Gość: BALLEST
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28.07.03, 21:22
Methoden eines totalen Überwachungsstaates"
.
Polizei in München plant
flächendeckende elektronische Beobachtung
Laut Statistiken gilt München als sicherste Millionenstadt in Deutschland.
Trotzdem arbeitet in dieser Stadt - nach Informationen der Süddeutschen
Zeitung - die Polizei an Plänen, um Straßen und Plätze mit mehr als tausend
Videokameras zu kontrollieren. Mit diesem Pilotprojekt der flächendeckenden
polizeilichen Überwachung, sollen auch bestehende Video-Anlagen der
Verkehrsbetriebe vernetzt werden. Darüberhinaus will die Polizei eine
sogenannte Sicherheitspartnerschaft mit Geschäftleuten schliessen, die in
Einkaufszentren und in Fußgängerzonen Kameras aufbauen und das Beobachten
der Polizei überlassen.
Die ferngesteuerten, schwenkbaren Kameras dienen angeblich der Abschreckung
von Straftätern und der Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bürger. Schon
jetzt können mit den am Münchner Marienplatz, in der Fußgängerzone und am
Stachus installierten Kameras, Zielpersonen mittels Kameraoptik so
herangezoomt werden, daß eine Überwachung auf Schritt und Tritt möglich ist.
Daneben verfügt die Polizei über Fahrzeuge, die mit ausfahrbaren
Kameramasten versehen, an jedem beliebigen Ort einsetzbar, und über Funk mit
der Polizeizentrale verbunden sind.
"Schutz für den Bürger", verteidigt die Polizei ihre Maßnahmen - "Methoden
eines totalitären Überwachungsstaates", halten Datenschützer dagegen.