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Fussball mit Menschenköpfen...

19.11.06, 20:54
Die drei Tage als Gott Gottesdorf vergessen hat.
von Werner I. Juretzko

Einer riesengrossen von Horizont zu Horizont sich ausbreitenden Palette gleich
mit grellen gelben Farbkleksen, verstreut zwischen den saftig grünen Flächen,
entfaltet sich rechts und links die polnische Staatsstrasse 49 vor meinen Augen.

Die grellgelben Flächen sind Rapsfelder in voller Blüte an diesen Tagen im
frühen Monat Mai. Sanft, als ob sie jedem grösseren Berg vor sich ausweichen
möchte, schlängelt sich die 49 von Raciborz (Ratibor} nach Oppeln (Opole)
durch die Dörfer Niederschlesiens. Nahe der Stadt Opole {Oppeln} plötzlich
hoch aus der Ebene gen Himmel ragend, zeigt sich der weisse Kirchturm eines
schmucken Dorfes. Das Namensschild an der Ortseinfahrt zeigt den Namen
Boguszyce - das frühere Gottesdorf. Ebenfalls der Amtsitz für die
Pfarrgemeinde der Dörfer Glockenau und Oderfelde. Die Geschichte überliefert
dass, in einigen der letzten Jahrhunderte, die verstreuten Gehöfte hier zu
Dörfern wurden und die Menschen hier in Frieden Gott lobten und dienten. Ja,
sogar einem dieser Orte hier in tiefer Ehrfurcht seinen Namen gab.

Als Pfarrer Walloschek am Vorabend des 26. Januar 1945 seine 1200 Seelen der
Pfarrgemeinde zum flehenden Bittgesang rief und aus hunderten Kehlen der
Hilferuf zum Himmel herauf ausging : "Grosser Gott wir loben dich ,Herr wir
preisen deine Stärke…….." ahnte niemand das am östlichen Ufer der Oder,
Marschall Shukov die Rote Armee zum Grossangriff rüstete.
Zum Todesstoss auf Deutschland!

Das apokalyptische Inferno welches für drei Tage über diese Gemeinde
losbrechen wird, war reif zum Platzen und die Stellen wo heute; die so sanft
im Winde sich wiegenden grellgelben Rapsfelder um den Kirchturm herum sich in
rote Ströme von Blutlachen der nahe 500 abgeschlachteten Pfarrkinder
verwandeln werden.

Einige der Männer welche am Vorabend noch voller Mitleid auf den Gekreuzigten
blickten, blicken heute selbst gekreuzigt, festgenagelt an Scheunentoren mit
dem letzten Röcheln ihres Lebens zum Himmel um Gnade flehend. Eine Gnade die
nirgends zu sehen ist . Nur die Spitzen der rohgeschliffenen, vierkantigen
russischen Bajonette die in Wellen durch die einzelnen Gehöfte mordend ziehen
und alles was in deutscher Sprache um Gnade winselnd fleht, blutrünstig zu
Tode verstümmelt - zerstückelt - zerhackt !

Der Holocaust hat in Gottesdorf, Glockenau und Oderfeld begonnen.

Die jetzt vom Blutrausch besessene, vom Alkohol besoffene und im
unaussprechlichen Deutschenhass angetriebene sowjetische Soldateska verwandelt
in die Wirklichkeit den von Ilya Erenburg verfassten und von Stalin in seinem
Tagesbefehl # 51 erlassenne Direktive :……"Ruhmreicher Sowjetsoldat, du hast
deutschen Boden betreten. Töte - Plündere - Vergewaltige ! Töte das ungeborene
Kind im Leibe der faschistischen Bestie…."

Tag und Nacht werden die Hälfte der Bewohner geschlachtet. Die Frauen
vergewaltigt, danach ihre Unterleiber aufgeschlitzt. Schüsse fallen nur
wenige. Der Tod wäre zu schnell. Bajonette und Gewehrkolben bringen einen
längeren, mehr qualvolleren Tod.

Pfarrer Franziskus Walloschek stirbt ebenfalls einen qualvollen Tod . Mit der
einzigen Waffe in der Hand die er je kannte, dem Rosenkranz, auf den das Blut
der durchgeschnittenen Kehle tropft.

Drei Tage wüten sie, die Rotarmisten, wie von den Grabsteinen die jetzt die
polnische Regierung aufzustellen erlaubt, zu ersehen ist, welche alle den 28,
29, und 30 Januar 1945 zeigen.

Die meisten Männer sind beseitigt. Jetzt kommen die Frauen dran. Aus den
Häusern hört man erst das Schreien der Frauen, dann das Wimmern und zum
Schluss der Schuss.

Aus einigen Häusern sind manchmal die Töne der Balaleikas zu vernehmen. Dann
spielen die Russen ihre vom Heimweh, fern der Heimat klingenden Waisen der
"Kalinika","Wolga,Wolga" oder das so herzaufwühlende, melancholisch fast
Tränen hervorbringende Lied " Wjetscherne Zwon" {Abendglocken am Don}.
Towarischi, heute noch trinken und singen wir, morgen ist ein neuer Tag. Am
westlichen Horizont sind noch viele Gottesdörfer zu finden ! Wir müssen diese
noch alle befreien !
Trinkt, singt ihr ruhmreichen " heldenhaften Rotarmisten ".
Die Dorfstrasse von Gottesdorf - von rechts nach links durch beide Gossen
watend, torkelt der siegestrunkene, besoffene Rotarmist. Auf der Spitze seines
Bajonetts einen abgeschnittenen Busen aufgespiest paradierend und singt
gröllend ein Lied. Angefeuert von dem Beifall seiner Genossen, gröllt er noch
lauter.

"Ich glaube, als die hier in Gottesdorf mordeten, musste der liebe Gott gerade
auf die andere Seite der Welt geguckt haben" sagte eine Überlebende des
schlesischen Holocaust.

Als sie das sprach, wollte sie weinen aber ihre Augen hatten keine Tränen mehr !

Der in jenen Tagen 13 jährige Franz Wojcek aus Zlinic {Glockenau} errinnert
sich noch sehr gut an den Blutrausch der russischen Soldateska." Sie können
ruhig meinen Namen schreiben" sagt er, mit einem Gesicht, aus dem heute noch
der Schrecken zu lesen ist .
Auf der Dorfstrasse in Gottesdorf, spielten die Russen Fussball mit den
abgehackten Köpfen der Deutschen.
Inschrift auf dem Kriegerdenkmal in Gottesdorf:

"Ewiges Gedächtnis den Zivilpersonen aus Gottesdorf, Glockenau und Oderfelde.
Ermordet von Russischen Soldaten Januar 1945."

Erschienen in der “Eintracht” (Australien) am 03.06.99
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    • hanys_hans Re: Fussball mit Menschenköpfen... 19.11.06, 20:55
      den in Gottesdorf viehisch Ermordeten...


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