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Denkmalpflege auf Polnisch

IP: *.dip0.t-ipconnect.de 20.06.04, 17:52
Verwischung und Manipulation deutscher Spuren im Bezirk Oppeln;
Woiwodin Elzbieta Rutkowska versucht, Oberschlesiens Geschichte
und Gegenwart endgültig zu polonisieren


Nicht nur genug, dass Frau Rutkowska als
Woiwodin längst als abgeschafft geltende
Bierut-Enteignungsgesetze anwenden
lässt - siehe die nachträgliche Enteignung
deutscher Hausbesitzer in Oberglogau
noch im Jahre 2003/2004 -jüngst lässt sie
geschichtliche Ortsnamen umbenennen
und alle von Einheimischen errichteten
Denkmäler „überprüfen" und verändern.
Laut dem „Schlesischen Wochenblatt
(Nr. 17 vom 23 - 29 IV 2004) wurden 46
von 67 Denkmälern von einer speziell eingesetzten
„Verhandlungsgruppe" besichtigt.
Man hat dabei in „zum Teil schwierigen
Gesprächen" „Korrekturen" vorgenommen,
Inschriften verändert, das „Eiserne
Kreuz, welches die Gefallenen des
II. Weltkrieges ehrte," entfernt und aus
„Gefallenen" „mit Einverständnis" mancher
Ortsbehörden oder DFK-Gruppen „Opfer"
des Krieges gemacht.
Unbeugsame Gemeinden bezeichnet sie
als „uneinsichtig gegenüber den Argumenten
der Mehrheit". Sie scheut sich
auch nicht, ganz offen anzukündigen, dass
ihre „Überzeugungsarbeit" an diesen Unbotmäßigen
„nicht aufgegeben" wird und
sie nicht „davon abstehen (wird), diese
Stätten zu korrigieren". Die Kosten dieser
„Korrekturen" haben jeweils die Gemeinden
oder DFKTs zu übernehmen. „Außerhalb
der bisher erfassten, gebe es womöglich
noch Denkmäler, von denen wir
nichts wissen...; wenn eine Ortsgemeinschaft
ihrer Angehörigen gedenken will,
kann sie das tun, aber nur in Übereinstimmung
mit dem Gesetz".
Ein schönes Gesetz, sollte es dieses so
geben.
In anderen Bereichen Schlesiens gibt es
diese nationalistische Verfolgung des
Deutschen angeblich nicht, auch wird die
Existenz eines entsprechenden diskriminierenden
Gesetzes bestritten. In einem
ihrer Berichte schreibt die Woiwodin (laut
schlesischem Wochenblatt): „Der jahrelange
Streit um deutsche Denkmäler bewirkte,
dass unsere schöne und wirtschaftliche
Region von vielen als hinterwäldlerisch
und intolerant angesehen
wurde..." und meint dann, dass der Streit
und seine Folgen (die „Korrekturen" an den
Denkmälern!) die polnische „Toleranz gefestigt
(hat) wie auch die respektvolle Erinnerung
an die Geschichte, welche auf
eine Art und Weise zum Ausdruck kommt,
die Gefühle anderer nicht beleidigt und
nicht verletzt."
Welche Begriffe von Toleranz oder geschichtlicher
Wahrheit kann man hier
erkennen?
Welches Verständnis von Grundrechten
und (Nicht-)Diskriminierung von Minderheiten
hat Frau Rutkowska? Es wird Zeit,
dass die Republik Polen sich im Rahmen
der EU an die europäischen Grundrechte
hält und sich von solchen Staatsvertretern
trennt.
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Nakarm Pajacyka