betelka
25.02.07, 19:08
Angeblich Jesus-Grab gefunden
Ein kanadischer Filmemacher glaubt, die Grabstätte von Jesus Christus
gefunden zu haben. Er berichtet in einer neuen Dokumentation, dass sich das
Grab in einer vor 26 Jahren entdeckten Höhle in Jerusalem befindet. Seine
Behauptung stützt sich auf jahrelange Recherchen von Archäologen, Experten
für historische Schriften und DNA-Spezialisten.
Grab schon 1980 entdeckt
Nach Angaben von Dokumentarfilmer Simcha Jacobovici wurde 1980 im Jerusalemer
Stadtteil Talpiyot zufällig eine rund 2000 Jahre alte Höhle entdeckt. Darin
seien Särge mit Inschriften gefunden worden. Auf vier von zehn Särgen sei zu
lesen: "Jesus, Josephs Sohn" sowie "Judah, Sohn von Jesus" und
zweimal "Maria". Nach Auslegung der Forscher ist einmal die Mutter von Jesus
und das andere Mal Maria Magdalena gemeint. Aus den Angaben über Judah
folgern die Experten, dass es sich um den sagenumwobenen Sohn von Jesus
handeln könnte.
Wohnhaus steht über der Fundstelle
Zerstört worden sei das Grab damals nicht. Es liege heute unter dem Fundament
eines modernen Apartmenthauses. Jacobovici habe die Erlaubnis erhalten, die
Bodenplatte aufzubrechen und das Grab wieder aufzusuchen. Zusammen mit dem
Archäologen Charles Pellegrino und dem Team, das bei der Entdeckung des
Grabes schon dabei war, begann Jacobovici mit der erneuten Untersuchung der
Funde.
Die Chancen stehen gut
Die Experten hätten DNA-Proben der Knochen in einem New Yorker Kriminallabor
untersuchen lassen, ebenso Reste der Inschriften in der Grabkammer. Das
Ergebnis: Nach Angaben Jacobovicis besteht nur eine statistische
Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million, dass es sich bei den
Knochenfunden nicht um die sterblichen Überreste der Heiligen Familie handelt.
Archäologe distanziert sich
Einer der federführenden Archäologen bei der Untersuchung der Höhle,
Professor Amos Kloner dämpft jedoch die Hoffnungen: "Es ist eine sehr schöne
Geschichte, aber es gibt keinen Beweis dafür", dass es sich wirklich um die
Ruhestätte von Jesus handelt, sagte Kloner. Die auf den Särgen gefundenen
Namen seien zu jener Zeit weit verbreitet gewesen.
Das Buch zum Film
Der Dokumentarfilm "The Burial Cave of Jesus" (Die Grabhöhle von Jesus) ist
eine Gemeinschaftsproduktion des aus Israel stammenden Kanadiers Jacobovici
und des dreifachen Oscar-Preisträgers James Cameron. Parallel dazu kommt
Anfang April das Buch "The Jesus Tomb" auf den Markt
onnachrichten.t-online.de/c/10/43/68/68/10436868.html