihrer Sicht. Das kann die Archäologie nur
teilweise wiedergutmachen.

i juzajs bouo jym za ciynsko napisac, ze pochodzom ze Slonska!
Obserwuj wątek
    • ramon6 Re: juzajs uo Vandalach 25.10.09, 07:14
      a tukej moj krotki Leserbrief:
      • ramon6 Re: i jednak! 27.10.09, 18:22
        moj Lesebrief wydrukowany.
        Uopuacou sie pisac do cajtongow

        Startseite » Leserkommentare Leserkommentare« zurück zum Artikel
        alle ausklappenalle zuklappenVandalen waren besserals ihr Ruf
        25.10.2009, 07.12 Uhr, Ramon6
        Habe Ihren Artikel mit sehr viel Interesse über die Ausstellung
        über die Vandalen gelesen, da Sie darin einen Teil der Geschichte
        Schlesiens beschreiben.
        Will hier nur darauf hinweisen, dass die Vandalen nicht aus Polen
        (dieses Land gab es 439 n Ch. noch nicht) sondern aus Schlesien.
        In Schlesien finden sie noch heute Namen von Bergen, Flüssen und
        Fluren, die eindeutig auf die Vandalen zurück zu führen sind.
        • sloneczko1 Re: i jednak! 27.10.09, 18:26
          cieszy i mie to,że to napisali Ramonie:)
          • ramon6 Re: i jednak! 27.10.09, 18:43
            a mie cieszy ze jeszcze tukej swiycisz;)

            niewia eli to cojsik dou, ale myjsla ze cza na kouzdy Artykuu, abo
            audycja nasze slonske piync groszy ciepnonc, zeby nous barzi bouo
            suychac.

            Nicht der Weg ist das Schwere, sondern das Schwere ist der Weg
            • sloneczko1 Re: i jednak! 27.10.09, 18:47
              moszt recht :)
Inne wątki na temat:

Nie masz jeszcze konta? Zarejestruj się


Nakarm Pajacyka