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22.07.10, 16:46
Berlin (Reuters) - Die schwarz-gelbe Regierungskoalition verliert weiter
drastisch an Zustimmung in der Bevölkerung.
Derzeit käme das Bündnis aus CDU, CSU und FDP bei einer Bundestagswahl nach
einer Forsa-Erhebung zusammen nur noch auf 34 Prozent. Dies ist der
schlechteste jemals ermittelte Wert in der 1986 gestarteten wöchentlichen
Befragung für "Stern" und RTL. Die FDP scheitert in der Befragung mit vier
Prozent zum vierten mal in Folge an der Fünf-Prozent-Hürde, die Union kommt
auf 30 Prozent.
SPD und Grüne profitieren von der Schwäche von Schwarz-Gelb und könnten
gemeinsam eine neue Regierung stellen. Die SPD hält sich in der Umfrage auf
ihrem Jahreshoch von 28 Prozent. Die Grünen steigen um einen Punkt auf einen
Rekordwert von 19 Prozent. Für die Linke würden sich unverändert elf
Prozent der Wähler entscheiden. Damit hat das linke Lager aus SPD,
Grünen und Linkspartei mit zusammen 58 Prozent einen Vorsprung von 24 Punkten
vor Union und FDP.
In einer Allensbach-Umfrage für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schneidet
Schwarz-Gelb mit 38 Prozent leicht besser ab, auch würde hier die FDP mit 6,5
Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. Allerdings führt Rot-Grün
deutlich mit 47 Prozent. Die SPD ist mit 31,5 Prozent genauso stark wie
CDU/CSU. Die Grünen kommen auf 15,5 Prozent. Da die Linkspartei 9,5 Prozent
erhält, verfehlen jedoch SPD und Grüne knapp eine Regierungsmehrheit.