Rudolf Herrnstadt

10.02.09, 18:09
Rudolf Herrnstadt: Anwaltssohn, Jude, Spion der Roten Armee - und
größter Journalist der DDR. Bis er in Ungnade fiel.
Anwaltssohn aus Gleiwitz, Jude, Studienabbrecher, gescheiterter
Dramatiker, Kommunist – der bestangezogene seiner Zeit –, Spion der
Roten Armee, bald auch Kandidat des Politbüros der SED. Die Berliner
Stalinallee würde seine Idee sein ...

www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite-Irina-Liebmann;art705,2495043
    • szwager_z_laband Re: Rudolf Herrnstadt 10.02.09, 18:17
      Rudolf Herrnstadt (1903-1966), Journalist, (KPD), 1945 erster
      Chefredaktuer der Berliner Zeitung.

      Zitat Walter G. Oschilewski: Rudolf Herrnstadt, Jahrgang 1903, einer
      der reichsten Familien Schlesiens entstammend, war zweifellos eine
      der interessantesten Erscheinungen unter den wenig elitären
      Journalisten der KPD- bzw. der SED-Presse. Er arbeitete vor und nach
      Hitler (zumindest bis 1936) als Korrespondent des "Berliner
      Tageblatt" in Warschau. In der Sowjetunion machte er sich als
      Mitteleuropa-Referentim Geheimen Nachrichtendienst der Roten Armee
      nützlich, wurde dann 1943 Mitbegründer des Nationalkomitees "Freies
      Deutschland" und ziemlich autokratischer Chefredakteur dessen
      gleichnamiger ... Zeitung in Moskau. Chefredakteur der "Berliner
      Zeitung" blieb Herrnstadt bis 1949, um danach die Leitung des SED-
      Organs "Neues Deutschland" zu übernehmen. Sein Stellvertreter war
      der ehemalige Korrespondent der "Vossischen Zeitung", Georg
      Honigmann ?, seit 1963 Direktor des Kabaretts "Die Distel". In der
      SED-Hierarchie stieg Herrnstadt bis zum Mitglied des ZK und zum
      Kandidaten des Politbüros auf, bis zum "Abweichler" diffamiert und
      im Juli 1953 mit Wilhelm Zaisser, dem Staatssicherheitsminister,
      ausgeschaltet wurde. Man machte Herrnstadt und Zaisser, beide von
      hervorragender Intelligenz, den Vorwurf, die Opposition gegen Walter
      Ulbricht als "parteifeindliche Fraktion" im Politbüro angeführt zu
      haben. Beide Frondeure setzten nach Stalins Tod im März 1953 auf die
      Malenkow-Berija-Semjonow-Gruppe, die einen neuen Kurs in der
      verkrusteten Deutschlandpolitik steuern wollte; insofern spiegelte
      sich der Machtkampf in Moskau auch in Berlin wider. (Walter G.
      Oschilewski: Zeitungen in Berlin, Haude & Spenersche
      Verlagsbuchhandlung, Berlin 1975, ISBN 3775901590 , S. 228).
      Ab September 1953 ist Herrnstadt zur Arbeit in der Zweigstelle
      Merseburg des Deutschen Zentralarchivs abgeschoben, und der
      Machtkampf zwischen Walter Ulbricht und der "parteifeindliche
      Fraktion Herrnstadt-Zaisser" findet sein vorläufiges Ende am 22. und
      23. Januar 1954. Auf der 17. Tagung des ZK der SED werden Herrnstadt
      und Wilhelm Zaisser aus der Partei ausgeschlossen, Anton Ackermann
      und Franz Dahlem werden "strenge Rügen" erteilt, Hans Jendretzky und
      Elli Schmidt erhalten jeweils eine "einfache Rüge".
      • ballest Re: Rudolf Herrnstadt 11.02.09, 09:14
        www.moikrewni.pl/mapa/kompletny/herrnstadt.html
        www.verwandt.de/karten/absolut/herrnstadt.html
        www.verwandt.at/karten/absolut/herrnstadt.html
        ;)
        • szwager_z_laband Re: Rudolf Herrnstadt 11.02.09, 10:06
          tos to dobrze wydedukowou;)
          • ballest Re: Rudolf Herrnstadt 11.02.09, 12:54
            Jak myslisz. kaj uoni w Glywicach mieszkajom?
            • szwager_z_laband Re: Rudolf Herrnstadt 11.02.09, 12:57
              jak na ta mapa pacza to misie zdo ize pod Glywicami
              • ballest Re: Rudolf Herrnstadt 11.02.09, 12:58
                Godosz w Zernikach?
                • hanys_hans Re: Rudolf Herrnstadt 11.07.09, 10:15
                  https://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/ciu/7b/a1/16cb012912a0f374f0ecd110.L._AA240_.jpg
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