neukirch
31.08.03, 18:41
Re: 63 lata temu- Saybusch action (przyp.)
Autor: ballest@NOSPAM.gazeta.pl
Data: 31-08-2003 08:35 + dodaj do ulubionych wątków
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"Rund 400.000 Deutsche (einige Quellen sprechen sogar von rund
einer Million)
mußten in den Jahren 1919 bis 1921 ihre an Polen gelangte
Heimat verlassen,
weit mehr als die Hälfte der Deutschen, nämlich etwa 1,5
Millionen bis 1939. In
Bromberg sank z.B. der Anteil der deutschen Bevölkerung von
77,4 % im Jahre
1910 auf 27,3 % im Jahre 1926, in Thorn von 66 % auf 12,5 %,
in Graudenz von
84,8 % auf 20,7 %, in ganz Westpreußen von 42,7 % auf 18,7 %.
Viele Deutsche
wurden in den ersten Nachkriegsjahren ermordet oder kamen in
die von Polen
errichteten Konzentrationslager, den ersten in Mitteleuropa.
Besonders häufig
kam es zu Enteignungen deutschen Grund- und Hausbesitzes, zur
Überführung
deutscher Krankenhäuser, Altenheime und Güter in polnische
Hand. Insgesamt
wurden etwa 7,5 Mrd. qm Land enteignet, das waren fast 3.000
qm je Kopf der
deutschen Bevölkerung in Polen (zum Vergleich: die
Bodenfläche, die heute in
der Bundesrepublik jedem Deutschen als durchschnittlicher
Lebensraum zur
Verfügung steht, ist nicht viel größer). Die deutschen
Gewerbetreibenden wurden
systematisch boykottiert. Die Nichtanerkennung deutscher
Meisterprüfungen durch
die Polen entzog den deutschen Handwerksmeistern ihre
Existenzgrundlage. Auch
die freien Berufe, vor allem die Ärzte und Anwälte, wurden in
ihrer
wirtschaftlichen Existenz aufs schärfste bedroht. Die
Arbeitslosigkeit unter
deutschen Arbeitern stieg auf 60- 80%, die Arbeitslosigkeit
unter deutschen
Jugendlichen lag noch höher. Deutsche Jugend- und
Kulturverbände wurden
verboten, deutsche Schulen behindert, deutsche Namen
polonisiert, die deutsche
Presse und die evangelische Kirche verfolgt. Immer wieder kam
es zu
willkürlichen Haussuchungen und Verhaftungen, zu
Mißhandlungen, Terrorakten,
Brandstiftungen und sogar Morden. Rund 15.000
Minderheitsbeschwerden sollen bis
1939 vergeblich beim Völkerbund in Genf wegen der
Verfolgungen eingereicht
worden sein. Am heftigsten wurden die Verfolgungen im Sommer
1939. Die Polen
begannen schon Monate vor Kriegsbeginn mit einer
systematischen Steigerung
ihrer Verfolgungsmaßnahmen. Die letzten, den Deutschen noch
verbliebenen Heime,
Vereine und Kulturstätten, die letzten Apotheken,
Genossenschaften und
Molkereien wurden geschlossen. Die evangelische Kirche wurde
immer stärker in
die Verfolgung einbezogen. Immer häufiger kam es zu
Zerstörungen und
Brandschatzungen, zu Morden und Mißhandlungen. Daneben
wuchsen
Arbeitslosigkeit, Behinderungen der Gewerbe und Geschäfte,
Enteignungen,
Verhaftungen und Verschleppungen ins Unerträgliche. Bis zum
1. September, dem
Tag des Kriegsbeginns, verließen daher fast 70.000 Deutsche,
die bisher
standhaft geblieben waren, das Land. So wie zuvor schon etwa
l ,4 Millionen.
Nach Beginn des Krieges waren dann zahlreiche polnische
Mordkommandos und
aufgehetzter Pöbel mit der systematischen Ermordung der noch
gebliebenen
Deutschen beschäftigt. Sie gingen häufig nach Listen vor, die
bereits im
Frühjahr erstellt worden waren. Außerdem wurden Zehntausende
auf sogenannte
Todesmärsche geschickt, viele Tausende wurden in KZs
verbracht, wo sie
teilweise umkamen. Viele der Volksdeutschen Soldaten in der
polnischen Armee
wurden gleich nach Kriegsbeginn einfach erschossen. Insgesamt
starben in den
ersten Kriegstagen vermutlich 40-60.000 Deutsche. Wären die
deutschen Armeen
nicht so rasch vorgerückt, hätte es noch viel mehr
Ermordungen gegeben. Darüber
hinaus verübten die Polen in den letzten Monaten vor Beginn
des Krieges
ungezählte Grenzverletzungen. Militärs und Banden machten
gewalttätige
Streifzüge über die Grenzen, sie beschossen Zollgebäude,
Wohnhäuser,
Grenzposten, Förster und Bauern auf den Feldern, sie legten
in Häuser Bomben
mit Zeitzündern, sie brannten Gehöfte nieder, verschleppten
Grenzbewohner und
ermordeten diese oft gleich hinter der Grenze, wo sie dann
meist auch
verscharrt, aber nach Beginn des Krieges teilweise entdeckt
wurden. Den Krieg
mit Deutschland hatte ein großer Teil der polnischen
Führungsschicht zusammen
mit dem katholischen Klerus gewollt, jahrelang vorbereitet
und bewußt
provoziert, und zwar in Absprache mit England, das damals
angeblich etwa 1.500
Agenten und Provokateure in Polen eingesetzt hatte, sowie mit
Frankreich und
dem deutschen Widerstand, der den Polen einen Sturz Hitlers
nach Beginn des
Krieges ankündigte."
Quelle: Dr. Georg Jaeckel - Der Überfall auf den Gleiwitzer
Sender - 1995"