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1. Staatstrojaner, Online-Spionage des Staates

26.06.07, 12:11
Polizei und Staatsschutz wollen unerkannt online ermitteln können – die
Hersteller von Antivirensoftware sollen dabei helfen

Die Antivirenhersteller sitzen in der Klemme. Einserseits sollen sie ihre
Kunden ausreichend gegen Attacken aus dem Internet schützen. Zum anderen
stecken hinter diesen Angriffen vermehrt Strafermittler, Polizisten und
Staatsschützer, die sich auf den PCs von Verdächtigen umsehen und dabei nicht
entdeckt werden wollen.

Politiker und Staatsanwälte in der Schweiz und Deutschland fordern die
geheime Onlinedurchsuchung von Computern. Sie möchten die gleichen Mittel
einsetzen wie kriminelle Hacker, um elektronische Spuren zu sichern. Dazu
gehören Trojaner, die Hintertüren zu den PCs von Zielpersonen öffnen. Die
Verdächtigen sollen davon nichts wissen.

Antiviren- und andere PC-Sicherheitsprogramme sind aus Ermittlersicht
gefährliche Stolpersteine. Schlagen sie im falschen Moment Alarm, enttarnen
sie die Geheimermittler und warnen die Kriminellen. Darum wächst das
Bedürfnis von Behörden, die Hersteller von Schutzsoftware zu Gehilfen zu
machen. Die sollen wegsehen, sobald die Polizei oder der Staatsschutz hackt.

Softwarefirmen und staatliche Stellen sollen in Kontakt stehen

Darüber reden Branchengrössen wie Symantec und McAfee ungern – es würde das
Geschäft verderben. Aber die Zeichen sind klar. Möglicherweise würden
staatliche Stellen auf Antivirushersteller zukommen und sie bitten, «dass
Virenscanner beim Staatstrojaner nicht anschlagen», sagt Magnus Kalkuhl, ein
Virenspezialist beim russischen Hersteller Kaspersky Lab. Dies allerdings
mache den Virenschutz absurd, falls der Aufforderung nachgekommen werde.

Laut dem Berliner Chaos Computer Club (CCC) ist dies bereits der Fall. Der
renommierte Hackerverein deckt immer wieder Sicherheitslücken auf. «Einige
Mitglieder des Clubs arbeiten für Sicherheitsfirmen und berichten regelmässig
von geheimen Gesprächen zwischen staatlichen Stellen sowie Antivirenfirmen
und Herstellern von Betriebssystemen», sagt CCC-Sprecher Frank Rosengart.

Anscheinend geht es bei diesen Gesprächen um Sicherheitslücken in
Systemsoftware und Anwendungen, die für Staatstrojaner genutzt werden
könnten. Wenn eine Lücke erst wenigen Leuten bekannt sei, «werden die
Softwarefirmen manchmal gebeten, diese noch eine kurze Zeit für die Behörden
offen zu halten und erst dann zu beseitigen», sagt Rosengart.

Staatliche Hacker müssen sich der gleichen Methoden bedienen wie kriminelle.
Das trägt zum Dilemma der PC-Sicherheitsunternehmen bei. Ihre Programme
sollen Spionagesoftware unschädlich machen, die sich auf der Festplatte
verstecken will. Aber wie kann der Virenscanner den Gauner vom verdeckten
Ermittler unterscheiden? Am einfachsten, wenn der Undercover-Agent sich
heimlich zu erkennen gibt oder einen versteckten Tunnel kennt.

In mindestens zwei Fällen, berichtet CCC-Sprecher Rosengart, hätten
Staatsschützer Spezialisten aus dem Umfeld des Chaos Computer Clubs anwerben
wollen. Die erfahrenen Hacker sollten den Behörden helfen, Trojaner für
geheime Onlinedurchsuchungen von PCs zu entwickeln.

Der Vorteil der Ermittler ist, dass ihre Spähprogramme nicht für den breiten
Einsatz vorgesehen sind. Anders als Computerviren fallen sie nicht durch ein
Aufkommen in der Masse auf. Das erhöht die Chance, unentdeckt zu bleiben. Auf
die gleiche Weise gehen Wirtschaftsspione vor, die mit massgeschneiderten
Trojanern in geringer Zahl auf sorgfältig gewählte Unternehmen
zielen. «Solche Programme sind selbst für Spezialisten kaum aufspürbar», sagt
Rosengart.

Der Geheimdienst NSA hat Windows Vista mitentwickelt

Das Wissen von Sicherheitsexperten kann auf zwei Arten angewendet werden. Das
zeigt die Schwyzer Firma ERA IT Solutions. Ihr Geschäft ist das Absichern von
Firmennetzwerken gegen Hacker. Sie hat aber auch einen Trojaner für das
Abhören von Internettelefonaten entwickelt und bietet diesen ausschliesslich
Behörden zur Nutzung an (SonntagsZeitung vom 8. Oktober 2006).

Antivirus-Marktführer Symantec kam im November 2001 erstmals in Verdacht,
Helfer der US-Bundespolizei FBI zu sein. Chefentwickler Eric Chien sagte
damals, Symantec würde von Abwehrmechanismen gegen einen Trojaner des FBI
absehen, wenn dieser nur vom FBI eingesetzt würde. Laut heutiger
Sprachregelung «hält Symantec die Gesetze der Länder ein, in der wir
Geschäfte tätigen». Dazu gehören die USA mit ihren weit reichenden
Befugnissen für Ermittler nach dem 11. September.

Microsoft sieht sich regelmässig unter Verdacht, US-Ermittlern die Hand zu
reichen. Der Software-Riese hat inzwischen einen Bericht der
Tageszeitung «Washington Post» vom Januar bestätigt, wonach der mächtige
Geheimdienst NSA zum Betriebssystem Windows Vista beigetragen habe. Fachleute
des NSA prüften und berieten demnach ausgerechnet die Entwicklung von
Techniken gegen Viren, Hackerangriffe und Trojaner.

Die Frage ist, ob hackende Behörden immer auf Kriminelle zielen.
Staatstrojaner tauchen oft in der Wirtschaftsspionage auf. Zudem steht die
Wirksamkeit heimlicher Onlinedurchsuchungen von PCs möglicherweise im
Missverhältnis zum Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Schwer Kriminelle
und Terroristen gehen äusserst vorsichtig mit elektronischen
Kommunikationsmitteln um, weil sie möglichst wenige Spuren hinterlassen und
nicht durch ebenfalls elektronische Fahndungsmittel aufgespürt werden wollen.

www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/multimedia/725981.html
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    • mucha_na_dziko1 Jak rzad niemiecki lamie konstytucje? 26.06.07, 12:12
      Wir erleben in diesen Jahren, wie Stück für Stück freiheitliche Rechte abgebaut
      werden. Jetzt sollen sogar auch noch staatliche Behörden heimlichen Zugriff auf
      Computer nehmen können, die online mit dem Internet verbunden sind. Was soll
      man dazu noch sagen: Wenn ein solcher heimlicher Zugriff möglich ist, und vom
      Staat durchgeführt wird, dann ist es denkbar, dass der Staat die Kontrolle über
      einen fremden Computer übernimmt, um dann von dort aus Straftaten
      durchzuführen, die dann dem Computerbenutzer untergejubelt werden. So kann man
      eben dann im Einzelfall (so eine Maßnahme wird immer der absolute Einzelfall
      sein) missliebige Leute fertig machen, wenn man sonst nichts in der Hand hat.

      Noch ist man nicht so weit, aber die Politik baut Stück für Stück vor. Oder
      warum sollen Hacker-Tools verboten werden? Die Details dieses geplanten
      Verbots - darüber bestehen noch Unklarheiten, aber es ist ganz klar, worauf man
      hinaus will: Den Bürger klein halten, seine Entmündigung fortsetzen, denn das
      Internet und der Computer sind Freiheitsräume, die von Bürgern heute benutzt
      werden können. Aber das passt ja nicht so richtig, da geht der Politik einiges
      an Kontrolle abhanden. Also man muss auf jeden Fall irgendwie heimlichen
      Zugriff erhalten.

      Das Abhören von Internetzugängen ist doch problemlos möglich. Auch eine
      Beschlagnahme von Geräten geht. Notfalls kann der Staat eben Wanzen in einer
      Wohnung installieren, dazu könnte er sogar beispielsweise Schornsteinfeger
      beauftragen, die eben mal so nebenbei eine Wanze installieren, wenn sie durch
      die jeweilige Wohnung gehen, die haben ja ein verfassungsrechtlich
      problematisches Zutrittsrecht zur Privatwohnung.

      Ob der Staat Grundrechte schützt, interessiert doch in der heutigen Zeit
      sowieso nicht, schließlich ist jeder Staatsbürger ein potentieller Terrorist in
      der Wahrnehmung des politischen Gesocks, das seinen Enteignungsfeldzug gegen
      das Volk erst teilweise vollendet, aber eben noch nicht beendet hat.

      Die technische Durchführbarkeit ist natürlich ein Problem. Technische
      Hindernisse wie eine Firewall müssen umgangen werden können, aber die schaffen
      das, wenn die wollen. Der Staat ist stärker. Die können Sicherheitslücken
      ausnutzen, die eben immer mal wieder bei jedem Betriebssystem auftreten,
      irgendwie können die das. Man sollte nicht glauben, man könne sich wirklich
      dagegen schützen. Aber das Vertrauen in den Staat sinkt natürlich. Und die
      Möglichkeit, dass Manipulationen aufgedeckt werden, besteht natürlich auch.

      Ganz interessant ist es jedenfalls, dass offenbar richterlich angeordnet solche
      Durchsuchungen stattgefunden haben. Das muss man sich einmal vor Augen halten -
      »richterlich angeordnet« und »stattgefunden haben«. Welcher Richter ordnet so
      etwas an? Warum wird das nicht durch die Öffentlichkeit kontrolliert? Wo in der
      Strafprozessordnung steht eine solche Maßnahme? Wie verhält sich das mit dem
      Grundgesetz? Sind wir schon soweit: Geheime Durchsuchungen auf fremden
      Festplatten? Also ein Telefonabhörmaßnahmen hat man sich schon gewöhnt, dass
      das Internet genau protokolliert wird, dafür kann man auch ausgehen, aber man
      will eben immer weitergehen.

      Es wird meiner Meinung nach Zeit, dass das Staatsvolk sich von der
      gegenwärtigen Bundesregierung trennt. Wir wollen keine Computer-Trojaner, die
      unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung aushebeln. Es besteht eben zu
      befürchten, dass so etwas wie das Celler Loch sich wiederholen könnte - in
      einer digitalen Variante, ohne physische Gewalt. Aber der Staat verspielt eben
      mit solchen Maßnahmen immer mehr vertrauen, vielleicht ist das auch
      beabsichtigt, der Demokratie und dem Vertrauen in den Rechtsstaat auf diese
      Weise Schaden zuzufügen.

      Die Kontrolle ist doch bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt nahezu perfekt. Aber
      wer eine nahezu perfekte Kontrolle in die absolute Perfektion überführen will,
      der will keinen Rechtsstaat, sondern eine Diktatur. Es wäre nicht die erste
      Diktatur, die auf deutschem Boden errichtet wird. Aber wir wissen ja aus
      historischer Erfahrung: Je schlimmer die jeweilige Diktatur, desto schneller
      ist der Spuk vorbei.

      • mucha_na_dziko1 In Deutschland ist JEDER verdächtig! 26.06.07, 12:18
        Juristes berichten.

        Das Bundesinnenministerium will, dass die Ermittlungsbehörden online auf
        verdächtige Computer zugreifen können. Der Pressesprecher des BKA, Dietmar
        Müller, erklärte, es habe bereits Einzelfälle in Strafverfahren gegeben, bei
        denen richterlich angeordnet solche Durchsuchungen stattgefunden haben. Er
        könne aus ermittlungstechnischen Gründen nicht sagen, wie der Zugriff technisch
        funktioniert. Nachdem in der Schweiz schon seit einiger Zeit an umfassender
        Überwachung von Internet und Voice over IP per Staatstrojaner gearbeitet wird,
        gibt es da eigentlich nicht viel zu raten. Bezüglich der Einschleusung von
        Trojanern durch eine Hintertür im Betriebssystem erklärte Microsoft-Sprecher
        Thomas Baumgärtner, es gebe keine Vereinbarung mit staatlichen Stellen “die das
        offizielle Eindringen auf Computersysteme für die Polizei ermöglicht”. Und bis
        nichts Gegenteiliges bekannt wird, gehe ich mal davon aus, dass es auf einem
        Mac dann sowieso nicht funktioniert. Quellen: Heise Süddeutsche Gefunden bei
        Martina Kausch

        www.jurablogs.com/de/staatstrojaner-d
    • konrad-walenrod den deutschen Steuerzahler so schamlos auszunutzen 26.06.07, 12:20
      mucha_na_dziko1 napisała:

      > Polizei und Staatsschutz wollen unerkannt online ermitteln können – die
      > Hersteller von Antivirensoftware sollen dabei helfen
      °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

      mucha_na_dziko1 wieso sitzt Du um 12:11 Uhr vor dem Computer und nicht in der
      Arbeit?

      Schämst Du dich nicht den deutschen Steuerzahler so schamlos auszunutzen?



      • mucha_na_dziko1 Halt die Fresse Baby! 26.06.07, 12:28
        Hat dir schon jemand gesagt dass du ein scheissdreck weiss?
        Messe alle nicht mir deinem jammerlichem Massstab.
        mfg
        Ein Steuerzahler.
        • konrad-walenrod dass du ein scheissdreck weiss? 26.06.07, 12:31
          mucha_na_dziko1 napisała:

          > Hat dir schon jemand gesagt dass du ein scheissdreck weiss?
          ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
          Nein!
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