mathias_sammer
27.01.09, 16:47
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m.s.
Bernward Gesang: Der moralische Realismus und das
Relativitätsargument
In diesem Aufsatz geht es vorrangig darum, moralische Divergenzen zu
diskutieren. Realistische Argumente zur Erklärung von den durch
Mackies „Relativitätsargument“ ins Spiel gebrachten Divergenzen
werden verworfen, was bestimmte Formen des Relativismus erhärtet. So
lässt sich z.B. selbst unter weitgehend idealen Diskursbedingungen
in einem Seminar über Ethik kein Konsens erzielen, ob deontologische
oder utilitaristische Meinungen richtig sind. Dies lässt die
realistische Verteidigung unplausibel werden, dass Reflexion auf der
Ebene der Moraltheorie die meisten Divergenzen auflöse. Zudem werden
einige z.B. sprachliche „Phänomene“, die Realisten gern für sich in
Anspruch nehmen, kritisch diskutiert. Der Aufsatz soll Evidenzen für
den Realismus erschüttern und zumindest eine Variante des
Relativismus, den „pessimistischen, deskriptiven Relativismus“
stützen.