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Pierunnje bei Gleiwitz

20.07.07, 19:41
Gleiwitz

DAS TOR ZUM OBERSCHLESISCHEN INDUSTRIEGEBIET

Von Alfons Hayduk

„Pierunnje bei Gleiwitz!", sagt kennerisch und augenzwinkernd der
Westdeutsche, wenn ich erzähle, daß diese liebenswerte Großstadt am Westrande
des oberschlesischen Industriegebietes mir rund ein Vierteljahrhundert Heimat
gewesen ist. Pierunnje bei Gleiwitz — das ist eine landläufige Redensart, die
durch Jahrzehnte als Inbegriff jenes Grenzlandes galt, das durch Kohle und
Erz Weltgeltung und internationale Bedeutung als Wirtschaftsfaktor erster
Ordnung gewann. Aber diese Großstadt mit ihren fast 120 ooo Einwohnern
bedeutete mehr.

Aus Dörfern wurden Städte, kann man bei Kattowitz, Königshütte, Hindenburg
mit Recht sagen. Ihre Urgroßmütter, die an der Wiege des Reviers saßen und
auf das ehrwürdige Alter von mehr als siebenhundert Jahren zurückblicken
dürfen, das waren Gleiwitz und Beuthen, Auch die alte Freie Bergstadt
Tarnowitz muß sie noch um rund dreihundert Jahre Altersvorsprung beneiden.
Alter ist an sich gewiß noch kein Verdienst. Aber Alter, das allweil wacker
Schritt mit der Zeit gehalten hat und sich von ihr nimmer überflügeln ließ,
sie eher noch vorangetrieben hat, das ist schon etwas. Das ist mein Gleiwitz.
Das reichlich flach auslaufende Tal der Klodnitz, in dem sich Gleiwitz
ansehnlich ausgebreitet hat, von weiten Föhrenwäldem umrandet, hat seine
verborgenen Reize, die nicht gleich ins Auge springen, die aber der umso
inniger zu schätzen weiß, der sie nach allen Seiten hin erwandert hat, den
verträumten Flußlauf entlang von der Quelle zur Mündung, in die südlichen
Gefilde zwischen Schönwald und Kieferstädtel, in die nördlichen zwischen
Klausberg und Peiskretscham, in die Majestät des gewaltigen Domes rastloser
Arbeit nach Osten hin.

Die Stellung von Gleiwitz innerhalb der Städtefamilie des Kohlen und
Erzreviers ist einzigartig. Nicht nur als Sitz oberster Verwaltungsbehörden,
als Verkehrsmittel^ punkt und Tor zum Industriegebiet hat sich Gleiwitz seine
Vorherrschaft redlich verdient, sondern auch als gewerbefleißige und
kunstfreudige, lebensaufgeschlossene Stadt, die wir nicht nur spaßhaft das
Klodnitz-Athen hießen. Hier stand schließlich das Oberschlesische Museum für
Kunst und Kunstgewerbe, residierte ein immer von sich reden machendes
Stadttheater, florierte ein Musikverein, lagen die beiden größten Zeitungen
des Reviers, der alte „Wanderer" und die junge „Volksstimme", in löblichem
Wettstreit, und hier machte das repräsentable „Haus Oberschlesien"
Einheimischen und Gästen auf eine vielfältig erstaunliche Weise die
angenehmsten Honneurs.

Die Chronik, übrigens ein stattlicher Band, berichtet von einem
mauerumwehrten, um die wuchtige spätgotische Allerheiligenkirche — dem
Wahrzeichen — gruppierten Städtchen, dessen heiter-tapfere Bürgerinnen den
anrennenden Mansfeldern heißen Hirsebrei auf die Köpfe schütteten, den Ruhm
der Stadt zu mehren. Als die Preußen kamen und der österreichisch-gemütlichen
Art ihr Arbeitstempo aufsetzten, zählten sie nicht mehr als 1200 Einwohner,
denen Hopfenanbau und Holzhandel ein geruhiges Dasein garantierten. Aber
dieses 18. Jahrhundert war noch nicht zu Ende, da stand schon in Gleiwitz die
erste Eisengießerei des Reviers, da ließ hier der erste Koks=Hochofen des
europäischen Festlandes seine hellen Abstichflammen durch die Nächte lodern.
Und als Schinkel das Eiserne Kreuz, Sinnbild der Volkserhebung, entwerfen
hatte, fand sich keine würdigere Stätte, es zu gießen, als die Kunstgießerei
der Gleiwitzer Hütte, die sich bis in unsere Zeit mit ihrem Filigranschmuck
und sonstigen Kunstgüssen Ansehen und Wertschätzung in aller Welt erworben
hatte. An die 120 Jahre hatte der Klodnitzkanal für 135-Tonnen-Kähne mit
seinen achtzehn Schleusen die Kohlen von Gleiwitz nach Cosel-Hafen zur Oder
getragen, bis ihn ein stattlicher Großschiffahrtsweg für 700-Tonnen-Kähne
ablöste, um nur ein Beispiel des steten Strebens zu nennen, das diese
fleißige Stadt auszeichnete. Natürlich stand ihr auch der oberschlesische
Rundfunksender gut zu Gesicht. Denn Gleiwitz war auch die modernste Stadt des
Industriegebiets.

So tüchtig, so vornehm. Also wohl das Düsseldorf des ostdeutschen Reviers?

Gewiß. Aber was Gleiwitz einen unnachahmlichen Reiz verlieh, das war der
Kleinstadtzauber seines Innenbezirks um das alte Rathaus mit seinem
viereckigen Ring, dem gemütlichen „Gabeljürgen" des Neptunbrunnens, den engen
Straßen und Gassen, den anheimelnden Weinstuben und Bierlokalen, den kleinen
Cafes und vergnüglichen Kneipen von der „Engen Weste" bis zum „Entenar .. ."
Ja, da war gut sein!

Da war: „gemittlich noch und noch". Das war „altfränkisch" im schönsten
Sinne. Ist es drum so schwer zu verstehen, daß unsereins ewig Heimweh nach
Pierunnje bei Gleiwitz hat? Aller Respekt der historischen Leistung dieser.
Stadt. Alle Liebe ihrem heiteren Herzen, das zu schlagen nicht aufhören wird.
www.kreis.aw-online.de/kvar/VT/hjb1963/hjb1963.24.htm
Obserwuj wątek
    • ballest Re: Pierunnje bei Gleiwitz 20.07.07, 19:50
      Pieronje bei Gleiwitz, to mi w 1976 roku nie tylko taki Herr Klein pedziou, co
      bou w Gleiwitz Policjantem ale pochodziou z Fuldy, ale tysz niejaki Niebeling z
      Frankfurtu, ale nie wiem czy te jeszcze zyja?
      Ten zwrot bou w Niymcach BAAAAARDZO popularny dlo Slonzokow z naszych stron!
      • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 20.07.07, 19:54
        ja, sam tysz co drugi te pedzynie zno:)
        • ramon6 Re: Pierunnje bei Gleiwitz 20.07.07, 20:15
          u nos tysz, ale jyno s tych co jusz 70 na puklu majom;)
          • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 20.07.07, 20:21
            pamiyntom jak zaczuech sam robic, psziszou taki starszy chop i sie pyto skond
            zech je - jo mu padom ze ze Glywic, a on mi na to "... ja - Zug nach Kattowitz,
            bei Gleiwitz umsteigen!" ;)
            • ramon6 Re: Pierunnje bei Gleiwitz 20.07.07, 20:25
              mie interesuje czamu goudajom: "pieronie BEI Gleiwitz" a niy Pieronie aus
              Gleiwitz?
              • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 20.07.07, 20:32
                jo ino moga sie domyslac - mysla ze skuli granicy kero boua sam i chyba musieli
                sie przesiadac - pieron wiy:))

                ale pamiyntom zes sie roz juz sam nad tym gowiou:)
              • bratjakuba Re: Pierunnje bei Gleiwitz 29.07.07, 17:18
                ramon6 napisał:

                > mie interesuje czamu goudajom: "pieronie BEI Gleiwitz" a niy Pieronie aus
                > Gleiwitz?

                Powiedzynie prawdopodobnie pochodzi z downiejszych czasow(lata trzidzieste)jak
                ludzie sezonowo wyjyżdżali "do świata" za robotom.Pochodziyli rzodko ze samych
                Glywic,ale przeważnie z dalszych okolic.Pytani o miejsce pochodzynio wymiyniali
                np Althammer i zaroz pojawiało sie dalsze pytanie;Wo ist das denn? Odpowiydz
                mogła być yno jedna,-pieronna bei Gleiwitz!
                • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 29.07.07, 17:32
                  niy, dlo mie to je zwionzane ze tym jak sie kedys godauo - znaczy tako forma
                  sie uzywauo jak sie chciauo padac ze sie mo przesiadka we Glywicach
                  • staflik Re: Pierunnje bei Gleiwitz 04.08.07, 20:33
                    Pierunnje bei Gleiwitz, Kattowitz umsteigen

                    abo

                    Pierunnje bei Gleiwitz, Beuthen / Kattowitz umsteigen

                    tak tyz mieli ludzie godac. Wszyscy starsi to znali, ale zodyn niy umiol
                    wytumaczyc czymu i przi jakij okazji siy to uzywalo.
    • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 29.07.07, 13:46
      pl.youtube.com/watch?v=PiL7goIQALE&mode=related&search=
      • dede99 Re: Pierunnje bei Gleiwitz 29.07.07, 22:14
        A moj Kolega-Orginalny Westfalok czynsto godo ,,Marija bei Gleiwitz"
        ale niy wiy kaj to wrazic;)

        LG

        • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 30.07.07, 11:49
          ciekawe - mogesz sie go spytac?

          • ballest Re: Pierunnje bei Gleiwitz 30.07.07, 13:43
            Laband, moze tam poznou jakos Maryjka!;)
            • szwager_z_laband Re: Pierunnje bei Gleiwitz 30.07.07, 22:39
              mie to wonio na take !Jezusiczku! Glywice ..."

              ale moga sie mylic:)

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Nakarm Pajacyka