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12.10.04, 20:11
Der Autobauer General Motors will Presseberichten zufolge mehr als jede
fünfte Stelle seiner 62.000 Arbeitsplätze in Europa abbauen. Die Hauptlast
der Sanierung solle die deutsche Tochter Opel tragen. Betroffen seien
voraussichtlich die Werke in Rüsselsheim und Bochum.
DPA
Opel-Produktion in Bochum: Kein Geld für eine grundlegende Modernisierung
Frankfurt am Main - Laut Berichten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und
der "Financial Times" sind nur die Opel-Werke im thüringischen Eisenach und
Gleiwitz in Polen einigermaßen vor Stellenabbau sicher. Nach internen
Berechnungen stehe das Werk Bochum am schlechtesten da. Um eine Schließung zu
verhindern, müsste es grundlegend modernisiert werden, sagte ein Manager der
Zeitung. Dafür sei jedoch kein Geld vorhanden.
"Wir sehen uns mit sehr hohen Kosten in Westeuropa konfrontiert, vor allem in
Deutschland und Großbritannien", begründete eine GM-Sprecherin die
Notwendigkeit zu Einschnitten. "Auf Schlüsselmärkten wie Deutschland sind wir
in einer schwachen Position." Zu einem möglichen Stellenabbau wollte sie sich
jedoch nicht äußern.
Der Restrukturierungsplan für General Motors Europa wird für Donnerstag
erwartet. Dann legt der Konzern seine Quartalszahlen vor.
In den vergangenen vier Jahren hat der Autobauer in seinem Europa-Geschäft
rund drei Milliarden US-Dollar verloren. Allein Opel hatte 2003 einen
operativen Verlust von 384 Millionen Euro verbucht. GM hat bereits
angedeutet, unter Umständen ein Werk komplett zu schließen. Dies könnte Opel
in Rüsselsheim oder Saab im schwedischen Trollhättan treffen.