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Generalplan-Ost / Zamojszczyzna

10.01.05, 22:50
www-users.rwth-aachen.de/stefan.bialucha/GeneralplanOst.htm
Specjalnie dla was ... po niemiecku

Bye !
Against fascism !
HENRY MORGENTHAU jr. jr.


PS

A tu was dalej szukają

www.wiesenthal.com/site/pp.asp?c=fwLYKnN8LzH&b=242023
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    • henry.morgenthau_jr.jr Generalplan-Ost/Zamojszczyzna po niemiecku 1 10.01.05, 23:12
      www.wissen24.de/vorschau/15571.html
      Mit den militärischen Anfangserfolgen der Wehrmacht in Osteuropa wuchs bei den
      Herrenmenschenideologen des Dritten Reiches auch die Zuversicht, ihre Träume
      zur dauerhaften Aneignung der eroberten Gebiete durch „Germanen“ in die Praxis
      umzusetzen. Bevölkerungspolitische Gesamtkonzeption dafür war das
      Projekt „Generalplan Ost“- seit 1941 diskutiert, am 12. Juni 1942 durch
      Heinrich Himmler gebilligt. Danach waren eine Handvoll größerer deutscher
      Siedlungsmarken in Osteuropa und als Siedlungsbrücken zwischen ihnen und dem
      Deutschen Reich drei Dutzend Siedlungsstützpunkte anzulegen. Auch auf diese
      Weise sollten die geschlossenen ethnischen Einheiten der slawischen Völker
      zerstört und der germanischen Herrenrasse die Hegemonie im östlichen Europa
      gesichert werden. Einen großen Teil der ansässigen slawischen Bevölkerung
      beabsichtigten die Nationalsozialisten nach Sibirien auszusiedeln. Der andere
      Teil sollte zur Sklavenarbeit herabgewürdigt in den entsprechenden Gebieten
      vorerst verbleiben dürfen. Die geplante Bevölkerungsverschiebung hätte zwischen
      30 und 90 Millionen Menschen erfasst, wobei der Tod eines Teils dieser „Masse“
      einkalkuliert war.1 Die Realisierung des Generalplans Ost, dessen
      Entstehungsgeschichte und genauer Inhalt hier nicht referiert werden sollen,2
      blieb glücklicherweise Utopie. Sie war für die Zeit nach dem erhofften Endsieg
      vorgesehen. In seinen Anordnungen im Oktober und November 1939 hatte sich
      Himmler auch betreffs der Ansiedlung von Reichsdeutschen dahingehend
      ausgeprochen.3 Allerdings wurde noch während des Krieges mit der ersten Phase
      der „Umvolkung“ begonnen. Himmler war seit dem 7. Oktober 1939 als
      Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums für ... die Gestaltung
      neuer deutscher Siedlungsgebiete durch Umsiedlung, im besonderen durch
      Seßhaftmachung der aus dem Ausland heimkehrenden Reichs- und Volksdeutschen
      verantwortlich.4 Es scheint, dass er in dieser Funktion ungeduldig mit der
      Umsetzung seines „Lieblingsplanspiels“ beginnen wollte und deshalb mit seinem
      SS-Apparat an einigen Stellen losschlug. Dabei ignorierte er die Kompetenzen
      anderer Institutionen des Reichs. Jedoch wird es für den verhältnismäßig
      raschen Beginn der Aktion auch rationalere Überlegungen gegeben haben, denn je
      schneller Himmler seinem Führer formal hervorragende Pläne vorlegte, desto eher
      konnte er sich als Garant ideologischer Fernziele des Regimes profilieren und
      den Anspruch der SS auf den Osten untermauern.5 Wenn er schnell handelte,
      praktische Siedlungsexperimente durchführte, vermochte er seiner SS einen
      Startvorteil bei der Beherrschung des Ostens zu verschaffen. Also nahm man
      bereits während des Krieges diverse Umsiedlungsprojekte in Angriff, so zum
      Beispiel in Südwest-Litauen, in der Süd-Ukraine, auf der Krim, in der
      Untersteiermark/Oberkrain, in Lothringen oder im Protektorat Böhmen und Mähren.
      Die meisten dieser Aktionen scheiterten jedoch am Kompetenzen- und
      Prestigegerangel oder verliefen doch zumindest zuungunsten des
      Reichskommissariats für die Festigung deutschen Volkstums (RKF), da sich die
      jeweiligen Gebietsführer eigene Siedlungsbehörden schufen.6


      Bye !
      Against fascism !
      HENRY MORGENTHAU jr. jr.

      • henry.morgenthau_jr.jr Generalplan-Ost/Zamojszczyzna po niemiecku 2 10.01.05, 23:14
        www.wissen24.de/vorschau/15571.html

        Zur Zeit der Erstellung des „Generalplans Ost“ im Juni 1942 waren bereits
        massive Aussiedlungen und Vertreibungen in den eingegliederten Ostgebieten im
        Gange. Im Generalgouvernement haben wir es jedoch mit einem besonderen Fall zu
        tun: Hier geht es um ein Gebiet, das anders als etwa Kaschubien, Oberschlesien
        oder Elsass- Lothringen niemals zum Deutschen Reich gehört hatte. Unter den
        geplanten Ostlandstützpunkten im Generalgouvernement, die als Siedlungsbrücken
        zu den drei künftigen Reichsmarken im Osten eingerichtet werden sollten, befand
        sich in der Gegend Lublin auch die Kreishauptmannschaft Zamo. Diese sollte in
        die Geschichte als erster deutscher Siedlerbereich im Generalgouvernement
        eingehen, als Testfeld für zukünftige Großgermanisierungprojekte im Osten. Die
        Vorstellungen der Nationalsozialisten, wie und mit welchen Konsequenzen
        Ostmittel- und Osteuropa im Geiste ihrer Rassenideologie umgestaltet werden
        sollten, fanden hier ihre Präzisierung zu einem konkreten Szenario, das
        gewissermaßen den Kulminationspunkt aggressiver deutscher Bestrebungen in bezug
        auf seine östlichen Nachbarn bezeichnet.7

        Außerdem hatte der durch die Germanisierungsaktion hervorgerufene unerwartet
        heftige Widerstand im Umsiedlungsbereich dieser „Zamojszczyzna“ größte
        Bedeutung für den antideutschen bewaffneten Widerstand in Polen überhaupt, an
        dem (und am Vormarsch der Sowjetarmee) dieses Umsiedlungexperiment schließlich
        scheiterte. Trotz Scheitern des Projektes bestürzt die kriminelle Energie, das
        dem Unternehmen innewohnte und es überhaupt inmitten des auszehrenden Krieges
        so weit gedeihen lassen konnte. Menschen wurden zu einer beliebig
        verschiebbaren Masse. Die Hartnäckigkeit, mit der die Aktion Zamo betrieben
        wurde, lässt schlussfolgern, dass den slawischen Völkern des Ostens nach einem
        eventuellen Endsieg der deutschen Faschisten eine „gigantische Zamojszczyzna“,
        und damit langfristig die vollständige „Exterminierung“ gedroht hätte.




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        HENRY MORGENTHAU jr. jr.
        • henry.morgenthau_jr.jr Generalplan-Ost/Zamojszczyzna po niemiecku 3 10.01.05, 23:16
          www.wissen24.de/vorschau/15571.html
          Die Arbeit, die sich aufgrund des Zeitmangels nur auf eine verhältnismäßig
          stark begrenzte Anzahl von Literatur zum Thema stützen konnte, versucht einen
          groben Überblick über dieses Projekt zu geben und vor allem den energievollen,
          auf dem ersten Blick perfekt geplanten, bei näherem Hinsehen jedoch
          dilletantisch-brutalen Realisierungstest des „Generalplans Ost“ plastisch
          darzustellen. Dank der Edition von Czes³aw Madajczyk konnten einige bei ihm
          erstmals veröffentlichte Dokumente verarbeitet werden.8

          1. Einleitung: Die Vorbereitung der „Aktion Zamo“

          Zamo(??) ist eine Kreisstadt im südöstlichen Polen nahe der heutigen
          polnischbelarusischen Grenze, die ihren Namen nach Jan Zamoyski, einem
          königlichen Kanzler, Kongresshetman und Kunstmäzen erhalten hatte. Er ließ
          nämlich diesen Ort Ende des 16. Jahrhunderts als Hauptstadt seines
          umfangreichen Landbesitzes im Stil der italienischen Renaissance erbauen.
          Besonders deutlich sichtbar wird das am großen Markt, das dem Zentrum Paduas
          nachempfunden wurde. Deshalb hat Zamo heutzutage auch seinen Platz auf der
          UNESCO-Denkmalliste. Ende der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts zählte die
          Stadt etwa 18000 Einwohner.9 Warum fiel nun die Wahl für das erste
          Großsiedlungsgebiet auf diese Gegend? Mit seiner Lage im Distrikt Lublin
          besitzt Zamo eine verkehrsgünstige geopolitische Position. So war der Raum von
          Zamo als Tor zur Ukraine beziehungsweise in den Donauraum und zum Schwarzen
          Meer nutzbar. Deswegen konnte das Gebiet als Verbindungsglied,
          als „Deutschtumbrücke“ vom Baltikum nach Siebenbürgen dienen. Als
          vorgeschobener Siedlungsstandort zur Bedrohung des Polentums im
          Generalgouvernement ließ es sich gleichfalls missbrauchen, indem das Polentum
          siedlungmäßig „eingekesselt“ und so allmählich wirtschaftlich und
          demographisch, also „biologisch“, erdrückt werden sollte. Als günstig wurde
          ebenfalls eingeschätzt, dass der Aktion der Exodus und Exitus des ehemals
          starken jüdischen Bevölkerungsteils in der Zamojszczyzna vorausgegangen war.
          Deshalb standen hier viele Höfe leer, in die die auszusiedelnden Polen
          eingewiesen werden konnten. Außerdem war dieser Raum von einer Mischsiedlung
          aus Polen und Ukrainern geprägt, woraus jahrhundertealte Spannungen und
          Kämpfe „zur Behauptung des jeweiligen Kulturbodens“,10 wie es hieß,
          resultierten. Die ließen sich günstigerweise von den deutschen Besatzern
          ausnutzen, um das Gebiet zu beherrschen. Tatsache ist auch, dass dort seit 1784
          auf Initiative Kaiser Josef II. stärkere deutsche Minderheiten gelebt haben,
          die allerdings 1940/41 in den neugebildeten Warthegau umgesiedelt worden waren.
          Die Wahl begünstigte auch das Vorhandensein unversehrter, kleiner polnischer
          Städte angeblich „deutscher Prägung“ und fruchtbarer Lößböden, die gute
          Ernteerträge für die Neusiedler versprachen. Die Wahl und die mit ihr
          verbundene Umsiedlung wären sicherlich undenkbar ohne den geeigneten
          Vollstrecker der Ideen Himmlers gewesen: Odilo Globocnik, der besonders
          skrupellose SS- und Polizeiführer von Lublin. Eine Rolle spielte auch die Nähe
          zur Distrikthauptstadt Lublin, die nach Zamo deutsch besiedelt werden sollte.
          Sie war als wichtiger Kreuzungspunkt des gesamten Transport- und
          Nachschubverkehrs der SS nach dem Osten geplant und sollte als rückwärtige
          Garnison und Zentralmagazin für die SS-Truppen des Ostens dienen. Deutlich
          sichtbar wird der Stellenwert des Distrikts für die SS in der Anlage von
          Konzentrationslagern und deren Nebenlagern, um Arbeitskräfte für den Ausbau der
          SS-eigenen Industrie (Deutsche Ausrüstungswerke, Ostindustrie-GmbH, SS-
          Bekleidungswerke) zu sichern. Als Beispiel ist an dieser Stelle das
          Konzentrationslager Lublin (Majdanek) zu nennen.11




          Bye !
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          HENRY MORGENTHAU jr. jr.

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