szwager_z_laband
11.12.07, 14:58
Kein Geld für Aufarbeitung
Der Bund der Vertriebenen (BdV) will seine eigene Verbandsgeschichte
nicht aufarbeiten. "Das kostet Geld, das wir nicht haben", sagte BdV-
Präsidentin Erika Steinbach dem "Spiegel".
Unter den früheren Spitzenfunktionären der Organisation gebe es mehr
NS-Belastete als bisher bekannt. Demnach fänden sich mehr als ein
Drittel von knapp 200 hochrangigen Funktionsträgern aus den Jahren
vor 1982 in der Mitgliederkartei der NSDAP wieder oder würden durch
andere Quellen belastet. Darunter seien auch drei ehemalige BdV-
Generalsekretäre und mehrere Vizepräsidenten des Vertriebenen-
Dachverbands.
Steinbach sagte dazu, der BdV habe sich bei der Abgrenzung von
ehemaligen Nationalsozialisten "nichts vorzuwerfen". Man
müsse "unterscheiden, ob jemand nur Mitläufer war oder eine Funktion
ausgeübt hat, die nicht erträglich ist für einen Verband". Der
Verband sei erst viele Jahre nach dem Krieg gegründet worden, habe
also niemals im Herrschaftssystem der Nationalsozialisten
mitgewirkt".