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10.11.03, 19:18
Überschuldung als Armutskrise
Unter Überschuldung wird die Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen
verstanden, die zu einer wirtschaftlichen und psychosozialen
Destabilisierung der Betroffenen führt. Überschuldung ist ein Ausdruck von
Armut. Besonders häufig ist dabei die primäre Verschuldung (z.B. Miet-,
Energie- und Telefonschulden) und die Kreditverschuldung (insbesondere bei
Kreditinstituten und im Handel). Überschuldete Haushalte können mit ihren
laufenden Einkommen (nach Auflösung ihrer Reserven) den
Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig nachkommen, selbst wenn sie
ihre Lebenshaltung einschränken. Sie geraten in eine ernste
Unterversorgungslage, sind im alltäglichen Leben eingeschränkt und Stress
sowie psychischem Druck ausgesetzt