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ewangelia na dziś

22.10.06, 09:34
Mk 10,35-45
Wtedy zbliżyli się do Niego synowie Zebedeusza, Jakub i Jan, i
rzekli: "Nauczycielu, chcemy, żebyś nam uczynił to, o co Cię poprosimy". On
ich zapytał: "Co chcecie, żebym wam uczynił?" Rzekli Mu: "Daj nam, żebyśmy w
Twojej chwale siedzieli jeden po prawej, drugi po lewej Twojej stronie".
Jezus im odparł: "Nie wiecie, o co prosicie. Czy możecie pić kielich, który
Ja mam pić, albo przyjąć chrzest, którym Ja mam być ochrzczony?"
Odpowiedzieli Mu: "Możemy". Lecz Jezus rzekł do nich: "Kielich, który Ja mam
pić, pić będziecie; i chrzest, który Ja mam przyjąć, wy również przyjmiecie.
Nie do Mnie jednak należy dać miejsce po mojej stronie prawej lub lewej, ale
[dostanie się ono] tym, dla których zostało przygotowane". Gdy dziesięciu
[pozostałych] to usłyszało, poczęli oburzać się na Jakuba i Jana. A Jezus
przywołał ich do siebie i rzekł do nich: "Wiecie, że ci, którzy uchodzą za
władców narodów, uciskają je, a ich wielcy dają im odczuć swą władzę. Nie tak
będzie między wami. Lecz kto by między wami chciał się stać wielkim, niech
będzie sługą waszym. A kto by chciał być pierwszym między wami, niech będzie
niewolnikiem wszystkich. Bo i Syn Człowieczy nie przyszedł, aby Mu służono,
lecz żeby służyć i dać swoje życie na okup za wielu".
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    • szwager_z_laband Re: ewangelia na dziś 22.10.06, 09:58
      Predigten im Jahreskreis - Lesejahr B

      (Dr. Jörg Sieger, Pfarrer in 76646 Bruchsal)



      29. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B (Mk 10,35-45)
      In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu Jesus und
      sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete:
      Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von
      uns rechts und den andern links neben dir sitzen. Jesus erwiderte: Ihr wisst
      nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die
      Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können
      es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und
      die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner
      Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die
      sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind. Als die zehn anderen Jünger das
      hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie
      zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker
      unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei
      euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll
      euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, der soll der Sklave
      aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu
      lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
      (Mk 10,35-45)

      "Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm
      nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie
      antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links
      neben dir sitzen dürfen."

      Liebe Schwestern und Brüder,

      ist es Ihnen aufgefallen? Das ist die Version in der Matthäus die Szene
      überliefert. Bei Matthäus sind nicht die beiden Jünger zu Jesus gekommen. Bei
      ihm war es die Mutter der beiden, die Jesus nach den Plätzen zu seiner Rechten
      und Linken gefragt hat.

      Ein und dieselbe Szene und solch ein Unterschied!? Irgendetwas kann da ja nicht
      stimmen. Entweder hat jetzt die Mutter gefragt, oder die beiden sind selbst -
      so wie es Markus berichtet - zu Jesus gekommen. Beides ist ja nur schlecht
      möglich.

      Wissen Sie, was ich denke? Als Matthäus seinen Bericht niederschrieb, waren
      seit Markus noch einmal gut 20 Jahre ins Land gezogen. Die beiden Zebedäussöhne
      waren zwischenzeitlich nicht nur in Ehren ergraut, wahrscheinlich waren sie
      mittlerweile auch schon verstorben. Sie waren Apostel, Gemeindeleiter wurden
      von ihren Gemeinden geehrt und mittlerweile sicher auch verehrt. Ich glaube der
      Markusbericht, der war inzwischen einfach peinlich geworden: Die beiden großen
      Apostel als zwei Männer, die - wie andere auch - kleinlich auf Posten,
      Anerkennung, Karriere und Ehrenplätze schielen? Das ist doch peinlich.

      Ich glaube Matthäus wollte die beiden Apostel ganz einfach ein wenig in Schutz
      nehmen. An der Aussage hat er ja grundsätzlich nichts verändert, er nimmt
      lediglich die beiden Apostel ein wenig aus der Schusslinie, lässt die Mutter
      diese peinliche Frage stellen. Er kaschiert ein wenig diesen dunklen Fleck im
      Andenken der großen Zebedäussöhne; denn vermutlich haben sie diese Frage schon
      selber gestellt.

      Markus lässt da eigentlich keinen Zweifel übrig. Und die Reaktion der übrigen
      Jünger lässt eigentlich auch keinen anderen Schluss zu. Die waren schließlich
      stinksauer auf Jakobus und Johannes, die sich da versuchten "beim Chef"
      einzuschmeicheln und sich die scheinbar lukrativsten Posten unter den Nagel zu
      reißen.

      Und Jesus? Jesus war eigentlich nur traurig: Traurig darüber, dass sich zwei
      seiner engsten Vertrauten, und das bereits ganz zu Anfang der Geschichte des
      Christentums, um Posten, um Karriere und um Machpositionen schlugen; traurig
      darüber, wie eifersüchtig und neidisch die anderen Jünger auf das Ansinnen der
      Zebedäussöhne reagierten; traurig darüber, dass eigentlich keiner seiner Jünger
      tatsächlich begriffen hat, worum es ihm ging.

      "Ihr wisst nicht, worum ihr bittet!" Dieser Ausruf Jesu sagt eigentlich schon
      alles!

      Als ob die Nachfolge Jesu zu Ansehen, Karriere und hohen Positionen führen
      würde. Wer Jesus wirklich nachfolgt, der wird kaum von den Mächtigen umworben
      werden, der erregt Anstoß, wird angepöbelt und bleibt in den Augen der Welt
      meist ohne großen Erfolg. Wer Jesus wirklich nachfolgt wird kaum eine
      Karriereleiter erklimmen. Nachfolge Jesu heißt im Letzten Karriere nach unten.
      Die Nachfolge Jesu führt zum Kreuz.

      Und selbst wer sich ausrechnet, dass dann im Reich Gottes, in jener anderen
      Dimension von Wirklichkeit, von der Jesus immer wieder handelt, selbst wer sich
      erhofft, dass dann doch wenigstens dort, die entsprechenden Posten, für Christi
      Diener bereitgehalten werden, selbst derjenige wird enttäuscht werden. Denn
      dort wird man so etwas vergeblich suchen. Dort wird es keine Ämter und keine
      Machtpositionen mehr geben, denn dort wird so etwas wirklich nicht mehr nötig
      sein.

      Christus hat uns keine Posten versprochen, Christus hat uns verheißen,
      glücklich zu werden. Und nur wer sich etwas anderes erhofft, nur der wird
      enttäuscht werden.

      Amen.

      (gehalten am 21./22. Oktober 2000 in der Pauluskirche, Bruchsal

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Nakarm Pajacyka