mathias_sammer 27.06.08, 17:49 do mnie listy. (na pdf) zycze milego weekendu, m.s. www.gehirn-und-geist.de/artikel/838509 Odpowiedz Link Zgłoś Obserwuj wątek Podgląd Opublikuj
mathias_sammer Re: w odpowiedzi na twoje 01.07.08, 16:35 Was mich an Diskussionen wie derjenigen, die mein Artikel Von der aufgeklärten Intoleranz zum pauschalen Hass im Telepolis-Forum und anderswo ausgelöst hat, am meisten beunruhigt, ist die Entwertung des Arguments als Prinzip der zivilisierten Auseinandersetzung, die sich in ihnen zeigt. Ich bin in einer Tradition des Lernens und Streitens aufgewachsen, in der es zu den Regeln einer Debatte gehört, dass man die von der Gegenseite vorgebrachten Argumente kritisch prüft und in seiner Erwiderung zu ihnen Stellung nimmt, in der Regel zu dem Zweck, sie zu entkräften. Dieses Prinzip bedeutet zugleich, dass man zumindest an den stärksten und wichtigsten Argumenten der Gegenseite nicht vorbeigehen kann, wenn man überhaupt etwas erwidern will. So trifft immer wieder Argument auf Gegenargument, und im Verlauf der Debatte sondern sich die stärkeren Argumente beider Seiten von den schwächeren - idealerweise steht am Ende ein Erkenntnisgewinn. Demgegenüber ist es ein sicheres Anzeichen für einen unproduktiven, destruktiven Streit, wenn dies nicht geschieht; wenn man die zentralen Argumente des anderen ignoriert und es allein darauf anlegt, ihm einen Schlag zu versetzen. Dies kann man mitunter mit einem guten Argument, aber eben auch mit Tricks, Sprüchen, Polemik, Diffamierung usw. machen. Vielen scheinen alle rhetorischen Mittel gleichermaßen recht zu sein; egal, ob sie berechtigt, fair, begründet, der Wahrheitsfindung in Bezug auf die Streitfrage dienlich sind oder nicht. Die Extremform einer solchen nicht- argumentativen Auseinandersetzung nennt man manchmal "Schlammschlacht". Das Abgleiten von Diskussionen über Fragen, in denen es in letzter Konsequenz um Leben und Tod geht, in eine Schlammschlacht, beunruhigt mich deswegen, weil das Prinzip der Argumentation darauf hinausläuft, dass sich die besser begründete, rationalere Position am Ende durchsetzt und zur Grundlage von Handlungsentscheidungen wird. Je mehr man sich mit dem Prinzip der Schlammschlacht begnügt, desto weniger ist das der Fall, und desto weniger ist also Verlass darauf, dass das künftige Handeln der Beteiligten ein überlegtes und begründetes sein wird. Bei "Politically Incorrect" (PI) ist eine Replik auf meinen Artikel erschienen (Aufklärer Voltaire wäre heute ein 'Rechtsradikaler), von der es im Telepolis-Forum unter anderem hieß, dieser werde darin "unbeeindruckt abgebügelt". Ein anderer kommentierte, mein Artikel sei ja auch "besonders schwach". Mag sein, dass er schwach ist. Ich bezweifle aber, dass ein stärkerer weniger umstandslos abgebügelt würde, und das ist entscheidend. Denn wenn meine Argumentation so schwach ist, wäre es ja um so leichter gewesen, sie zu entkräften. Das geschieht aber nicht. Die eigentliche Argumentation wird ignoriert und die Replik konzentriert sich stattdessen auf Spekulationen und Unterstellungen bezüglich meiner Motive und auf das Klagen über die angebliche Hegemonie der Linken in den Medien. Die Verfasser haben natürlich das Recht, meinen Artikel abzubügeln, so wie ich das Recht hatte, ihn zu schreiben. Um der Sache willen wäre es aber geboten gewesen, sich auch um die Argumente zu kümmern. Odpowiedz Link Zgłoś
atrakcyjny_1 Re: w odpowiedzi na twoje 01.07.08, 17:10 Ten tekst nie napisał Niemiec.Niemcy tak nie mówią. atrakcyjny Odpowiedz Link Zgłoś
mathias_sammer Re: w odpowiedzi na twoje 01.07.08, 17:15 Dokladnie. A jako, ze moj kolega nie potrafi o niczym innym mowic, tylko o Arminie, wpadne za jakis czas, by z radoscia obejrzec jak wzajemnie sie nienawidza. Na chwile mala odskocznia w moim kierunku, a potem zakrwione oczki wzroca sie ku sobie (przy okazji armina od 6 rano na forum, ja per...)i z calym pedem beda sie oskarzac, jak zle maja zycie i jakie udawanie zewszad. wpadne, gdy bede mial zyl dzien, od razu mam lepszy humor:) m.s. Odpowiedz Link Zgłoś