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Schlesier-Gedicht

IP: *.dip.t-dialin.net 10.09.03, 15:36
Ich sitz versunken in Gedanken
In meiner Klause ganz allein
Möcht mit dem Sonnenschein, dem blanken
Recht schell in meiner Heimat sein!
Der Krieg ist aus, aus tausend Wunden
Liegt blutend noch mein Vaterland!
Ich aber denk' in allen Stunden
An Schlesien, an dem Oderstrand.
Auch ich musst's Heimatland verlassen,
Musst' fort vom alten Vaterhaus.
Ich kann es immer noch nicht fassen
Man wies uns aus der Heimat aus!
Wie oft denk' ich an Schlesiens Berge
Und an die schönen Taler all',
Dort, wo im Geisterreich der Zwerge
Sein Zepter schwingt Herr Rüberzahl.
Ich grüsse froh die grünen Wälder
Den alten Zobten blau und grau,
Der uns gedient als Wettermelder,
An Fürstberg und an Schreiberhau.

Mein Gruss gilt Görlitz' Landeskrone
Auch Grünberg mit dem gold'nen Wein,
Besonders Bunzlaus gutem Tone
Und Laubans Taschentücher fein.
In Neusalz spann man beste Zwirne,
Auch Sagans Tüche sind bekannt.
In Glogau gab's von Apfel, Birne
Der besten Most am Oderstrand.
Auch Sprottau, Lüben möcht' ich nennen
Nebst Fraustadt, dann den Schlesiersee,
Auch Steinau, Wohlau muss mann kennen,
Bad Trebnitz mit der Hedwigshöh'.
In Haynau möcht' ich wieder weilen,
In Liegnitz gar zu gerne sein,
Zur Stadt der Gurken möcht' ich eilen,
Möcht essen von den Bomben fein
Das alte Goldberg will ich grüssen
Und Jauer mit den Wursten fein;
Auch Schweidnitz mit dem Schnaps, dem süssen
Und Striegau mit dem Bruch von Stein.

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Nakarm Pajacyka