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Maria Schnee von Ballestrem 1907

06.09.02, 21:45
Maria Schnee von Adlersfeld-Ballestrem 1907

Das Buch von Adlersfeld-Ballestrem aus dem Verlag Max Seifert Dresden mit 456
Seiten befindet sich entsprechend des Alters in einem guten bis sehr guten
Zustand .Den Versand sowie eine Verpackungspauschale (1 Euro pro Sendung)
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    • Gość: Ballest Re: Maria Schnee von Ballestrem 1907 IP: *.dip0.t-ipconnect.de 06.09.02, 22:07
      Adlersfeld-Ballestrem, Eufemia von (18.08.1854 – 21.04.1941)


      Biographie:

      geb. 18.08.1854 Ratibor/Oberschlesien
      gest. 21.04.1941 München

      Eufemia von Ballestrem (so ihr Mädchenname) stammt aus einem alten
      Adelsgeschlecht (Ballestrem di Castellengo), daß ursprünglich in Savoyen
      ansässig war und sich dann im 18. Jahrhundert in Schlesien niederließ.
      Sie wurde am 18.08.1854 als fünftes von sechs Kindern in Ratibor
      (Oberschlesien) geboren. Ihr Vater war Alexander Karl Wolfgang Graf von
      Ballestrem, ihre Mutter Mathilde v. Ballestrem, geborene von Hertell. 1860 zog
      die Familie nach Brieg (heute Brzeg/Polen) und dann nach Hirschberg (heute
      Jelenia Gora/Polen). Den damaligen Traditionen in adligen Familien folgend
      erhielt sie eine sehr fundierte Ausbildung in Literatur, verschiedenen
      Fremdsprachen und Gesang. Später bildete sie sich noch autodidaktisch zur
      Porträtmalerin aus.
      1881 starb ihr Vater und sie unternahm zusammen mit ihrer Mutter eine
      ausgedehnte Reise durch Italien. Nach der Rückkehr lebte sie in Breslau und
      lernte dort ihren zukünftigen Mann, den Rittmeister Joseph Fritz von Adlersfeld
      kennen, den sie 1884 heiratete. 1885 wurde dann ihre Tochter Dagmar geboren.
      Bedingt durch den militärischen Beruf ihres Mannes zogen sie in kurzer Zeit
      mehrfach um: zunächst nach Militsch (Kreis Breslau), 1889 nach Karlsruhe und
      1894 nach Durlach, wo ihr Mann dann seinen Abschied vom Militär nahm.
      Anschließend lebten sie in Baden-Baden, unternahmen etliche Reisen, vor allem
      in die Schweiz, um sich schließlich dort in Vevey niederzulassen. 1907 starb
      ihr Mann und sie zog wieder nach Karlsruhe. Nach zahlreichen Rom-Aufenthalten
      siedelte sie 1914 schließlich nach München über, wo sie am 21.04.1941 starb.

      Literarisch gesehen war Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem keinesfalls eine
      große Schriftstellerin. Sie verfasste durchaus erfolgreiche und populäre
      Unterhaltungsliteratur (Liebesromane, Krimis und humoristische Romane) im Stile
      der Eugenie Marlitt und Hedwig Courths-Mahler. Sie beschrieb eine festgefügte
      Welt, in der noch jeder seinen ihm von Gott gegebenen Platz einnahm und in der
      weder Politik noch soziale Konflikte vorkamen.
      Der Unterschied zu den üblichen Werken ihrer oben angeführten
      Schriftstellerkolleginnen besteht jedoch darin, daß in den Werken der E. v. A.-
      B. das Übernatürliche in Form von Geistern, Tagträumen und Visionen eine große
      Rolle spielt. Allerdings sind ihre Geister meist nicht furchteinflößend,
      sondern bedürfen oft der Hilfe in der Art, daß ein altes Geheimnis enthüllt
      werden muß oder ein letzter Wunsch erfüllt, woraufhin sie dann verschwinden
      und „erlöst“ sind. Typisch dafür ist ihre Erzählung „Ca´Spada“; (1902) in der
      der Hauptperson, einer verarmten Adligen, in Venedig in einem alten Palast zwei
      Geister erscheinen, die sie durch ihr Verhalten auf ein Geheimfach hinweisen,
      in dem ein Tagebuch liegt. In diesem Tagebuch wird der Mord an einer Vorfahrin
      des Palastbesitzers beschrieben und erwähnt, daß die Leiche der Frau noch
      unbestattet in einer Geheimkammer des Palastes liegt. Nach erfolgreicher
      Beerdigung dieser Leiche verschwinden dann auch die Spukerscheinungen. Unnötig
      zu erwähnen, daß zum Schluß die verarmte Adlige den Schloßbesitzer heiratet.
      Ein ähnliches Motiv mit Geistern, die auf einen alten ungesühnten Mord
      hinweisen, findet sich auch in dem Roman „Die Herzogin von Santa Rosa“; (1924)
      sowie in dem Novellenband „Im Zwielicht“; (1923).
      Auch in „Der Jungfernturm“; (1906) wird eine junge Frau (wieder eine verarmte
      Adlige), die als Gesellschafterin in einem alten unheimlichen Schloß arbeitet,
      von Gespenstern vor der Schloßherrin gewarnt, weil diese sie in ihrem Wahn als
      Opfer in der Sylvesternacht ermorden will.
      Weniger freundlich gesinnt ist die Geistererscheinung in der Geschichte „Maria
      Schnee“; (1907). Die jung verheiratete Ehefrau eines Grafen wird hier von einer
      alten Ahnin des Adelsgeschlechts ihres Mannes verfolgt, die einst als Hexe
      verbrannt wurde, jedoch im Verborgenen „weiterleben“ konnte. Zum Schluß tötet
      die Hexe die junge Frau mit einer Nadel. Ähnlich furchteinflößend ist die „Dame
      in Gelb“; (1906). Hier kauft ein reicher Antiquitätensammler einen antiken
      Reliquienschrein und wird seitdem jede Nacht von jener Dame in Gelb
      heimgesucht, deren Berührung ihn in Ohnmacht fallen läßt. Wie sich zum Schluß
      aus einem alten Manuskript herausstellt, handelt es sich dabei um eine
      entfernte Verwandte der Lucrezia Borgia. In dem
      Sammelband „Windmüllergeschichten“; (1921) versuchte sich E. v. A.-B. mit der
      Erzählung „Junges Blut“; auch an einer Vampir-Geschichte.
      Neben dem Schreiben solcher mehr oder weniger leichter Literatur verfasste sie
      auch zahlreiche historische Romane und Biographien, die durchaus beachtenswert
      sind und sich durch gut recherchierte Details auszeichnen. Immerhin war sie
      auch Ehrenmitglied der „Société Archéologique de France“ (Paris) und Mitglied
      der „Accademia letteraria dell' Arcadia“ (Rom).

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Nakarm Pajacyka