Irving se przyznou!

20.02.06, 14:10
"Wien - Mit halbstündiger Verspätung hat am Montag im Wiener
Straflandesgericht der Wiederbetätigungsprozess gegen den britischen
Holocaust-Leugner David Irving begonnen. Dem 67-Jährigen wird vorgeworfen,
gegen Paragraf 3g Verbotsgesetz verstoßen zu haben. Er hatte im November 1989
bei Vorträgen in Wien und Leoben unter anderem behauptet, die Pogrome der so
genannten Reichskristallnacht wären von als SA-Männern verkleideten
Unbekannten verübt worden und Hitler hätte seine "schützenden Hände über die
Juden gehalten."

Schuldig bekannt

Irving hat sich zu Beginn seiner Einvernahme schuldig im Sinn der Anklage
bekannt, wie es sein Verteidiger Elmar Kresbach bereits zuvor angekündigt
hatte. Zunächst war Staatsanwalt Michael Klackl in seinem Eröffnungsplädoyer
auf die Person David Irvings eingegangen: Dieser behaupte seit Jahren, wenn
nicht Jahrzehnten, er sei ein Historiker: "Er ist alles andere als ein
Historiker, er ist ein begehrlicher Geschichtsfälscher."

"Eine neue Geschichte erzählen"

Sein Bestreben sei es, eine "neue Geschichte" zu erzählen, sagte Klackl.
Irving verfüge über ein Geschichtsbild, "in dem es keine Gaskammern gibt".
Immer wieder habe der Brite von einem "Gaskammern-Märchen" und
einer "Gaskammern-Lüge" gesprochen. Zudem gebe es in Irvings Geschichtsbild
auch den von den Nationalsozialisten organisierten Massenmord nicht, ebenso
wenig wie das millionenfache Sterben im Zuge des Holocaust. Einzelne Opfer
habe es in Irvings Geschichtsbild gegeben, auch zu einzelnen Verbrechen sei
es gekommen, aber vergleichweise wenige - die meisten Opfer seien in den KZ
eines natürlichen Todes, etwa an Seuchen gestorben, wie Klackl die
Behauptungen des Angeklagten in seinen Büchern und Vorträgen zusammenfasste.

"Glorifizierte Erscheinung"

"Adolf Hitler erscheint in seinen Ausführungen als glorifizierte
Erscheinung", so der Ankläger. Er habe sich immer wieder um die Juden bemüht,
ja ihnen seine schützende Hand gereicht, betonte Klackl weiters zu Irvings
Geschichtsbild. Zudem zeige das Geschichtsbild des Engländers "deutliche
antisemitische Züge".

Besondere Bedeutung

Klackl wies auch auf die besondere Bedeutung des Verfahrens hin. So gebe es
bereits Versuche in gewissen Kreisen, den Angeklagten "zu einem Märtyrer des
Rechtsextremismus hochzustilisieren". Zudem gehe es hier um einem "strafbaren
und gefährlichen Missbrauch der Meinungsfreiheit", sagte der Staatsanwalt im
Hinblick auf die nach der Verhaftung Irvings entflammte Diskussion über das
Verbotsgesetz. Es gehe "um den Schutz der Meinungsfreiheit gegen die
menschenverachtende Ideologie, der Irving das Wort redet". Klackl: "So ein
Fall kann nicht unter dem Aspekt der Grundrechte gerechtfertigt werden."

Konferenz von Holocaustleugnern

Nicht zuletzt wies der Staatsanwalt darauf hin, dass Irving erst im Vorjahr
bei einer internationalen Konferenz von Holocaustleugnern aufgetreten sei. In
einem Interview mit dem "Daily Telegraph" habe er zudem gesagt, dass er durch
die österreichische Rechtslage gezwungen sei, sich geständig zu verantworten.
Auch habe er seinerzeit gewusst, dass er gegen österreichisches Recht verstoße

Versuch zu relativieren

Kresbach versuchte die Aussagen seines Mandanten zu relativieren: Die
Rechtslage sei in anderen Ländern zwar ähnlich, aber eben nicht genau so wie
in Österreich. Besonders im angelsächsischen Raum kenne man eine Bestimmung
wie das Verbotsgesetz nicht. Eingesperrt werde man in jenen Ländern wegen
einer unpopulären, blödsinnigen Meinung nicht, "außer in einer Diktatur". Der
Verteidiger: "Wir alle wissen, dass David Irving kein Linksradikaler ist."

"Historischer Autodidakt"

Der Engländer habe sich als "historischer Autodidakt" zudem einen Namen
machen müssen, "einer, der natürlich, um bekannt zu werden, auch provozieren
musste", erklärte der Verteidiger. Zudem habe sich im Laufe der Zeit eine
gewisse Erwartungshaltung der Szene entwickelt. Irving habe es "oft gar nicht
so deutlich sagen müssen" und sei interpretiert worden.

"Klassischer Massendemagoge"

Sein Mandant sei "kein klassischer Massendemagoge", sagte Kresbach. "Er ist
ein in der Zwischenzeit ein etwas einsam gewordener älterer durchaus
talentierter Historiker", der manche schlimme Sachen gesagt habe. Es sei
aber "nicht richtig, dass er in seinen Büchern immer in die gleiche Kerbe
geschlagen" habe. Zudem habe im Jahr 1989 die Staatspolizei bei seinen
Vorträgen keinen Grund gesehen einzuschreiten. "So gefährlich kann's nicht
gewesen sein", befand der Advokat.

Geläuterter Irving

Als jedenfalls nach außen hin geläuterter, um Faktentreue bemühter
Historiker, der grundsätzlich nicht mehr an den Gaskammern und der
Massenvernichtung der Juden während der NS-Zeit zweifle, gab sich David
Irving in seiner rund zweistündigen Einvernahme. Die Ansichten, die er bei
den inkriminierten Vorträgen vertreten hatte, revidierte er: "Diese Meinung
war falsch. Das habe ich in Etappen festgestellt über die letzten Jahre."

"Würde ich heute nicht mehr so schreiben"

Richter Peter Liebetreu versuchte diesem Sinneswandel auf den Grund zu gehen
und konfrontierte Irving daher im Detail mit seinen damaligen Angaben, etwa
der Aussage, Hitler habe seine Hand "ausgestreckt, um die Juden zu
schützen". "Den Satz würde ich heute nicht mehr so schreiben", hielt Irving
fest. Hitler habe "immer wieder seine Hand ausgestreckt, um einzuschreiten".
Es gebe dazu "frappierende Dokumente, auf die von den Historikern nicht
eingegangen wird".

Differenzierung

Ähnlich reagierte der Angeklagte auch auf die weiteren Vorhalte. Er nahm die
ihm angelasteten Zitate mitunter zwar recht deutlich zurück - so betonte er
immerhin, die "meisten Verbrechen" während der so genannten
Reichskristallnacht wären von der SA verübt worden -, beließ es oft aber bei
einem zunächst pauschalen Rückzieher, um dann zu differenzieren.

Gaskammern

Das zeigte sich, als Irving auf die Gaskammern zu sprechen kam und sein
ursprüngliches Leugnen mit einem Zitat rechtfertigte, das er in einem
handschriftlichen Vermerk gefunden habe: "Hätte ich das nicht zitieren sollen
als Historiker? Rückschauend würde ich sagen, ich habe zu viel Wert auf
dieses Dokument gelegt."

Bedauern

Der Richter hielt ihm darauf hin vor, er, Irving, habe auch ein Mal
von "Gaskammer-Märchen" gesprochen. "Ich bedaure es, dass ich diese sehr
starke Formulierung verwendet habe", entgegnete der 67-Jährige. Er habe "mit
meinem damaligen Wissen" geglaubt, in Auschwitz hätte es keine Gaskammern
gegeben: "Heute würde ich das so nicht mehr sagen. Ich habe einen Fehler
begangen, indem ich das behauptet habe. Es war ein methodischer Formfehler."

Auschwitz als "Disneyland für Touristen"

Trotzdem wollte Irving von einer weiteren Formulierung nicht abrücken, wonach
Auschwitz ein "Disneyland für Touristen" sei: "Das entspricht leider den
Tatsachen." Man habe da nach dem Krieg "etwas nachgebaut", seither
kämen "einige Touristen im Jahr" dort hin.

Medieninteresse

Der Prozess hatte am Montagmorgen unter regem Medieninteresse begonnen.
Bereits knapp nach 8.00 Uhr hatten sich die schmiedeeisernen Türen zum Großen
Schwurgerichtssaal geöffnet, um angesichts des erwarteten Medieninteresses
kein Gedränge entstehen zu lassen. Die Maßnahme erwies sich als klug gewählt:
Um 8.45 Uhr war der Saal beinahe zur Gänze gefüllt, kein einziger Zuseher
wartete beim Saaleingang mehr auf Einlass. Das Publikum setzte sich zum
Großteil aus Journalisten, Fotografen und Kameraleuten zusammen, wobei
auffiel, dass ein großer Teil davon aus dem anglo-amerikanischen Raum
stammte. Laut Polizei waren auch einige weniger bekannte Vertreter der
rechten Szene zugegen.

Umringt

Um 8.54 Uhr wurde schließlich David Irving in den Saal gebracht und sofort
von einer Traube von Bildberichterstattern umringt und m
    • szwager_z_laband Re: Irving se przyznou! 20.02.06, 14:25
      no to sprzedaz odniego ksionzkow sleci na poziom O
      • ramon6 Re: Irving se przyznou! 20.02.06, 21:33
        schuldig im Sinne der Anklage.
        Natürlich ist er schuldig wenn man die Gesetzeslage in Östereich und
        Deutschland als Maß nehmt.
        • ballest Re: Irving se przyznou! 20.02.06, 21:46
          A wiecie uo tym ze Japonia przejela niemiecki Strafgesetzbuch !?
          • ramon6 Re: Irving se przyznou! 20.02.06, 21:51
            A wiysz Ty, ze po I.WS Polska tysz;-)
            • grba Re: Irving se przyznou! 20.02.06, 22:12
              ramon6 napisał:

              > A wiysz Ty, ze po I.WS Polska tysz;-)

              W odrodzonej Polsce obowiązywał kodeksy karne państw zaborczych do momentu
              uchwalenia jednolitego kodeksu karnego dla całej RP w 1932.
    • builder Re: Irving se przyznou! 21.02.06, 00:01
      wiym ballest,
      roz zes`my na tyn temot dyskutowali=downo tamu,
      i zes` siy ciepil za nim,
      Irving siedziul we austrijackim (pierdlu) cziy lata za gloszenie idiotycznych
      tez uo Auschwitz,

      builder,

      • ballest Re: Irving se przyznou! 21.02.06, 10:36
        "New York - Das American Jewish Committee (AJC) hat am Montag die Verurteilung
        des britischen Historikers David Irving begrüßt. Irving habe dies selbst
        verschuldet, da ihn kein Mensch gezwungen habe, in Österreich seine Ansichten
        zu verbreiten, sagte der Sprecher des jüdischen Verbands, Kenneth Stern,
        gegenüber der APA. Wenige Stunden zuvor war der 67 Jahre alte Irving im Wiener
        Straflandesgericht wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung schuldig
        gesprochen und zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden.

        Auf die Frage, ob Irvings Verurteilung nicht gegen das demokratische Prinzip
        der freien Meinungsäußerung verstoße, sagte Stern, jede Demokratie habe das
        Recht, ihre eigenen Gesetze zu beschließen. Es sei verständlich, dass diese
        Gesetze in Österreich und Deutschland anders sind als in den USA, sagte er.

        derstandard.at/
        • ballest Re: Irving se przyznou! 21.02.06, 10:45
          serwisy.gazeta.pl/swiat/1,34174,3174031.html
          A jak se to tego mou to propagowane na Swiecie zachodnim WOLNOSC SLOWA!?

          Czyzby Prezydent Iranu racje mial, ze my tez wolni nie jestesmy?
          • szwager_z_laband Re: Irving se przyznou! 21.02.06, 12:03
            to juz i Einstein miou rech ze swojom teoriom relatywizmu:))


            ps

            coby wos konsek rozruszac to tako jedna mauo geszichta:))

            "słyszeliście kiedyś o "eksperymencie filadelfijskim" przeprowadzonym przez
            Einsteina? podobno skonstruował on urządzenie i umieścił je na jednym z 2
            okrętów użytych do doświadczenia. oba okręty płynęły po Atlantyku w niewielkiej
            odległosći od siebie, gdy nagle okręt z uruchomionym urządzeniem,
            hm, "deportował się" i "aportował" na drugiej półkuli. potem okazało się, że
            cała załoga miała potworny ból głowy i zmarła w szpitalu (już po
            eksperymencie). następnie Einstein zniszczył wszystkie notatki i plany w
            obawie, aby nikt nie mógł zbudować ponownie takiego urządzenia."

Inne wątki na temat:
Pełna wersja