Gość: ballest
IP: *.dip.t-dialin.net
10.11.03, 17:08
Wem gehört Frankfurt?
Noch wissen wir es nicht. Wir wissen nur: Die von Banken beherrschte Main-
Metropole wird erdrückt und erstickt von einem gigantischen Schuldenberg.
Wir wissen, dass diese Schulden die Vermögen von privaten Personen und
Geldinstituten sind. Sie haben offensichtlich so viel Geld, dass sie nicht
mehr wissen, was sie anderes damit anfangen sollen, als es der Stadt gegen
Zinsen zu leihen, und sei es, dass damit die fälligen Zinsen bezahlt werden
können. Wir wissen auch, wie hoch die Zinslast ist, und dass die frei
gewählten Mehrheiten des Stadt-Parlaments inzwischen das Gemeineigentum der
Bürgerinnen und Bürger, damit die materiellen Grundlagen der
verfassungsrechtlich garantierten kommunalen Selbstverwaltung, veräußern.
Dies alles, um die rechtlichen Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen. Dabei
schrecken gewählte Politiker nicht davor zurück, Rechte der Bürgerinnen und
Bürger, vor allem der sozial Schwachen, abzubauen. Dies wirft ernste Fragen
auf, denen niemand länger ausweichen darf. Fragen, die der Bürgerclub
frankfurt.nett beantworten wird. Die wichtigsten lauten:
Wer sind die Vermögenden, bei denen die Stadt konkursreif in der Kreide
steht?
Wem gehören die privaten und öffentlichen Gebäude, wem die Infrastruktur der
Stadt?
Wie und zu welchem Preis wird öffentliches Eigentum zur privaten
Bereicherung genutzt?
Wer erinnert sich noch an die immensen Mieten aus Steuergeldern für die
jahrelang leer stehende Naxoshalle? Gibt es noch weitere dieser Altfälle?
Wie groß sind die öffentlichen Vermögenswerte, die allen Frankfurterinnen
und Frankfurtern gehören, und wie groß sind die Werte, die bisher schon zu
Lasten des öffentlichen Reichtums zu Schleuderpreisen in private Vermögen
verwandelt wurden?
Was gedenken die politischen Mehrheiten im Rathaus noch an öffentlichem
Vermögen zu veräußern, um die Löcher im Stadtsäckel zu stopfen und die
Reichen reicher zu machen?
Sind die undurchschaubaren Geschäfte des Cross-Border-Leasing, die
gegenwärtig die Frankfurter U-Bahn zu Geld machen, nach dem geltenden
Selbstverwaltungsrecht der Bürgerinnen und Bürger überhaupt legal?
Wie groß sind die Schäden, die der Stadt durch Wirtschaftskriminalität und
Korruption zugefügt werden?
Wäre es nicht sinnvoller, Wirtschaftskriminalität und Korruption schärfer zu
bekämpfen statt neue Schulden zu machen oder öffentliches Eigentum zu
verschleudern?
Was könnte die Stadt an sozialen, bildungspolitischen und kulturellen
Angeboten finanzieren, wenn der traditionellen Schuldenpolitik und der
Tolerierung von Wirtschaftskriminalität ein Ende gemacht würde? Wäre es
nicht an der Zeit, ein Moratorium durchzusetzen und nicht die Armen, sondern
die Reichen zur Kasse zu bitten