Gość: Dionizy
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23.02.02, 20:11
Es entwickelte sich von Anfang an ein echtes Topspiel im Niedersachsen-Stadion.
Die ersten zwanzig Minuten gehörten eindeutig dem Gast aus Bielefeld. Die
Arminia beherzigte die von Trainer Möhlmann ausgegebene offensive Marschroute,
profitierte dabei allerdings auch von den Nachlässigkeiten der Defensive von
Hannover. In der 7. Minute vergab Wichniarek nach einer Freistoß-Flanke von
Dammeier, die Brinkmann mit dem Kopf verlängerte, völlig frei stehend gegen den
glänzend reagierenden Sievers die Führung. Keine zwei Minuten später erkannte
Schiedsrichter Dr. Wack wegen eines angeblichen Foulspiels einen Treffer für
die Arminia nicht an. Die Möhlmann-Elf blieb dran, doch Vata fand in der 11.
Minute in Sievers seinen Meister. Es ging weiter in Richtung 96er-Tor, doch
Wichniarek verstolperte nach einem tollen Pass von Vata alleine vor Sievers.
Hannover antwortete auf die Drangphase der Arminia eiskalt. Nach einem Pass von
Lala gegen die aufgerückte Arminen-Abwehr steuerte Stendel alleine auf Hain zu
und erzielte die überraschende Führung für Hannover (20.)! Nun nahm die
Rangnick-Elf auch das Heft in die Hand und erhöhte in der 29. Minute nach einer
schönen Ballstafette durch Stefulj auf 2:0. Den nächsten Höhepunkt hatte die
kurzweilige Begegnung in der 39. Minute: Brinkmann tanzte die Abwehr von
Hannover 96 aus, scheiterte aber mit seinem Schuss an der Hand von Linke. Dr.
Wack zeigte Linke die Rote Karte und Wichniarek verwandelte den anschließenden
Elfmeter souverän. Doch das war noch nicht alles in der ersten Hälfte. Fast mit
dem Pausenpfiff gelang der Arminia der verdiente Ausgleich. Albayrak flankte
nach einem tollen Pass von Dammeier von der Torauslinie zurück auf van der Ven,
der sich die Chance nicht nehmen ließ und aus sechs Metern eiskalt vollendete.
Die zweiten 45 Minuten begannen wie die aufregende und hochklassige erste
Hälfte. Brinkmann düpierte Rose auf der rechten Seite, seine Flanke auf den
zweiten Pfosten erreichte Wichniarek, der höher stieg als sein Gegenspieler und
zum 3:2 für Bielefeld einköpfte. Doch nicht die in Überzahl spielende Arminia
machte danach das Spiel, sondern der dezimierte Tabellenzweite. Hannover setzte
Bielefeld mit großem Einsatz unter Druck und hatte auch die besseren
Möglichkeiten. Stendel (62.), Stefulj (65.) und Simak (69.) brachten den Ball
aber nicht im Tor von Hain unter. Die größte Möglichkeit zum Gleichstand hatte
Stefulj, der einen gefühlvollen Pass von Lala volley nahm und aus acht Metern
neben das Bielefelder Gehäuse setzte (76.). In der 83. Minute dann doch der
verdiente Ausgleich für Hannover gegen zu passive Bielefelder: Eine Freistoß-
Flanke von Simak köpfte Zuraw aus elf Metern unhaltbar für Hain ein. Bielefeld
antwortete prompt und kam durch Borges zum umjubelten 4:3 (85.). Doch Hannover
gab sich immer noch nicht geschlagen. Nach einer Flanke kam der eingewechselte
Casey im Strafraum zu Fall, Simak verwandelte den Elfmeter zum 4:4-Ausgleich.
Hannover bleibt weiter ungeschlagen. In einem echten Topspiel rettete Simak mit
seinem Elfmeter-Tor in letzter Minute seiner ab der 40. Minute dezimierten Elf
einen Punkt. Die Zuschauer sahen über 90 Minuten eine hochklassige und
spannende Begegnung, die letztlich keinen Verlierer verdient hatte und mit
einer gerechten Punkteteilung endete. Beide Teams bleiben in den
Aufstiegsrängen.