arnold7
10.07.04, 13:55
hier sind die Informationen zu den einzelnen Orten:
Von der Ortschaft Bismarckhuette sagt die Chronik 1917:
Bismarckhuette, 24 589 Einwohner, Amts- und Gemeindevorsteher Buergermeister
Fuhrmann, kath. Kirche in Bismarckhuette, Pfarrer Schwierk, evangelische
Kirche in
Schwientochlowitz, katholische Schulen, 1 evangelische Schule und 1
Hilfsschule mit
61 Lehrern und 21 Lehrerinnen, 1 Gewerbliche Fortbildungsschule mit 2o
Klassen.
Rektoren: Steuer, Patermann, Radwan, Altmann, Mittmann. Hauptlehrer:
Scholz, Stark.
Von der Ortschaft Bismarckhuette sagt die Chronik 1917:
Bismarckhuette, 24 589 Einwohner, Amts- und Gemeindevorsteher Buergermeister
Fuhrmann, kath. Kirche in Bismarckhuette, Pfarrer Schwierk, evangelische
Kirche in
Schwientochlowitz, katholische Schulen, 1 evangelische Schule und 1
Hilfsschule mit
61 Lehrern und 21 Lehrerinnen, 1 Gewerbliche Fortbildungsschule mit 2o
Klassen.
Rektoren: Steuer, Patermann, Radwan, Altmann, Mittmann. Hauptlehrer:
Scholz, Stark.
Behörden: Amtsgericht, Amtsrichter Dr. Peltason (Aufsichtsrichter), Herzmann
(Amtsgerichtsrat), Dr. Maass, Mende, Grünbaum, Scherner, Neugebauer,
Milowski, Hildebrand, Schindler, Stanske, Laschinsky.
Rechtsanwälte und Notare: Justizraete Berger, Schoekiel, Kosterlitz.
Rechtsanwälte: Romann, Lachmann, Dr. Schäfer, Scheffs, Bartlau, Dr.Hübner,
Kochmann.
Kgl. Kreisschulinspektion 1: umfassend den Stadtbezirk Königshütte.
Kgl. Kreisschulinspektion II: umfassend die Schulen in Schwientochlowitz,
Charlottenhof, Lipine, Neu-Heiduk und Bismarckhütte.
Bergrevier Königshütte: Bergrat Rensch.
Berginspektion 1: Bergwerksdirektor Oberbergrat Wiester.
Berginspektoren: Steinhoff, Spinn, Rischel. Bergassessoren: Dünkelberg,
Gössmann, v. Damm
Bogutschuetz 1864
Das Rittergut ist ein Bestandteil der Herrschaft Myslowitz, das 1839 an
Herrn von Winckler verkauft wurde. Es umfaßt 425 Morgen Acker, 157 Morgen
Wiese, 31 Morgen Hutung, 3 Morgen Garten und 6oo Morgen Wald.
Das Kirchdorf zählt 11 Bauern, 17 Halbbauern, 24 Freigaertner, 12
Halbgaertner
und 72 Haeusler mit einem Grundbesitz von 1162 Morgen Acker, 20 Morgen
Garten, 18 Morgen Hutung und 200 Morgen Wiese.
Bestandteile der Gemeinde sind:
1.Kolonie Zawodzie an der Kattowitz-Myslowitzer Chaussee;
2.Weiler Koschutka an der Kattowitz-Siemianowitzer Chaussee;
3.die 18o1 beliehene Steinkohlengrube ?Ferdinand? der Gutsherrschaft
gehoerig;
4.die Franz-Zinklzütte, 1828 errichtet, der Gutsherrschaft gehoerig;
5.die Auguste-Zinkhuette, 1839 errichtet, der Gutsherrschaft gehoerig;
6.die Norma-Zinkhuette, 1843 errichtet, dem Commerzienrat v. Loebbecke zu
Breslau gehoerig;
7. die Kunigunde-Zinkhuette? 1843 errichtet, den Gebruedern Rau zu Breslau
gehoerig.
Es befindet sich hier eine katholische Mutterkirche, eine Filialkirche und
eine Kapelle, an welchen ein Pfarrer und ein Kaplan fungieren. Auch eine
zweitklassige Pfarrschule ist am Orte. Pfarrer Markefka hat hier ein
katholisches Waisenhaus für Kinder beiderlei Geschlechts gegründet, welchem
Schwestern vom Orden des hl. Borromäus vorstehen.
Zalenze 1864
Das Rittergut, den Graf Moltkeschen Erben gehörig, hat einen Flaecheninhalt
von 1200 Morgen Acker und Wiese, 15 Morgen Wald und 100 Morgen Unland.
Das Dorf zählt 23 Großgärtner, 23 Kleingärtner und 64 Haeusler mit einem
Grundbesitz von 900 Morgen Acker, 2oo Morgen Wiese und 15 Morgen Hutung. Es
wird hier Eisenstein und Muffelthon gefördert. Die Viktoria-Zinkhuette wurde
1840 erbaut und gehört dem Commerzienrath Kramsta in Freiburg. Die
Johanna-Zinkhuette wurde 1820 als Glashuette errichtet, dann in eine
Zinkhuette verwandelt, spaeter abgetragen und endlich durch den
Rittergutsbesitzer Freund in Zalenze wieder aufgebaut. Die Kombinierte
Viktor- und Charlotten Kohlengrube versorgt lediglich diese beiden
Zinkhuetten. Die Kleophas-Kohlengrube gehoert der Graefin
Schaffgotsch-Godulla.
Eine katholische Schule mit 311 Kindern ist am Orte. Zalenze liegt an der
Oberschlesischen Eisenbahn, sowie an der Straße zwischen Kattowitz und
Beuthen und hat Verbindung mit Beuthen, Kattowitz, Myslowitz und Nikolai.
Kattowitz (1917). Gut mit Südpark, Muchowietz, Karbowa, Koschutka,
Marthahuette. Kath. Kirche und evg. Kirche in Kattowitz. Eingeschult in
Kattowitz und Bogutschuetz. Gutsbesitzer Kattowitzer AG. für Berg- und
Eisenhuettenbetrieb zu Schloß Kattowitz. 1 500 Einwohner
Bogutschuetz (1917). Gemeinde mit Karolinengrube, Koschutka,
Kunigundehuette, Zawodzie, Ferrum, Karbowa. Katholische Kirche am Ort,
Pfarrer Skowronek. Evangelische Kirche Kattowitz. 4 katholische Schulen mit
70 Lehrern. Rektoren: Klimas, Fieweger, Kirsch und Gawron. 1 evangelische
Schule, Hauptlehrer Haupt und 2 Lehrer. Private kath. Waisenhausschule mit 3
Lehrern. Gemeindevorsteher Dr. Sobawa. 22 852 Einwohner
Ferdinandgrube, Bergwerksdirektor Edelmann.
Schwientochlowitz (1830)
Die älteste Ortsbeschreihung von Schlesien (1830 - J. G. Knie) besagt
darüber lapidar: Dorf, Allodium von Karl Graf Henckel von Donnersmarck, 55
Häuser, 1 Vorwerk, 1 Schäferei, 300 Einwohner (evg. 15, jüd. 7), Kirche zu
Beuthen, 1 Wassermühle, 1 Steinkohlengrube ?Mathilde?.
Mehr darüber zu sagen hat 1864 Felix Triest in seinem ?Topographischen
Handbuch von Oberschlesien?. Danach besteht Schwientochlowitz aus dem
Rittergut mit den Vorwerken Schloß-Vorwerk und Charlottenhof und dem Dorfe.
Seit dem 17. Januar 1790 ist das Rittergut, das früher aus den Anteilgütern
Ober-, Mittel- und Nieder-Schwientochlowitz bestand und drei verschiedenen
Besitzern gehörte, zusammengelegt worden und in den Besitz von Joseph von
Lippa gelangt. Vermöge Vertrag vom 25. Oktober 1817 hat Joseph von Porembski
Schwientochlowitz für 31 000 Thaler erstanden. Mittels Vertrag vom 9.
Oktober 1828 hat Graf Lazarus Henckel von Donnersmarck diesen Besitz von dem
Vorbesitzer Emil von Rheinbaben für 41 000 Thaler erkauft und ihn am 7.
Oktober 1850 seinem Sohne, dem Grafen Guido Henckel von Donnersmarck auf
Neudeck, überlassen.
Schwientochlowitz wird von Ober-Heiduk, Kochlowitz, Beuthen-Schwarzwald,
Chropaczow und Mittel-Lagiewnik begrenzt.
Das Rittergut hat 952 Morgen Acker, 67 Morgen Wiese, 8 Morgen Garten, 155
Morgen Hutung und 361 Morgen Wald, zusammen 1543 Morgen; die Gemeinde hat
750 Morgen Acker, 20 Morgen Wiese und 13 Morgen Garten, zusammen 783 Morgen.
Total der Gemarkung: 2326 Morgen. Das Dorf zählt 21 Freigärtner, 18
Großhäusler, 29 Kleinhäusler und 45 Leerhäusler. Die Vegetation tritt hier
überall sehr spät ein.
Die Feldmark wird von Westen nach Osten von der oberschlesischen Eisenbahn
durchschnitten und enthält eine Eisenbahnstation. Im Gemeindebezirk befinden
sich außer dem vorstehend dargestellten Hauptort noch folgende wichtige
Bergwerks- und Hüttenbetriebe:
Der das westliche Feld der landesherrlichen Königs-Steinkohlengrube
aufschließende Jacobsschacht, in dem 144 000 To Stueckkohlen und 156 000 To
Kleinkohlen gefördert wurden. Belegt ist die Grube mit 230 Arbeitern, die
150 Frauen und 300 Kinder haben.
Die Franz-Steinkohlengrube? zu gleichen Teilen im Besitz der Frau Johanna
Schaffgotsch und der Schlesischen AG für Bergbau und Zinkhüttenbetrieb.
Gefördert und lediglich zum Betriebe der der Schlesischen AG gehörigen
Zinkhütten verwendet wurden 48 10 To. Stück- und 19028 To. Kleinkohlen.
Belegt ist die Grube mit 72 Arbeitern, die mit ihren Familienangehörigen 170
Seelen repräsentieren.
Das Eisenhüttenwerk Betlem-Falvchütte, im Jahre 128 vom Grafen Lazarus auf
dem von ihm erkauften Spinczykschen Mühlengrundstück gegründet, besteht aus
einem Hochofenwerk mit 2 Hochöfen, aus einem Walz- und Puddlingswerk mit
einer Luppen- und einer Feineisenwalzstrecke, 10 Puddelöfen, 6 Schweißöfen
und einem Drehwerk. Erzeugt wurden 29 263 Ztr. Stab- und Schmiedeeisen von
120 Arbeitern, die 319 Frauen und Kinder haben. Ferner ist dort eine
Koksanstalt mit 28 eschlossenen Koksöfen und
Die Chamotte-Ziegelei, 1861 von dem Hauptmann a. D. G