Dodaj do ulubionych

Schönwald (Bojków) - Historia

19.06.06, 19:07
Aus der Chronik der Heimat
Schönwälder Volkssehulwesen durch drei Jahrhunderte

Von Peter Bielke

Mit dem Küster fing es an

Schon lange ehe eine intensive schulmäßige Erziehung von Staatswegen ein­setzte,
sorgten die Cisterziensermönche in Räuden, in deren Obhut das Stiftsdorf
Schönwald sich befand, für die Erziehung der Jugend. Bis um die Gründungszeit
des Dorfes reichen die Spuren der schulmäßigen Erziehung der Kinder zurück. In
den ersten Anfängen war es der Küster, der Schul- und Küsteramt zugleich
betreute, die Küsterwohnung diente zugleich als Schulstube für die damals
geringe Schul­kinderzahl, wie der Chronist berichtet, war sie auch genügend
groß. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts finden wir genauere Angaben darüber in
den Kirchenbüchern. Der erste Lehrer und Küster, von dem wir da hören, war
Christoph Quinta. Er ver­sah sein Amt bereits 1645 und starb 1669. Sein
Nachfolger war bis um 1675 ein Nesporke, dann war es Paul Merzik, darauf ein
Curtius, dem 1679 Valentin Zoremba folgte. Im Visitationsberichte desselben
Jahres erfahren wir zum ersten Male etwas über sein Einkommen. Sein Nachfolger
wurde Alois Zyron, nach ihm kam ein Ber-nadski an seine Stelle. Um 1770 versah
schon Johannes Lerch das Schul- und Küster­amt; von nun an bekommen wir
zuverlässigere Nachrichten über die Schul Verhält­nisse in Schönwald. Als dieser
Weihnachten 1797 starb, übernahm Ignatz Hauser die Lehrer- und Küsterstelle,
die er 41 Jahre bis zum Jahre 1839 innehatte. Zu seiner Zeit wurde zufolge des
ständigen Ansteigens der Schulkinderzahl die erste Adju­vantenstelle an der
Schule eingerichtet. Ihm folgte sein Sohn-Ignatz Hauser, der bisher die
Adjuvantenstelle versah, und bis Neujahr 1880 tätig war. 1878 feierte er sein
60jähriges Lehrerjubiläum, er war somit 62 Jahre, die Adjuvantenjahre
mitbezählt, als Lehrer am Orte tätig. 1855 wurde eine zweite Adjuvantenstelle
ein­gerichtet. 1880 übernahm das Schul- und Küsteramt Emil Kwasnick, er erhielt
auch bereits den Titel Hauptlehrer, da nun schon fünf Lehrkräfte am Orte waren.
1904 wurde die Hauptlehrerstelle durch den Minister in eine Rektorstelle
erhoben, da die Schülerzahl auf 700 und die Lehrerzahl auf neun gestiegen war.
Emil Kwasnick versah sein Amt bis 1. Juli 1912. Es trat hier nun der seltene
Fall ein, daß durch 146 Jahre nur vier Schulleiter die Erziehung der Dorf
Jugend leiteten. Am 1. 7. 1912 übernahm Rektor Alfons Winkler die Schulleitung,
die er 21 Jahre als Rektor innehatte, um dann zunächst als Rektor einer
Berufung nach Glelwitz und 1937 als Schulrat in den Kreis Guttentag zu folgen.
Ihm folgte Rektor Franz Kretschmer im Amt. Er hatte das Glück, die von seinem
Vorgänger schon lange ge­wünschte Erweiterung der Schulräume durch einen
repräsentativen Neubau zu erleben. Er sollte der letzte Rektor in Schönwald
sein. Mit seinen ihm liebgewordenen Schönwäldern ging er 1945 ins Exil und
starb am 5. Mai 1954 in Wert (Westfalen), woselbst er auf dem Schloßfriedhof
seine letzte Ruhestätte fand.
Obserwuj wątek
    • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:10
      6 Rthl., 30 Fuhren Holz, Brot, Eier und Käse

      Um 1679 erfahren wir zum ersten Male etwas über das Einkommen des Lehrers, der
      zumeist auch das Küster- und Ortsgerichtsschreiberamt mitversah. Sein Gehalt
      als Lehrer betrug dazumal 6 Reichsthaler, 30 Fuhren Holz und von jedem der 61
      Bauern 2 Brote, 12 Eier und Käse. Als Küster erhielt er außerdem 5 Scheffel
      Roggen und ein Stück Acker zur Benutzung. Im Laufe der Jahre (besserte sich
      sein Einkommen. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts betrug es 50 Thaler nebst
      den Naturalbezügen im Werte von 54 Thalern und als Küster weitere 50 Thaler,
      was also eine Einnahme von 154 Thalern jährlich ergab. Pur den eigenen Bedarf
      erhieltoA er außerdem 5 Klafter Holz, freie Benutzung der Küsterwohnung und
      eines zui * Schulstelle gehörenden Gärtchens, sowie 6 Morgen Fundatlonsacker
      und die Gras­nutzung auf dem Kirchhofe. Die Adjuvanten erhielten 40 Thaler und
      freie Kost beim Lehrer, dem dafür die Gemeinde das Deputat und 35 Thaler
      Beköstigungsgeld gab. Als 1867 und 1871 die erste und zweite Adjuvantenstelle
      in Lehrerstellen um­gewandelt wurden, erhielten diese Lehrer je 120 Thaler
      Gehalt, 3 Klafter Holz und freie Wohnung. Solange nur ein Lehrer im Dorfe
      wirkte, hieß er "Schulmeister" oder "Schiler", eine altdeutsche Bezeichnung,
      die heute nur hin und wieder noch von den ältesten Leuten angewandt wird. Erst
      als mehrere Lehrer am Orte wirkten, drang das hochdeutsche Wort »Lehrer« durch.
      • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:15
        Zuerst in der Küsterwohnung, dann in der "Pfarrtei"
        Bis ums Jahr 1786 wurde der Unterricht in der Küsterwohnung erteilt. Da sich
        diese aber mit der Zeit als zu klein erwies, wurde 1786 die alte "Pfarrtei" als
        Schule eingerichtet. Bei den Urbarverhandlungen am 14. 2. 1786 berieten die
        Dorfältesten schon über den Bau einer neuen Schule, deren unabweisbares
        Erfordernis mit dem Ansteigen der Kinderzahl um die Jahrhundertwende immer
        dringlicher wurde. Jedoch erst 1812 wurde der erste Kostenanschlag eingeholt,
        nach welchem sich der Bau auf 867 Thaler, 3 Sgr. und l Pfg. einschließlich der
        Spann- und Handdienste, welche die Gemeindemitglieder unentgeltlich leisteten,
        stellte. Aber erst nach deiL Befreiungskriegen (1815) wurde der Bau ausgeführt,
        worin 2 Lehrstuben vorgesehe waren. Das Schulhaus war 76 Ellen lang, 30 Ellen
        breit, 9 Ellen im lichten hoch und mit Schoben gedeckt. Die Schülerzahl mehrte
        sich in etlichen Jahren so, daß auch diese Räume zu klein wurden. Es mußte
        darum an eine Erweiterung der Schule gedacht werden. Diese wurde denn auch in
        den Jahren 1840 und 1841 unter dem Werkführer Simon Gemander ausgeführt, und
        kostete laut Anschlag vom 14. Ja­nuar 1838, 1102 Thaler, 6 Sgr. Dieser
        Erweiterungsbau war auf 200 Kinder berech­net und 451/2 Fuß lang, 48 Fuß tief
        und 101/2 Fuß hoch aus Balken und mit Schoben-bedachung, 1855 wurde in dieser
        Schule eine bereits vorgesehene dritte Schulstube eingerichtet mit einem
        Aufwande von 214 Thaler, 12 Sgr., l Pfg. 1865 beriet man bereits wieder über
        einen der Kinderzahl, die inzwischen wieder sehr gestiegen war, entsprechenden
        Schulneubau. (Fortsetzung folgt)
        • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:15
          Die Schulhäuser

          "Weiße Schule"

          Die heute noch stehende "Weiße Schule" wurde 1875 von Baumeister Draub,
          Gleiwitz, mit 3 großen Klassenzimmern und 3 Lehrerwohnungen, mit ausgebautem
          Dachstock gebaut. Die Außenmaße waren 12x18 m, Raumgröße 216 qm mit einer
          Jahresrohmiete von 580 RM. Daneben wurden Kohlen- und Kleintierställe für die
          Schule und die Lehrerschaft sowie eine freistehende WC-Anlage gebaut. Schule
          und Nebengebäude wurden 1912 gründlich erneuert und die Schule mit einem neuen
          Dachstuhl ausgestattet.

          "Rote Schule"

          Das alte Küster- und Schulhaus war bereits 1892 baufällig geworden, so daß es
          abgebrochen wurde, und an dessen Stelle erstand die "Rote Schule" mit 4 Klassen­
          räumen und der Rektor- und Organistenwohnung. Größe 12x20 m, Raumgröße 240 qm
          und einer Jahresrohmiete von 580 RM. Da zum Organistenamt auch 5 ha Acker
          gehorten, waren im Hof der "Roten Schule" auch Scheune und Stallungen hierfür
          vorhanden. Als weitere Nebengebäude waren die WC-Anlagen neben dem Schulhof
          ausgebaut.

          Niederdorfschule

          1907 wurde ein drittes Schulgebäude mit 6 Klassenräumen im Niederdorf
          erfichtet. Auch hier waren 3 Lehrerwohnungen untergebracht. In dem geräumigen
          Schulhofe standen als Nebengebäude Kleintierställe und WC-Anlagen zur Verfügung.
          So konnte nun seit 1907 der Unterricht in 3 Schulgebäuden mit 13 Klassenräumen
          durchgeführt werden. Das Lehrerpersonal, das in den Schulen nicht unterkommen
          konnte, wohnte in Privatwohnungen.
          • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:16
            Steigende Einwohnerzahl - Steigende Schülerzahl

            Dem starken Anwachsen der Einwohnerzahl von Schönwald entsprechend stiegen auch
            die Schulkinderzahlen. Waren es 1802 noch 112 Schulkinder, so stieg diese Zahl
            bis 1864 schon auf 210 Schulkinder. 1888 waren es bereits 486 Schulkinder. In
            den folgenden Jahren ging diese Zahl zurück, so daß im Jahre 1890 440
            Schulkinder vorhanden waren. Nun setzte wieder eine stetige Steigerung ein. 700
            Schulkinder waren es bereits im Jahre 1905. Im Jahre 1912 stand die Zahl auf
            763 und 1945 waren es bereits 998 Schulkinder. Daß nun die vorhandenen 13
            Klassenzimmer nicht mehr ausreichten, war der Lehrerschaft und der
            Gemeindeverwaltung längst klar geworden.

            "Neue Schule"

            Unter Bürgermeister Josef Kotitschke und Rektor Alfons Winkler begannen nun die
            Vorarbeiten zum Neubau eines die Schulraumnot für längere Zeit zu behebenden
            Schulgebäudes. Unter Bürgermeister Rüger und Rektor Kretschmer wurde in den
            Jahren 1938/39 der Neubau getätigt. Mit einem Kostenaufwand von 180000 RM wurde
            der Bau und die Einrichtung von der Gleiwitzer Baufirma Lisson und den
            Schulmöbelfabrik Müller, Beuthen, ausgeführt. Kurz vor Kriegsbeginn konnte die
            Schule ihrer Bestimmung übergeben werden, Neben 14 Klassenräumen, einem Zei­
            chenraum, einem Handarbeits- und 2 Haushaltungsschulräumen, einem Konferenz­
            zimmer, einem Rektoratszimmer, 2 Lehrerzimmern sowie Lehrmittelräumen mit einer
            wertvollen Schulbibliothek, WC und Duschräumen stand eine Hausmeisterwohnung
            zur Verfügung. Die bebaute Fläche betrug ca. 1000 qm. Ein geräumiger Schulhof
            und ein angrenzender gut ausgebauter Sportplatz dienten der Schule. Als
            Hausmeister füngierte Herr Josef Puscher. Ein ausgedehnter Schullehrgarten, der
            unter Anleitung von Lehrerin Witte von den Schülerinnen der Oberklassen gehegt
            und geflegt wurde.
            • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:16
              Die Turn- und Sporthalle

              1936 wurde den Bedürfnissen der Schule und der sporttreibenden Jugend ent­
              sprechend der schon lange gehegte Wunsch nach einer Turn- und Sporthalle ver­
              wirklicht. In der aufs modernste ausgestatteten Halle waren 2 Umkleideräume,
              sowie Jugendspiel- und Versammlungszimmer und im Keller neben den Heizräumen
              Dusch -und Baderäume untergebracht. Die Hausmeisterwohnung im Erdgeschoß war
              vom Hausmeister Herrn Jakob Peretzke bewohnt. Die bebaute Fläche wies ca. 500
              qm auf. Die Baukosten betrugen samt Einrichtung 55000 RM. Der Halle gegenüber
              liegt ein gut ausgebauter Sportplatz, dessen Pflege dem Hausmeister unterstand.
              So besaß nun die Gemeinde Schönwald in den 4 Schulhäusern mit 27 Klassenräumen
              und genügend Nebenräumen, sowie der Turn- und Sporthalle all das, was eine gut
              funktionierende Dorfschulerziehung und -Bildung benötigt. Sie war die erste
              Landgemeinde, die einen so modernen Schulbetrieb in Oberschlesien nach­weisen
              konnte.
              In das nun gut florierende Schulwesen griff dann stark hemmend der zweite
              Weltkrieg ein. Durch die Einberufung der zumeist jungen Lehrer zum Wehrdienst
              konnte der Schulbetrieb trotz genügender Klassenräume nur beengt durch die
              wenigen Lehrkräfte zur Durchführung kommen. Um so erfreulicher war es, daß sich
              mehrere Lehrersfrauen und pensionierte Lehrerinnen zur Aufrechterhaltung
              derselben zur Verfügung stellten.

              Das Ende

              Das unerwartete grauenvolle Kriegsende brachte dem in so hoher Blüte stehenden
              Schönwälder Schulwesen ein unerwartetes jähes Ende. Die neuen Bewohner wissen
              die unerhörten Bemühungen der einstigen Schönwälder Gemeinde und Schulver­
              waltung, das Schulwesen auf den höchstmöglichsten Stand zu bringen, nicht zu
              schätzen. Die "Niederdorfschule" und die "Rote Schule" wurden ein Opfer ihrer
              Saumseligkeit und ihres Vernichtungswillens. Die "Weiße Schule" und die "Neue
              Schule" sowie die Turnhalle haben durch die polnische Art der Pflege dieser mit
              ungeheuerem Aufwand seinerzeit errichteten Gebäude stark gelitten. Noch geben
              die genannten Gebäude Zeugnis von dem kulturellen Hochstand der in die Fremde
              verbannten Schönwälder. Wielange noch und das letzte Werk der Schönwälder wird
              nur noch in der Erinnerung leben.
              In vorliegendem Beitrag sollte uns allen der Aufstieg des Volksschulwesens in
              Schönwald in den letzten drei Jahrhunderten vor Augen geführt, vor allem auch
              die Erinnerung an unsere einstigen Lehrer, die uns den Weg ins Leben zeigten,
              wachgehalten werden.
              Nicht unerwähnt soll aber auch bleiben, daß die jeweiligen Gemeindevertreter
              und Gemeinderäte sowie die Schulzen, Gemeindevorsteher und Bürgermeister, ohne
              Ausnahme, für die Schulen viel übrig hatten. Den Wünschen der Schulleitung und
              der Lehrerschaft, bezüglich Bewilligung von Mitteln für die Beschaffung von
              Lehr-und Lernmitteln, standen sie stets wohlwollend gegenüber und erfüllten
              diese je nach finanzieller Möglichkeit. Handelten sie doch nach der Erkenntnis,
              daß jede Verbesserung im Schulwesen nicht allein der Lehrerschaft, sondern vor
              allem den Schulkindern und somit der Gemeinde selbst zugute kam. Sie bewahrten
              und för­derten so das Erbe der Raudener Zisterziensermönche, welche vor 700
              Jahren Schön­wald gründeten und sich beispielgebend für die Bildung ihrer
              Untertanen einsetzten.
              (Fortsetzung folgt)
              • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:17

                III. Teil

                Als Schulleiter, Lehrer und Küster waren vom Jahre 1645—1880 tätig: Quinta
                Christoph, von 1645 bis 1660; Nesporke Paul, von 1660 bis 1675; Merzik Jo­
                hannes, von 1675 bis 1690; Curtius Johannes, von 1690 bis 1709; Zaremba
                Valentin. von 1709 bis 1730; Zyron Aloisius, von 1730 bis 1752; Bernatzki
                George, von 1752 bis 1770; Lerch, Johannes, von 1770 bis 1797, gestorben 1797
                in Schönwald; Hauser Ignatius sen., von 1780 bis 1839, geb. 1760, gestorben
                1838 in Schönwald; Hauser Ignatius jun., von 1818 bis 1880, geb. 1800 in
                Schönwald, gestorben 1880 in Schönwald.
                Als Hauptlehrer und Rektoren waren vom Jahre 1880 bis zum Jahre 1945 tätig:
                Kwasniok Emil, vom Jahre 1880 bis 1912, geb. 17. 5. 1850 in Krawarn, Kreis
                Ratibor, von 1869 bis 1880 als Hospitant, von 1880 bis 1904 als Hauptlehrer und
                Küster. Von 1904 bis 1912 als Rektor. Ab 1. 7. 1912 im Ruhestand in Ratibor-
                Hammer, Kreis Ratibor, lebend. Am 15. 6. 1929 dortselbst gestorben.
                Winkler Alfons, vom Jahre 1912 bis 1933, geb. 15. 4. 1883 in Ziegenhals, Kreis
                Neisse. Vom 1. 10. 1912 bis 1. 12. 1933 als Rektor in Schönwald. Dann Rektor in
                Gleiwitz, zuletzt Kreisschulrat in Guttentag-Oberschlesien bis Januar 1945.
                Jetzt im Ruhestand in Riedlingen (Donau), Unterried 30.
                Kretschmer Franz, von 1933 bis 1945, geb. 10. 5. 1884 in Lindau, Kreis
                Leobschütz; vom 1. 12. 1933 bis 21. 1. 1945 als Rektor in Schönwald. Am 2. Mai
                1955 in Werl (Westfalen) gestorben.
                Als Konrektoren wirkten:
                Blum Karl, geb. 15. 4. 1865 in Ruhland, Kreis Prausnitz. Vom 11. Juli 1885 bis
                31. August 1912 als Lehrer, zuletzt bis 31. 3. 29 als Konrektor tätig. Dann in
                Glei­witz im Ruhestande lebend. Am 9. November 1945 fand er seine letzte
                Ruhestätte in Niederschreiberhau im Riesengebirge.
                Langner August, geb. 21. 11. 1874 in Schönheide, Kr. Grottkau. Von 1897 bis
                1929 als Lehrer, dann als Konrektor in Schönwald. 1937 trat er in den Ruhestand
                und lebte dann in Breslau. In Chossewitz, Kreis Beeskow in Brandenburg, fand er
                am 14. September 1948 seine letzte Ruhestätte.
                Sambale Franz, geb. 1867. Von 1887 Lehrer, zuletzt Konrektor in Schönwald.
                Gestorben am 1. 7. 1934 in Schönwald.
                Peterknecht Paul, geb. in Neisse-Neuland. Als Konrektor von 1934, bis 1941 in
                Schönwald. Soll 1945 verstorben sein. Sterbeort unbekannt.
                Pohl Theodor, geb. 20. 12. 1887 in Michelsdorf, Kreis Landshut (Riesengebirge).
                Vom 1. 12. 1930 bis 1. 4. 1941 als Lehrer und Chorrektor, dann auch als
                Konrektor tätig. Seit seiner 1949 erfolgten Pensionierung in Regensburg,
                Brandlbergerstr. 74, wohnhaft.



    • meg_s Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 19:28
      mam to wszystko skopiowane z "glywickich"
      - ale "łapię" poszczególne słowa bez gwarancji że razem maja właściwy sens
      • hanys_hans Re: Schönwald (Bojków) - Historia 19.06.06, 20:26
        Was die Dorf-Chronik erzählt

        Von Flurnamen, Wegbezeichnungen und Ortsnamen in und um Schönwald

        Von Peter Bielke

        Alte Ortschroniken von J. muss 1864 und K. Gusinde 1912, die Schönwälder
        Kir­chenbücher und Grundbücher überliefern eine recht ansehnliche Zahl und
        Vielfalt interessanter Bezeichnungen und Namen für unsere Fluren, Wege, Straßen
        und Nachbarorte.
        Schönwald, allein schon aus ältesten Urkunden als "Scuenevalde" bekannt, nannte
        . man im Volksmunde "Schewaud", eine altdeutsche Sprachform von Schönwald, dem
        Dorf im "schönen Walde". Diese Sprachform ist in unserer Schönwälder Mundart,
        ""die'Ja eine deutsche Mundart ist, bis heute erhalten geblieben.
        Eigenartig mutet es an, daß sogar unsere zweisprachigen Nachbarorte keine
        polnischen Bezeichnungen für Schönwald kannten und auch nicht gebrauchten.
        Le­diglich verzerrten diese den mundartlichen Ausdruck "Schewaud" in
        "Schwewouda". Diese nannten vereinzelt auch die Schönwälder "Schewousanies", das
        kaum der Be­merkung wert war.
        Wollen wir diesen heimatkundlichen und heimatpolitisch recht interessanten
        Be­zeichnungen nachgehen und nachspüren, wir werden finden, wie reich wir an
        diesen Dingen sind.
        Die Namen unserer angrenzenden und in der Nähe liegenden Dörfer und Städte
        wollen wir unserer Betrachtung voranstellen. So eigenartig die Endungen "Drof"
        anmuten, so deuten diese dennoch auch in abgewandelter Form auf "Dorf" hin. Wir
        finden diese Endungen auch in verschiedenen Gebieten Schlesiens, besonders im
        Neisser Gebiet, in den Forschungsarbeiten des weit über Schlesien
        hinausbekannten Heimat- und Sippenforschers Paul Ronge.
        In rein hochdeutscher Form treten diese Namen bereits schon nach dem
        dreißig­jährigen Kriege auf. Wie Vogtsdorf, Giersdorf, Knauersdorf, Kriegerwald,
        Stroppendorf, Niederdorf, Neudorf, Kunzendorf, Rainersdorf, Weiskratscham,
        Schneeschwitzr Preuschwitz u. s. v. a. Kann man für die meisten dieser
        vorstehenden Namen eine Erklärung dahingehend finden, als diese auf Personen und
        sonstiges Bezug nehmen, beziehungsweise hindeuten, so ist zum Beispiel für die
        breiten Namen "Paslite" und "Sennig" schwer eine Erklärung zu finden. Auch keine
        andere Bezeichnung gibt hier einen Hinweis.
        Aus diesen Bezeichnungen können wir ersehen, daß diese Orte auf deutsche
        Gründungen zurückführen. Die spätere slawische Bezeichnung aber aus den
        wieder­holten Versuchen der Verslawisierung Schlesiens, bespnders des
        Oberschlesischen Raumes, herrühren.
        Die Straßen, Gassen und Feldwege haben ebenso wie die Fluren ausnahmslos
        deutsche Benennungen, die sich auch im mundartlichen Ausspruche wiederspiegeln.

Nie masz jeszcze konta? Zarejestruj się


Nakarm Pajacyka