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Kosciol katolicki na Ukrainie

10.01.06, 23:57
Die Katholische Kirche in der Ukraine erleidet gegenwärtig von Seiten der
Staatsmacht unglaubliche Schikanen und Diskriminierungen. Ein Hilferuf.
Der Bischof von Odessa-Simferopol hat sich kürzlich mit einem dramatischen
Hilferuf an die Weltöffentlichkeit gewandt. Das berichtete die
Webseite ‘totalcatholic.org’.

Bischof Bronislaw Bernacki (61) richtete ein dringendes Schreiben an den
Papst und verschiedene Regierungspräsidenten, unter ihnen auch an die
Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Odessa ist eine russischsprachige Stadt mit mehr als einer Million
Einwohnern. Sie liegt am Schwarzen Meer 440 Kilometer südlich der
Landeshauptstadt Kiew.

In seinem Brief erklärt Mons. Bernacki, daß sich die örtlichen Behörden nach
wie vor weigerten, kirchliche Immobilien, die während der kommunistischen
Christenverfolgung geraubt wurden, zurückzuerstatten.

Mons. Bernacki fordert darum eine internationale Expertenkommission. Sie soll
die Verletzung der Rechte und Freiheiten der katholischen Minderheit in
diesem Gebiet der Ukraine vor Ort überprüfen.

„Vertreter unserer Regierung demonstrieren auf allen Ebenen Offenheit. Aber
ich muß leider bestätigen, daß wir Katholiken feststellen, daß sich die
Situation in jüngster Zeit verschlechtert hat“, erklärte Bischof Bernacki.

In der Stadt Ismail – 200 Kilometer südwestlich von Odessa – hätten die
Nachbarn ein Privathaus direkt an die örtliche katholische Kirche hin
errichtet, sodaß das Gebäude die Fenster des Gotteshauses versperrt.

In einer anderen Stadt würden Fahrzeuge über den Kirchhof fahren.

Direkt bei der Kathedrale in Odessa würden Fremde ihre Autos waschen und ihre
Hunde spazieren führen.

Der Bischof erklärte, daß seinem Bistum für die diözesane Administration nur
ein vier Quadratmeter großes Zimmer zur Verfügung stehe.

Die bischöfliche Wohnung von Mons. Bernacki ist ein kleiner Raum über der
Sakristei der Kathedrale. Er dient auch für kirchliche Zusammenkünfte.

„Zahllose Male haben uns die Behörden Grundstücke verweigert, um Kirchen in
Odessa, Simferopol und an anderen Orten zu bauen“, erklärt der Bischof.

Seit Jahren versucht die Diözese, die Katholische Kirche im Zentrum von
Sevastopol – 700 Kilometer südlich von Kiew auf der Halbinsel Krym –
zurückzuerhalten. Das Gotteshaus wird gegenwärtig als Kino verwendet. Im
Altarraum hat die Stadt öffentliche Münztoiletten eingerichtet.

Das von den Kommunisten besetzte Priesterseminar von Odessa wird jetzt vom
Ukrainischen Transportministerium okkupiert. Eine frühere Abmachung, das
Gebäude seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, wurde wieder rückgängig
gemacht.

Gleichzeitig haben die Lokalbehörden – so Mons. Bernacki – verschiedene
nichtreligiöse Gebäude an die größte der drei in der Ukraine existierenden
Orthodoxen Gemeinschaften zurückerstattet, die vom Moskauer Patriarchat
abhängt.

„Wir sind glücklich, daß unsere Schwesterkirche gedeiht. Wir beten für alle
Brüder und Schwestern im christlichen Glauben, daß der Herr ihre guten
Aktivitäten segnen möge.

Aber wie kann es sein, daß es für die Vertreter der einen religiösen
Gemeinschaft ein Gesetz gibt, das die Rückgabe von Kirchengut regelt, während
für die andere Gemeinschaft kein Gesetz existiert?“
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Nakarm Pajacyka