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07.01.06, 21:18
"Unternehmer Thomas Ludwig
In Deutschland sind die Kirchen klamm, die Steuereinnahmen sprudeln nicht
mehr so üppig weil ihnen die Mitglieder davonlaufen. Die Folge: weniger
Einnahmen und somit auch weniger Ausgaben. Deshalb schrumpft auch der Markt
für Händler von Kirchenbedarf. Nicht so für den Marktführer Carl Ludwig in
München. Der Gründerenkel Thomas Ludwig trat die Flucht nach vorne an und
verkauft nun Kirchenbedarf per Internet in die ganze Welt.
Absatzmärkte im Ausland
Zum Kundenstamm zählen 9.000 Pfarreien in ganz Deutschland. Doch weil sie
immer weniger Geld haben, sucht das Traditionsunternehmen nach neuen
Absatzmärkten und die liegen im Ausland. Angefangen hat alles im
oberschlesischen Neisse. Vor genau 100 Jahren gründete Carl Ludwig dieses
Unternehmen. Nach dem Krieg begann er mühsam in Bayern den Wiederaufbau
seiner Firma, die sein Sohn Karl-Heinz nach München verlegte. Der heute 76-
jährige begann Kataloge zu drucken und verschickte sie an Pfarreien und
Klöster im ganzen Land. Mit Erfolg, denn so konnte 1993 Gründerenkel Thomas
von seinem Vater Deutschlands größten Kirchenausstatter übernehmen.

Vom Altar bis zum Teppich
Den größten Teil seines Umsatzes macht das Unternehmen über den
Versandhandel. Auch wenn jetzt im Sommer keine Hochsaison ist, von Flaute ist
bei den Damen in der Bestellannahme keine Spur. Verschickt werden müssen
Jesuskinder, Brothostien oder auch Messwein. 10.000 verschiedene Artikel für
den Kirchenbedarf lagern bei Ludwig in München. Das Unternehmen könnte
komplette Kirchen ausstatten, vom Altar bis zum Teppich.

Vertriebsweg Internet
Ist die Anschaffung hochwertiger, kommt die Kundschaft gerne persönlich
vorbei in Obergiesing. Schließlich wollen viele das gute Stück vorher schon
mal in der Hand gehabt haben und auch mit der Verkäuferin feilschen. Für
Thomas Ludwig ein ganz normaler Vorgang. Der 44-jährige hat sich einen
weiteren Vertriebsweg erfolgreich aufgebaut - über das Internet. Der quirlige
Gründerenkel gibt sich mit schrumpfenden Märkten nicht zufrieden und hat
seinen Onlineshop ins Englische übersetzt. Seine Hoffnung: Amerika und Asien,
denn dort boomt der Kirchenbau."



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Nakarm Pajacyka