ballest
06.12.10, 19:25
Ona miala Grecja plajty, czytej na zopasta puscic, by straciouy Banki co ji pozyczaly i zodyn by nie wetowou na nastepne panstwo a tak, se robi lawina:
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06. Dezember 2010, 16:58 Uhr
Euro-Krise
Merkel stemmt sich gegen neue Notaktionen
Brauchen die Euro-Länder ein vereintes Schuldensystem - oder einen noch größeren Rettungsschirm? Kanzlerin Merkel ist dagegen, hat aber immer weniger Verbündete: Vielen Regierungen gehen die bisher beschlossenen Multimilliarden-Notpakete nicht weit genug.
Brüssel - Wie kommt Europa aus der Schuldenkrise? Die Finanzminister der 16 Euro-Länder wollen am Montagabend in Brüssel beraten und Wege aus der Misere suchen. Die Mitgliedstaaten zanken über die nächsten Schritte. Deutschland sperrt sich gegen die jüngsten Vorschläge der Euro-Partner zur Bewältigung der Turbulenzen.
Neue Werkzeuge gegen die Krise? Bloß nicht, antwortet Merkel auf die Vorschläge von Jean-Claude Juncker, Premier von Luxemburg und Euro-Gruppen-Chef, und Italiens Finanzminister Guilio Tremonti. Sie hatten eine gemeinsame Anleihe aller 16 Euro-Länder vorgeschlagen. Merkel dazu: "Der Vertrag lässt nach unserer festen Überzeugung keine Euro-Bonds zu." Bei einem einheitlichen Zinssatz für alle Euro-Länder befürchtet die Kanzlerin außerdem, dass der Anreiz zum Sparen und für schmerzhafte Wirtschaftsreformen nachlässt. "Der Zinssatz ist auch ein Ansporn, besser zu werden und den Stabilitäts- und Wachstumspakt zu erfüllen."
Und eine Ausweitung des Rettungsschirms? Solle es auch auf keinen Fall geben, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Montag zu entsprechenden Ideen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Belgiens. Trotz der Hilfen für das schuldenbeladene Irland sei der Rettungsschirm noch groß genug, um im Ernstfall weiteren Staaten Unterschlupf zu bieten.
Das Problem: Der 750-Milliarden-Euro-Rettungsfonds droht zu versiegen, sollten nach Irland noch weitere Länder Nothilfe benötigen, und die Kanzlerin ist zusehends alleine mit ihrer Meinung. Denn auch in der Europäischen Zentralbank stößt eine Ausweitung des Rettungsschirms auf Zustimmung. "Ich wäre persönlich dafür", sagte das belgische EZB-Ratsmitglied Guy Quaden. Und EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte zu möglichen gemeinsamen Staatsanleihen der Euro-Zonen-Länder, er halte die Idee für "intellektuell interessant". Das Instrument zur Krisenbewältigung im Währungsraum sei aber der Euro-Rettungsschirm.
Immerhin aus den eigenen Reihen erhält Merkel Zustimmung. "Dies alles lehnen wir ab", sagte CSU-Parteichef Horst Seehofer zu den Vorschlägen für Euro-Bonds und einen größeren Rettungsschirm. Jedes Land trage eine Verantwortung für seine Wirtschaft, Schulden dürften nicht vergemeinschaftet werden. Auch Frankreich und die Niederlande wollen es beim Status Quo belassen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Debatten ebenfalls abgelehnt. Mit Blick auf das Irland-Hilfspaket von 85 Milliarden Euro sagte Schäuble am Montag beim Finanzministertreffen in Brüssel: "Wir sind eigentlich hier zusammengekommen, um das jetzt zu beschließen, was wir Sonntag vor acht Tagen vorbereitet haben."
Deutschland steckt in einer komfortablen Situation. Die Bundesregierung kann sich wegen ihrer vergleichsweise soliden Haushaltspolitik und der guten Konjunkturaussichten so günstig wie kein anderes Euro-Land Geld am Kapitalmarkt leihen. Hoch verschuldete Staaten wie Portugal und Spanien müssen Investoren dagegen mit sehr hohen Risikoaufschlägen locken, was ihre Probleme noch verschärft.
EZB setzt Staatsanleihekäufe fort
An den Märkten steigt die Nervosität: Vor dem Treffen der Finanzminister fiel der Kurs des Euro . Zugleich stiegen die Risikoaufschläge für Anleihen der finanzschwachen Länder der Euro-Zone. Ausfallversicherungen für einen zehn Millionen Euro schweren Kredit an Portugal, Irland, Italien, Griechenland oder Spanien verteuerten sich im Vergleich zu Freitag zwischen 8000 und 19.000 Euro.
Ungeachtet der Streitigkeiten hat die EZB ihre Staatsanleihekäufe forciert. In der vergangenen Woche habe die Zentralbank Staatstitel für 1,965 Milliarden Euro am Markt erworben, teilte die EZB mit. In der Vorwoche hatte die Notenbank für rund 1,3 Milliarden Euro Staatsanleihengeschäfte abgewickelt; insgesamt hat sie nun einen Posten von 69 Milliarden Euro in ihrer Bilanz stehen.
Der Streit über die künftige Taktik in der Schuldenkrise Europas hat auch die US-Börsen zu Wochenbeginn belastet. Die Uneinigkeit der Euro-Länder beunruhigte die Anleger. Zudem drückten die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke auf die Stimmung. Bernanke hatte am Wochenende Zweifel am US-Konjunkturaufschwung geäußert.
In New York fiel der Dow-Jones-Index in den ersten Handelsminuten 0,2 Prozent auf 11.362 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent nach auf 1222 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq pendelte um seinen Schlusskurs vom Freitag bei 2591 Stellen.