von_fallersleben88 14.09.04, 20:07 www.resistenza.de/krieg/anna.htm Odpowiedz Link Zgłoś Obserwuj wątek Podgląd Opublikuj
von_fallersleben88 51 ofiar z Avasinis 14.09.04, 20:10 www.resistenza.de/krieg/karstwehr.htm Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 51 ofiar z Cumiany 14.09.04, 20:11 www.resistenza.de/krieg/cumiana/cumiana.htm Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Schlesische Jugend 14.09.04, 20:28 lexikon.idgr.de/r/r_u/rudolf-germar/rudolf-germar.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: A, a, a, der Winte Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:29 A, a, a, der Winter der ist da. Herbst und Sommer sind vergangen, Winter, der hat angefangen, A, a, a, der Winter der ist da. E, e, e, nun gibt es Eis und Schnee. Blumen blüh'n an Fensterscheiben, Sind sonst nirgends aufzutreiben, E, e, e, nun gibt es Eis und Schnee. I, i, i, vergiß des Armen nie. Hat oft nichts, sich zuzudecken, Wenn nun Frost und Kält' ihn schrecken. I, i, i, vergiß des Armen nie. O, o, o, wie sind wir alle froh wenn der Niklaus wird was bringen und vom Tannenbaum wir singen O, o, o, wie sind wir Kinder froh. U, u, u, die Teiche frieren zu hei, nun geht es wie der Wind übers blanke Eis geschwind U, u, u, die Teiche frieren zu Text: Hoffmann von Fallersleben Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Abend wird es wied Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:30 Abend wird es wieder, Über Wald und Feld Säuselt Frieden nieder Und es ruht die Welt. Nur der Bach ergießet Sich am Felsen dort, Und er braust und fließet Immer, immer fort. Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh, Keine Glocke klinget Ihm ein Rastlied zu. So in deinem Streben Bist, mein Herz, auch du: Gott nur kann dir geben Wahre Abendruh. Musik: Johann Christian Heinrich Rinck (1770 - 1846) Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Kampfbund Deutscher Sozialisten 14.09.04, 20:31 lexikon.idgr.de/k/k_a/kampfbund-deutscher-sozialisten/kds.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Morgen kommt der W Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:32 Morgen kommt der Weihnachtsmann, Kommt mit seinen Gaben Trommel, Pfeife und Gewehr, Fahn und Säbel und noch mehr, Ja ein ganzes Kriegesheer, Möcht' ich gerne haben. Bring' uns, lieber Weihnachtsmann, Bring' auch morgen, bringe Musketier und Grenadier, Zottelbär und Panthertier, Roß und Esel, Schaf und Stier, Lauter schöne Dinge. Doch du weißt ja unsern Wunsch, Kennest unsere Herzen. Kinder, Vater und Mama Auch sogar der Großpapa, Alle, alle sind wir da, Warten dein mit Schmerzen. Morgen kommt der Weihnachtsmann Text: Hoffmann von Fallersleben, 1798 - 1874 Melodie: nach einem französischen Volkslied Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Es braust ein Ruf Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:33 Es braust ein Ruf wie Donnerhall, Wie Schwertgeklirr und Wogenprall: Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein, Wer will des Stromes Hüter sein? Lieb' Vaterland, magst ruhig sein Fest steht und treu die Wacht am Rhein! Durch hunderttausend zuckt es schnell, Und aller Augen blitzen hell; Der deutsche Jüngling, fromm und stark, Beschirmt die heil'ge Landesmark. Lieb' Vaterland, magst ruhig sein Fest steht und treu die Wacht am Rhein! Er blickt hinauf in Himmels Au'n, Wo Heldengeister niederschau'n, Und schwört mit stolzer Kampfeslust: Du Rhein bleibst deutsch, wie meine Brust! Lieb' Vaterland, magst ruhig sein Fest steht und treu die Wacht am Rhein! So lang ein Tropfen Blut noch glüht, Noch eine Faust den Degen zieht, Und noch ein Arm die Büchse spannt, Betritt kein Feind hier deinen Strand! Lieb' Vaterland, magst ruhig sein Fest steht und treu die Wacht am Rhein! Und ob mein Herz im Tode bricht, Wirst du doch drum ein Welscher nicht, Reich, wie an Wasser deine Flut, Ist Deutschland ja an Heldenblut! Lieb' Vaterland, magst ruhig sein, Fest steht und treu die Wacht am Rhein! Der Schwur erschallt, die Woge rinnt, Die Fahnen flattern hoch im Wind: Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein, Wir alle wollen Hüter sein! Lieb' Vaterland, magst ruhig sein Fest steht und treu die Wacht am Rhein! So führe uns, du bist bewährt; In Gottvertrau'n greif' zu dem Schwert, Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut! Und tilg' die Schmach mit Feindesblut! Lieb' Vaterland, magst ruhig sein Fest steht und treu die Wacht am Rhein! Text: Max Schneckenburger, 1810 - 1849 Melodie: Karl Wilhelm, 1815 - 1873 Dieses Stück, etwa zeitgleich mit Hoffmann von Fallerslebens "Deutschland über alles" entstanden, macht deutlich, was andere zur gleichen Zeit für "vaterländische Gesinnung" hielten, dagegen ist Hoffmanns Lied doch recht harmlos... Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Heut noch sind wir Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:34 Heut noch sind wir hier zu Haus, Morgen geht's zum Tor hinaus, Und wir müssen wandern, wandern, Keiner weiß vom andern. Lange wandern wir umher Durch die Länder kreuz und quer, Wandern auf und nieder, nieder, Keiner sieht uns wieder. Und so wandr' ich immer zu, Fände gerne Rast und Ruh, Muß doch weiter gehen, gehen, Kält und Hitz ausstehen. Manches Mägdlein lacht mich an, Manches spricht: "Bleib lieber Mann!" Ach ich bliebe gene, gerne, Muß doch in die Ferne. Und die Ferne wird mir nah: Endlich ist die Heimat da! Aber euch, ihr Brüder, Brüder, Seh ich niemals wieder. Text: Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874) Melodie: aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Inni kumple Wehrwolfa 14.09.04, 20:36 lexikon.idgr.de/k/k_a/kameradschaft-sued/kameradschaft-sued.php Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Akcja Niemcy - Koledzy Wehrwolfa 14.09.04, 20:35 www.idgr.de/texte/geschichte/nachkrieg/aktion-d-heller.php Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Sojusz hitlerowsko-arabski 14.09.04, 20:40 lexikon.idgr.de/r/r_a/rami-ahmed/rami-ahmed.php Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Protoplasta ballestowej pseudowiedzy 14.09.04, 20:32 lexikon.idgr.de/i/i_r/irving-david/irving-david.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ward ein Blümlein Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:36 Ward ein Blümlein mir geschenket, hab's gepflanzt und hab's getränket. Vöglein kommt und gebet acht! Gelt, ich hab es recht gemacht. Sonne, laß mein Blümchen sprießen, Wolke, komm es zu begießen! Richt empor dein Angesicht, liebes Blümchen, fürcht dich nicht! Und ich kann es kaum erwarten, täglich geh ich in den Garten, täglich frag ich: Blümchen, sprich, Blümchen, bist du bös auf mich!" Sonne ließ mein Blümchen sprießen, Wolke kam es zu begießen jeder hat sich brav bemüht und mein liebes Blümchen blüht Wie's vor lauter Freude weinet freut sich, daß die Sonne scheinet Schmetterlinge, fliegt herbei sagt ihm doch, wie schön es sei Text: Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874) Melodie aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Der Frühling hat Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:37 Der Frühling hat sich eingestellt; Wohlan, wer will ihn sehn? Der muß mit mir ins freie Feld, Ins grüne Feld nun gehn. Er hielt im Walde sich versteckt, Daß niemand ihn mehr sah; Ein Vöglein hat ihn aufgeweckt; Jetzt ist er wieder da. Jetzt ist der Frühling wieder da! Ihm, folgt, wohin er geht, Nur lauter Freude, fern und nah, Und lauter Spiel und Lied. Und allen hat er, groß und klein, Was Schönes mitgebracht, Und sollt's auch nur ein Sträußchen sein, Er hat an uns gedacht. Drum frisch hinaus ins freie Feld ins grüne Feld hinaus Der Frühling hat sich eingestellt wer bliebe da zu Haus? Text: Hoffmann von Fallersleben Musik: nach Johann Friedrich Reichardt Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Manfred Roeder 14.09.04, 20:39 lexikon.idgr.de/r/r_o/roeder-manfred/roeder-manfred.php Cytat Roedera : "Wer Deutscher ist, kann kein Demokrat sein, und wer Demokrat ist, kann kein echter Deutscher sein." Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Jeszcze jeden od Wehrwolfa 14.09.04, 20:37 lexikon.idgr.de/w/w_o/worch-christian/worch-christian.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Abend wird es wied Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:40 Abend wird es wieder, Über Wald und Feld Säuselt Frieden nieder Und es ruht die Welt. Nur der Bach ergießet Sich am Felsen dort, Und er braust und fließet Immer, immer fort. Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh, Keine Glocke klinget Ihm ein Rastlied zu. So in deinem Streben Bist, mein Herz, auch du: Gott nur kann dir geben Wahre Abendruh. Musik: Johann Christian Heinrich Rinck (1770 - 1846) Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Wer hat die schöns Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:40 Wer hat die schönsten Schäfchen? Die hat der gold'ne Mond, Der hinter jenen Bäumen Am Himmel droben wohnt. Er kommt am späten Abend, Wenn alles schlafen will, Hervor aus seinem Hause Zum Himmel leis' und still. Dann weidet er die Schäfchen Auf seiner blauen Flur, Denn all' die weißen Sterne Sind seine Schäfchen nur. Sie tun uns nichts zu Leide Hat eins das and're gern, Und Schwestern sind und Brüder Da droben Stern an Stern. Und soll ich dir ein's bringen, So darfst du niemals schrei'n, Mußt freundlich wie die Schäfchen Und wie ihr Schäfer sein. Text: Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874) Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752 - 1814) Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Summ, summ, summ! Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:41 Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Ei, wir tun dir nichts zu leide, Flieg nur aus in Wald und Heide! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Such in Blüten, such in Blümchen Dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Kehre heim mit reicher Habe, Bau uns manche volle Wabe, Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Wollen bei den Christgeschenken freudig deiner auch gedenken Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Mit dem Wachsstock dann wir suchen Pfeffernüss und Honigkuchen Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! (Text: Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), Melodie aus dem 18. Jahrhundert) Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: "Garstiger Gesang" Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:43 "Garstiger Gesang" begeisterte Michael Zachcial rezitierte am Heinzenwies-Gymnasium Fallersleben-Texte IDAR-OBERSTEIN Wer von den Schülern am Gymnasium an der Heinzenwies bisher den Dichter Hoffmann von Fallersleben nur als Urheber von "Deutschland, Deutschland über alles" oder "Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald" gekannt hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. In zwei ganz besonderen Schulstunden erlebten die etwa 120 Gymnasiasten der Oberstufe und einer zehnten Klasse in der Aula des Gymnasiums einen "Hoffmann von Fallersleben", der als "Vormärz" - Dichter politisch eindeutig Stellung bezog. Auf Initiative der Musiklehrerin Jutta Gerhold und in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Deutsch war der Bremer Musiker Michael Zachcial, der auch beim "Städtischen Kinderliederfestival" aufgetreten war, eingeladen worden. Er präsentierte Ausschnitte aus seinem anspruchsvollen Programm "Knüppel aus dem Sack" oder "Die garstigen Gesänge des Hoffmann von Fallersleben. Dabei stellte er den Dichter des Deutschlandliedes als kritischen Vertreter des literarischen Vormärzes vor. Im Zentrum standen Lieder, die das deutsche Spießbürgertum und Philisterdasein sowie die Träume und Erfahrungen der Amerika-Auswanderer des 19. Jahrhunderts thematisierten. Die ironisch - bissigen und mit Sprachwitz versehenen Texte wurden mit Melodien, die aus dem Volksliedbereich stammen, kombiniert. Verknüpft wurde der Vortrag der politischen Lieder mit Informationen zuzr Biografie des Autors und zu sozialen und historischen Hintergründen zu der Entstehung der einzelnen Texte. Das Engagement und das mitreißende Gitarrenspiel des Rezitators und Musikers ließ die aufmerksam zuhörenden Schüler mit stetig wachsender Begeisterung dem informativen Vortrag folgen. Erst nach mehreren Zugaben konnte "die fächerübergreifende Unterrichtseinheit" beendet werden, und Zachcial wurde abschließend - ebenfalls unterrichtsuntypisch - von einigen Zuhörern sogar um Autogramme gebeten. (jas) Nahe-Zeitung vom 29. März 2003 Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Dezerter z Bundeswehry 14.09.04, 20:45 lexikon.idgr.de/z/z_u/zuendel-ernst/zuendel-ernst.php Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Auschwitz - Birkenau 14.09.04, 20:43 lexikon.idgr.de/a/a_u/auschwitzluege/auschwitzluege.php Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 ANP 14.09.04, 20:42 lexikon.idgr.de/a/a_m/american-nazi-party/american-nazi-party.php Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 SSS w Saksonii 14.09.04, 20:42 lexikon.idgr.de/s/s_k/skinheads-saechsische-schweiz/s-s-s.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ein Männlein steht Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:45 Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Männlein sein, Das da steht im Wald allein Mit dem purpurroten Mäntelein. Das Männlein steht im Walde auf einem Bein Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein, Sagt, wer mag das Männlein sein, Das da steht im Wald allein Mit dem kleinen schwarzen Käppelein ? Das Männlein dort auf einem Bein Mit seinem roten Mäntelein Und seinem schwarzen Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Eine kleine Geige Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:45 Eine kleine Geige möcht ich haben, Eine kleine Geige hätt' ich gern! Alle Tage spielt ich mir Zwei, drei Stücken oder vier, Und sänge und spränge gar lustig herum, Ja, sänge und spränge gar lustig herum, Di del di del dum dum Dumm dumm dumm dumm ! Eine kleine Geige klingt gar lieblich, Eine kleine Geige klingt gar schön ! Nachbars Hans und unser Spitz Kämen alle wie der Blitz: Und sängen und sprängen gar lustig herum, Ja, sängen und sprängen gar lustig herum, Di del di del dum dum Dumm dumm dumm dumm ! (Text Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874, Musik: trad) Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 SS - Siggi 14.09.04, 20:49 lexikon.idgr.de/b/b_o/borchardt-siegfried/borchardt-siegfried.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Der Kuckuck und de Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:46 Der Kuckuck und der Esel, Die hatten großen Streit, Wer wohl am besten sänge Zur schönen Maienzeit Der Kuckuck sprach: "Das kann ich!" Und hub gleich an zu schrei'n. Ich aber kann es besser! Fiel gleich der Esel ein Das klang so schön und lieblich, So schön von fern und nah; Sie sangen alle beide Kuckuck, Kuckuck, i-a! Text: Hoffmann von Fallersleben Musik: Carl Friedrich Zelter (1758 - 1832) Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Auf unsrer Wiese Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:47 Auf unsrer Wiese gehet was, Watet durch die Sümpfe, Es hat ein weißes Röcklein an, Trägt auch rote Strümpfe, Fängt die Frösche, schwapp, wapp, wapp, Klappert lustig, klapperdiklapp! Wer kann es erraten? Ihr denkt, es ist ein Klapperstorch, Watet durch die Sümpfe; Er hat ein weißes Röcklein an, Trägt auch rote Strümpfe, Fängt die Frösche, schwapp, wapp, wapp, Klappert lustig, klapperdiklapp, Nein - es ist Frau Störchin. (Text Hoffmann von Fallersleben, Musik: trad.) Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Kolejna HaKaTa 14.09.04, 20:53 lexikon.idgr.de/v/v_e/verein-fuer-das-deutschtum-im-ausland/vda.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: KNÜPPEL Re: Hoffmann von FallerslebenKNÜPPEL AUS DEM IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:50 KNÜPPEL AUS DEM SACK 1837, in: Unpolitische Lieder 1 Von all den Wüschen auf der Welt nur einer mir anjetzt gefällt KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Und gäbe Gott mir Wunschesmacht, ich dächte nur bei Tag und Nacht KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Dann braucht ich weder Gut noch Gold, ich machte mir die Welt schon hold mit: KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Ich wär ein Sieger, wär ein Held, der erst´ und beste Mann der Welt mit: KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Ich schaffte Freiheit, Recht und Ruh, und frohes Leben noch dazu beim: KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Und wollt ich selbst recht lustig sein, so ließ ich tanzen groß und klein beim: KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Oh, Märchen, würdest Du doch wahr, nur einen einzigen Tag im Jahr KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Ich gäbe drum, ich weiß nicht was, und schlüge drein ohn´Unterlaß KNÜPPEL AUS DEM SACK ! Aufs Lumpenpack! Aufs Hundepack! Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Jednego mniej 14.09.04, 20:51 lexikon.idgr.de/k/k_u/kuehnen-michael/kuehnen-michael.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: VETTER Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:18 VETTER MICHELS VATERLAND Sag wo ist, sag wo ist Vetter Michels Vaterland sag wo ist, sag wo ist Vetter Michels Vaterland Wo Belagerungszustand ein Recht ist und das Volk ein gehorsamer Knecht ist wo die Volksvertreter Philister sind und die ärgsten Heuler die Minister sind Da ist Vetter Michels Vaterland da ist Vetter Michels Vaterland Sag wo ist, sag wo ist Vetter Michels Vaterland sag wo ist, sag wo ist Vetter Michels Vaterland Wo der Allerhöchste nicht Gott ist und wo Mut und Gesinnung Bankrott ist wo der Teufel mit Fürsten im Bunde steht und Einheit und Freiheit zugrunde geht Da ist Vetter Michels Vaterland da ist Vetter Michels Vaterland Sag wo ist, sag wo ist Vetter Michels Vaterland sag wo ist, sag wo ist Vetter Michels Vaterland Wo das Laster bestirnt und gekrönt ist wo die Wahrheit verfolgt und verpönt ist wo nirgends für Freiheit noch Raum ist wo die bessere Zukunft ein Traum ist und wo am Ende alles einerlei ist wenn es nur nicht gegen unsere Polizei ist da ist Vetter Michels Vaterland da ist Vetter Michels Vaterland Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Kolejny Hupka 14.09.04, 20:50 lexikon.idgr.de/h/h_u/hupka-steffen/hupka-steffen.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Michels Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:16 Michels Abendlied 6.Juni 1845 (in: Schwefeläther) Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist; ach ! daß du kalt oder warm wärest ! (Offenbarung Johannis 3, 15.) Ich bin ein freier Mann, nie ficht die Furcht mich an. Für Fortschritt nehm' ich stets Partei, ich denke, red´ und handle frei - Chor (ganz leise): Mit Polizeierlaubnis, Erlaubnis. Ich habe Kraft und Mut, zu opfern Gut und Blut: Ich gebe Geld, ich sammle Geld für die Verfolgten aller Welt - Chor: Wenn’s nur nicht ist verboten, verboten Ich bin beseelt zumal für das was liberal. Zu Dankadressen nah und fern geb’ ich auch meinen Namen gern - Chor: wenn’s nur nicht ist gefährlich, gefährlich. Ich bin ganz rücksichtslos, ich werde furios, ich schimpf' und fluch' auf Tyrannei, Zensur, geheime Polizei - Chor: wenn niemand ist zugegen, zugegen. Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 Jeszcze jeden 14.09.04, 20:46 lexikon.idgr.de/k/k_u/kuessel-gottfried/kuessel-gottfried.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Schweren Anfang Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:54 Lied vom Schweren Anfang 1843, Melodie: Üb immer Treu und Redlichkeit (Mozart) Frag nicht, was fängt man heute an wir sind in großer Not ach, daß man nichts mehr schreiben kann das freie Wort ist tot! Frag nicht, was fängt man heute an wir sind verzweiflungsvoll ach, daß man nichts mehr lesen kann das ist doch arg und toll! Frag nicht, was fängt man heute an, das ist nun mal der lauf, in Deutschland fängt man niemals an in Deutschland hört man auf! Odpowiedz Link Zgłoś
von_fallersleben88 WAW 14.09.04, 20:54 lexikon.idgr.de/w/w_e/weisser-arischer-widerstand/waw.php Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: VOM SCHLARAFFENLAN Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:55 VOM SCHLARAFFENLAND Geschrieben im Jahre 1844, also vier Jahre vor der deutschen Revolution von 1848, kommt einem der Text heute fast vor, als wäre es ein Nachruf auf die Wünsche und Hoffnungen der 89er... Kommt, wir wollen uns begeben jetzo ins Schlaraffenland seht da ist ein lustig Leben und das Trauern unbekannt seht da läßt sich billig zechen und umsonst recht lustig sein Milch und Honig fließt in Bächen, aus den Felsen quillt der Wein Alle Speisen gut geraten, und das Finden fällt nicht schwer Gäns und Enten gehen gebraten überall im Land umher Mit dem Messer auf dem Rücken läuft gebraten jedes Schwein Oh wie ist es zum entzücken, Ei, wer möchte dort nicht sein. Und von Kuchen, Butterwecken, sind die Zweige voll und schwer Feigen wachsen in den Hecken, Ananas im Busch umher Keiner darf sich mühen und bücken, alles stellt von selbst sich ein Oh, wie ist es zum entzücken, Ei, wer möchte dort nicht sein Und die Straßen allerorten, jeder Weg und jede Bahn sind gebaut aus Zuckertorten, und Bonbons und Marzipan Und von Brezeln sind die Brücken, aufgeführt gar hübsch und fein Oh, wie ist es zum entzücken, Ei, wer möchte dort nicht sein Ja, das mag ein schönes Leben, und ein herrlich Ländchen sein Mancher hat sich hinbegeben, aber keiner kam hinein ja, und habt ihr keine Flügel, nie gelangt ihr bis ans Tor denn es liegt ein breiter Hügel ganz von Pflaumenmus davor. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Landsknechtlied Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:57 Landsknechtlied - Sehnsucht in die Heimat 1826 Nur Geduld ! bald ist es besser. Nehm ich in die Hand den Pflug, wird mein Schwert ein Weidemesser, meine Pickelhaub ein Krug. Hirsch und Hasen will ich jagen, niemand soll mein Feind sonst sein. Meine Beut ein Erntewagen ! Und den zwing ich schon allein. Süßer schmeckt am eigenen Tisch mir mein Brot und kühles Bier als Limonen, Wein und Fisch indes reichen Manns Quartier. Gott, du kennst das Gut' und Rechte mein Begehr und mein Beschwer Gott, verleih dem armen Knechte eine gute Wiederkehr ! Wo die Amsel singt im Flieder, wo der bunte Häher schreit, dahin, bring mich wieder, gib zum Spessart dein Geleit Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: FREIHEIT Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:58 DAS LIED VON DER FREIHEIT (1843) Es lebe, was auf Erden / nach Freiheit strebt und wirbt von Freiheit singt und saget / für Freiheit lebt und stirbt Die Welt mit ihren Freuden / ist ohne Freiheit nichts die Freiheit ist die Quelle / der Tugend und des Lichts Es kann, was lebt und webet / in Freiheit nur gedeihn das Ebenbild des Schöpfers / kann nur der Freie sein Frei will ich sein und singen / so wie der Vogel lebt der auf Palast und Kerker / sein Frühlingslied erhebt Die Freiheit ist mein Leben / und bleibt es immerfort mein Sehnen, mein Gedanke / mein Traum, mein Lied und Wort Es lebe was auf Erden / nach Freiheit strebt und wirbt von Freiheit singt und saget / für Freiheit lebt und stirbt Fluch sing ich allen Zwingherrn / fluch aller Dienstbarkeit Die Freiheit ist mein Leben / und bleibt es allezeit. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: AUSWANDERUNGLIED Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 20:59 AUSWANDERUNGLIED (1848) Unsere Fürsten hatten viel versprochen doch das Halten schien nicht ihre Pflicht haben wir denn nun so viel verbrochen warum hielten sie ihr Versprechen nicht Schlimmer wird es jetzt von Tag zu Tage schweigen ist nur unser einzig Recht Untertanen ziemet keine Klage gehorchen muß dem Herrn der Knecht Heute trifft es jenen, morgen diesen jeder hier im Land ist vogelfrei Unsere Brüder werden ausgewiesen mehr als alles Recht gilt Polizei Deutsche Freiheit, die lebt nur im Liede Deutsches Recht, das ist ein Märchen nur Deutschlands Wohlfahrt ist ein langer Friede voll von lauter Willkür und Zensur Darum ziehen wir aus dem Vaterlande kehren nun und nimmermehr zurück suchen Freiheit uns am fremden Strande Freiheit das ist unser Lebensglück ! Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Der erste April Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:00 Der erste April 1. April 1843 Wie wir als Knaben uns doch neckten! Wie wir voll Schelmenstücke steckten! Ich mach´s noch heute nicht bekannt, Wonach ich einstmals ward gesandt, Ich schweige still, Sonst hört ich heute noch: April, April! Man schickt den dummen Narren wie man will. Nach ungebrannter Asche gingen, Nach Mückenfett und seltnern Dingen wir ernsthaft in des Krämers Haus, Der warf uns dann zur Tür hinaus. Schweig still, schweig still! Sonst ruft man heute noch: April, April! Man schickt den dummen Narren wie man will. Wie wir´s gemacht als kleine Kinder, So macht´s ein König auch nicht minder: Er schickt sein Volk nach Freiheit aus, Es kehret wiederum nach Haus Ganz still, ganz still. Die Nachbarn rufen laut: April, April! Man schickt den dummen Narren wie man will. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: WIE IST DOCH DIE Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:02 WIE IST DOCH DIE ZEITUNG INTERESSANT 28.Mai.1841 in: Unpolitische Lieder 2 Wie ist doch die Zeitung interessant für unser liebes Vaterland ! Was haben wir heute nicht alles vernommen ! Die Fürstin ist gestern niedergekommen, und morgen wir der Herzog kommen, Hier ist der König heimgekommen, dort ist der Kaiser durchgekommen, bald werden sie alle zusammenkommen - Wie interessant ! wie interessant ! Gott segne das liebe Vaterland ! Wie ist die Zeitung doch interessant für unser liebes Vaterland ! Was ist uns nicht alles berichtet worden ! Ein Portepeefähnrich ist Leutnant geworden, ein Oberhofprediger erhielt einen Orden, die Lakaien erhielten silberne Borden, die höchsten Herrschaften gehen nach Norden, und zeitig ist es Frühling geworden - Wie interessant ! wie interessant ! Gott segne das liebe Vaterland ! Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Pfaffen Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:03 Pfaffen 22. Mai 1840 (Unpolitische Lieder, 2.Teil) Ihr seid nicht Christen, seid nur Pfaffen, seid nicht des Heilands Ebenbild; ihr führte nicht der Liebe Waffen und traget nicht der Demut Schild. Der Heiland hat der Welt den Frieden, und nur der Sünde Krieg gebracht: Ihr aber habt zum Krieg hienieden die ganze Menschheit angefacht. Ihr kreuzigt täglich noch den Heiland; erschien' er , wie er einst erschien, Ihr rieft wie die Juden weiland und lauter nur: Ha, kreuzigt ihn ! Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: TOD UND LEBEN Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:04 TOD UND LEBEN (Unpolitische Lieder) Wenn du erzählest, Deutsche Geschichte Hexenprozesse, Hexengerichte segne ich unsere Zeit wo man weit und breit keine deutsche Hexe kennt keine foltert und verbrennt Die Menschen waren früher dumm und schlechter doch wir sind aufgeklärt und viel gerechter Wenn du erzählest, Deutsche Geschichte von Demagogen deine Berichte ist ein Hexengericht doch so schlimm noch nicht als auf Fürstenmachtgebot jahrelang lebendig tot Die Menschen waren früher dumm und schlechter und wir sind aufgeklärt und viel gerechter Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: GOTT SEI DER ARMEN Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:05 GOTT SEI DER ARMEN SEELE GNÄDIG ! 16. Februar 1840 -Unpolitische Lieder, 1.Teil Melodie: Wer niemals einen Rausch gehabt hat Der Herr von Leib regierte jetzt, ein ganz gewaltiger Mann, er ist gar wert und hochgeschätzt, und bleibt es auch fortan, denn viele Millionen sind ihm Untertan mit Weib und Kind. Frau Seele schaffet Tag und Nacht, das arme gute Weib, gräbt edles Erz aus manchem Schacht und nur für Herrn von Leib, denn Herr von Leib das ist der Staat, ihr wißt schon was der nötig hat. So wird in Kriegs - und Friedenszeit sein teures Haupt bewacht, und zwar in Glanz und Herrlichkeit, weil‘s ihm Vergnügen macht; und dies Vergnügen kennt kein Ziel und kostet viel, ja viel viel viel. Manch junger Held erhält viel Geld, bloß weil er Wache steht, und sorglos durch die Friedenswelt zu Uniformen geht. Drum zieh den bunten Rock auch an, o Seel‘, und werd‘ ein Kriegesmann ! Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Langweilig Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:06 Langweilig und schlecht 6. Juli 1841 - Unpolitische Lieder, 2.Teil Melodie: Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust Wie ist die Willkür und Gewalt doch in der Welt gemein! Die Welt ist schon so klug und alt und muß doch dienstbar sein! Wann bricht der Freiheit goldener Strahl in unsere Nacht hinein? Wann endet unser Joch einmal, wann unsere Not und Pein? O weh! O weh! Wann unsere Not und Pein? Geduld ist unsere Fröhlichkeit, Gehorsam unser Glück, und niemals kommt Zufriedenheit in unsere Welt zurück. Wohl anders wird es jeden Tag, doch besser wird es nie. Wer das ein Glück noch nenne mag, ist dumm wie‘ s liebe Vieh, o weh! O weh! Ist dumm wie‘ s liebe Vieh. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Trauernden Esel Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:07 Die Trauernden Esel nach Murillo Juli 1841 - unpolitische Lieder, 2.Teil Melodie: Es waren zwei Königskinder Nach glaubwürdigen Reiseberichten gibt es noch bis auf den heutigen Tag in einem Dorfe der Pyrenäen eine Familie Esel, die in gerader Linie von dem Esel abstammen, auf welchem der Heiland seinen Einzug in Jerusalem hielt. Die Esel gingen im Leide, drob staunte die ganze Welt, weil grün noch war die Heide, und Disteln noch trug das Feld. Sie gingen tief gebücket und ließen hangen das Ohr, und hatten den Schwanz geschmücket mit einem langen Flor. Was hat sich denn zugetragen ? Wir staunen und schweigen still, und niemand weiß zu sagen, was diese Trauer will. Wer meldet uns jetzunder, was diese Trauer soll ? Wer deutet uns das Wunder ? Hört zu, ich weiß es wohl. Es starb im spanischen Lande, noch eh‘ ein Jahr verfloß, vom Heilandseselstande schon wieder ein echter Sproß. Drum gehen die Esel im Leide, als ob verdorben das Feld, als ob versenget die Heide und gestorben wäre die Welt. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Die Verbrüderung Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:08 Die Verbrüderung 6. Januar 1840 (Unpolitische Lieder) Melodie: An dem reinsten Frühlingsmorgen ging die Schäferin und sang Nur im Osten kann es tagen, und es tagte wunderbar und im Osten ward geschlagen Frankreichs sieggewohnte Schar. Und die Moscowiterhorden haben uns das Heil gebracht, sind mit uns verbrüdert worden durch die deutsche Freiheitsschlacht. Die Verbrüderung kann nur fruchten, bringt uns Segen immerdar: Dankbar gehen wir drum in Juchten, essen dankbar Kaviar. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Chinesisches Lobli Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:11 Chinesisches Loblied Samstag, 15.Mai. @ 23:37:00 CEST von admin 2.Mai 1841 (Unpolitische Lieder, 2.Teil) Stehende Heere müssen wir haben, Stehende Heer' im himmlischen Reich. Wär' es nicht wahrlich Jammer und Schade, wenn wir nicht hätten manchmal Parade, wenn wir nicht hörten den Zapfenstreich ? Stehende Heere müssen wir haben, stehende Heer' im himmlischen Reich. Stehende Heere müssen wir haben, weil sie in Umlauf bringen das Geld: Wo die Soldaten zechen und zehren, muß sich der Handel und Wandel vermehren, stehende Heere müssen wir haben, weil sie in Umlauf bringen das Geld. Stehende Heere müsen wir haben; wo sie bestehen, bestehen auch wir. Wenn wir die stehenden Heere nicht wollten, wüßten die Junker nicht, was sie sollten, Ach ! und die meisten verschmachteten schier. Stehende Heere müssen wir haben; wo sie bestehen, bestehen auch wir. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Chatten Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:12 Chatten 5. Februar 1840 - Unpolitische Lieder, 1.Teil Sitte war‘s in alten Tagen bei der edlen Chattenschar: Bis man einen Feind erschlagen ließ man wachsen Bart und Haar. Auch noch heute gibt es Chatten, die mit langen Bärten gehen, weil sie noch das Glück nicht hatten irgendeinen Feind zu sehen. Wo die meisten Feinde waren, drang der Chatte wild hinein, Von des Leibes Feigheitshaaren wollt‘ er zeitig sich befreien. Wir auch heute haben Chatten, die mit langen Bärten gehen, doch sie wollen auch den Schatten eines Feindes nicht mal sehen. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Mississippi Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:14 Hier am Mississippi (1844 - Texanische Lieder) Brüder, lasst uns froh jetzt das Glas erheben denn wir können frei ja nur im Ausland leben. Können ohne Pass überall spazieren ohne Polizei täglich kommersieren. Hier am Mississippi! Freies Denken gilt so wie freies Sprechen Nirgends hier für ein Staatsverbrechen hier amcht kein Gendarm jemals uns Bedrängnis und kein Bettelvogt führt uns ins Gefängnis. Hier am Mississippi! Michel baue nicht ferner deine Saaten fürs Beamtenheer und die Herren Soldaten Michel, faß ein Herz, endlich auszuwandern Hier gehörst du dir, da nur stets den andern. Adel, Ordenskram, Titel, Rang und Stände und so dummes Zeug hat allhier ein Ende Hier darf nie ein Pfaff mit der Höll uns plagen nie ein Jesuit uns die Ruh verjagen. Hier am Mississippi! Früher lebten wir gleichsam nur zur Strafe und man schor auch uns gerade wie die Schafe Brüder, lasst uns darum, singen, trinken, tanzen! Keiner darf und kann hier uns je kuranzen. Hier am Mississippi! Michel baue nicht ferner deine Saaten fürs Beamtenheer und die Herren Soldaten Michel, faß ein Herz, endlich auszuwandern Hier gehörst du dir, da nur stets den andern. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Nicht Mord, nicht Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:20 Nicht Mord, nicht Bann, nicht Kerker März 1850 Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker nicht Standrecht obendrein es muß noch stärker kommen soll es von Wirkung sein. Ihr müßt zu Bettlern werden müßt hungern allesamt Zu Mühen und Beschwerden verflucht sein und Verdammt Euch muß das bißchen Leben so gründlich sein verhaßt daß Ihr es fort wollt geben wie eine Qual und Last Erst dann vielleicht erwacht noch in Euch ein besserer Geist Der Geist, der über Nacht noch, Euch hin zur Freiheit heißt Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: HINÜBER Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:22 HINÜBER, HERÜBER (Schön Ännchen - 1857) Mal was leichtes, hatten wir uns gedacht, für die CD, bei all der schweren Kost, gleichzeitig das "schönste" Liebeslied aus seiner Feder: (Das war wirklich nicht seine Stärke...) Es webte schön Ännchen ohn Unterlaß als dächte sie weder an dies noch an das ließ hurtig das Schiffchen wandern von einer Seite zur andern Herüber, hinüber, herüber, hinüber Doch schneller als das Schiffchen flog ihr Herz zum fernen Geliebten zog Ach, könnt er bei mir doch weilen ach, könnt ich zu ihm doch eilen Herüber, hinüber, herüber, hinüber Da pochte schneller und lauter das Herz und größer wurde der Sehnsucht Schmerz das arme liebe Mädchen es netzte mit Tränen die Fädchen Herüber, hinüber, herüber, hinüber Und ehe der Einschlag zu Ende gebracht der Liebste plötzlich die Türe aufmacht da gab´s zwei glückliche Herzen und welch ein Kosen und Scherzen Herüber, hinüber, herüber, hinüber Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: BUNDESZEICHEN Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:23 BUNDESZEICHEN I UND II 2.Oktober 1842 Frei und unerschütterlich wachsen unsere Eichen Mit dem Schmuck der grünen Blätter stehn sie fest in Sturm und Wetter wanken nicht noch weichen. Wie die Eichen himmelan trotz den Stürmen streben wollen wir auch ihnen gleichen frei und fest wie deutsche Eichen unser Haupt erheben. Darum sei der Eichenbaum unser BUNDESZEICHEN daß in Thaten und Gedanken wir nicht schwanken oder wanken niemals muthlos weichen März 1850 Soll uns keine Hoffnung werden, keine mehr in unserem Leide Ach ! Der erste Baum, der grünet, ist die deutsche Trauerweide Deutschland kannst Du dich noch rühmen deiner Reben, deiner Eichen ? Deutschland nimm die Trauerweide jetzt zum Wahr- und Lebenszeiche Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Was lange währt Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:25 Was lange währt, wird gut oder Die Drei Schweizer - 6. April 1844 in: Maitrank Melodie: Was soll ich in der Fremde tun Mit meinem Liebchen an der Hand ist mir die Zeit entflohen O weh mir armen Lieutenant, wie lange wart' ich schon! Bezög ich doch nur bald, ja bald la la la la la la la la la la Das Kapitänsgehalt! Zehn Jahre bin ich Kandidat, zum Warten wie verdammt. O glücklich wer ein Liebchen hat und kommt dann gleich ins Amt! Ein Amt auch noch so klein, so klein, ach wär ein Amt nur mein! Ich bin Assessor fünfzehn Jahr und Bräutigam zugleich, an allem arm, wie ich es war und nur an Hoffnung reich. Heiraten möchte ich bald, ja bald, doch hab ich kein Gehalt. Geduld ist eines Christen Pflicht, Hoffnung sein schönstes Gut. Drum, liebe Brüder, klaget nicht, und fasset frischen Mut! Ja, liebe Brüder, Mut nur Mut! Was lange währt, wird gut. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Lauter Triftige Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:26 Lauter Triftige Gründe 30. April 1844 (in: Maitrank) Melodie: Hänselein, willst du tanzen? "Deutscher Mann, willst du sprechen nicht auch ein freies Wort?" O nein, ich kann nicht sprechen, es ist hier nicht am Ort. Ich will noch werden allerlei, und wenn ich sprech ein bißchen frei, so werd' ich weiter nichts. "Deutscher Mann willst du sprechen nicht auch so frei wie wir?" O nein, ich kann nicht sprechen, fürwahr, es schadet mir. Ich will noch haben mehr Gehalt, und sprech' ich frei, so werd' ich alt und kriege weiter nichts "Deutscher Mann, willst du sprechen nicht auch wie jeder Christ?" O nein, ich kann nicht sprechen, weil' s zu gefährlich ist. In Untersuchung mag ich nicht, Weitläufigkeiten lieb' ich nicht, drum sprech ich lieber nichts. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: TEUFEL Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:27 KRIECH DU UND DER TEUFEL in: Maitrank Melodie: Oh, Berlin, ich muß dich lassen Ja, verzeihlich ist der Großen Übermut und Tyrannei denn zu groß und niederträchtig ist des Deutschen Kriecherei ! Sieht ein Deutscher seines Fürsten höchsterbärmlich schlechten Hund tut er gleich in schönen Worten seine Viehbewunderung kund sieht ein Deutscher seines Fürsten altersschwaches Pferd ist er freudig doch ergriffen von des Gaules früherem Wert sieht ein Deutscher seines Fürsten allerältestes Hoffräulein denkt er, eine Bürgerstochter könnte doch so schön nicht sein Sieht ein Deutscher seines Fürsten jämmerlichsten Kammerherrn steht er still und grüßt in Ehrfurcht und er sieht ihm nach von fern sieht er nun den Fürsten selber, oh, wie ist er dann entzückt wenn Durchlaucht ihn wieder grüßt, nun dann wird er fast verrückt er erzählt dann allen Menschen welche Gnade ihm widerfuhr daß Durchlaucht ihn hat gewürdigt mehr als eines Blickes nur. er erzählt den Kindeskindern, ja, ich habe ihn gesehn ! Und bei Gott nun kann ich ruhig, ruhig in die Grube gehen Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Bewußtsein Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:28 Das erwachte Bewußtsein aus: Maitrank, Melodie: Ein Jäger aus Kurpfalz Bei einer Pfeif Tabak, bei einer Pfeif Tabak bei einer guten Pfeif Tabak, und einer Flasche Bier politisieren wir Juja ! Juja ! Wie glücklich ist fürwahr der Staat der solche Bürger hat, der solche Bürger hat. Da wird dann viel erzählt, ganz viel wird da erzählt gar viel und mancherlei erzählt gestritten und gelacht, und manch ein Witz gemacht Haha ! Haha ! Wie glücklich ist fürwahr der Staat der solche Bürger hat, der solche Bürger hat. Dann stoßen wir auch an, wir stoßen auch mal an auch auf die Deutsche Freiheit an, und unsere Polizei sitzt fröhlich mit dabei Und wenn die Stunde schlägt, ja, wenn die Stünde schlägt und wenn die Feierstunde schlägt Löscht man die Lichter aus und wir , wir gehen nach Haus ! Gut Nacht ! Gut Nacht ! Wie glücklich ist fürwahr der Staat der solche Bürger hat, der solche Bürger hat. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Bei des Storches Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:47 Bei des Storches Wiederkehr Habt Ihr ihn noch nicht vernommen? Auf dem Dache sitzt er schon Unser Storch ist heimgekommen Hört doch, hört den frohen Ton! Klappre du, klappre du klapp klapp klapp Klappre du, klappre du immerzu ! Ja, du bist nun eingetroffen nach so mancher Winternacht hast enthüllet unser Hoffen und den Frühling uns gebracht Klappre du, klappre du klapp klapp klapp Klappre du, klappre du immerzu ! Ach, wie tönt in unsere Ohren doch so süß der frohe Ton Ja, wir sind wie neugeboren denn der Winter ist entfloh' n Klappre du, klappre du klapp klapp klapp Klappre du, klappre du immerzu ! Anmerkung: Eines der unzähligen Beispiele für das Bild des Frühlings, das den Aufbruch in eine bessere Zukunft symbolisiert Der Flüchtling Hoffmann nimmt in seinem politischen Kampf auch ein Kinderlied zwischen revolutionäre Gesänge ! in: Maitrank Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Wie einer gern ein Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:48 Wie einer gern ein Poet werden wollte "Gib mir poetisches Genie Ideen, Witz und Phantasie"! So wandte sich vertrauensvoll ein Fürst zum Musengott Apoll "Und gibst du diese Gaben mir, so bau' ich einen Tempel dir so schön wie einst Walhalla war, die dir erbau'n hieß ein Barbar." Der Gott der kannte seinen Mann, Er dachte: warte nur, Tyrann ! Es hat gereimet sich noch nie Die Tyrannei und Poesie.- Zerknirscht und ganz verzweiflungsvoll lag vor dem Bilde des Apoll allzeit des Fürsten Majestät, als ob er Reu und Buße tät. Ach ! wie er so zerknirscht da lag so manche Nacht, so manchen tag ! Fürwahr, es war erbarmungsvoll ! Da gab ihm k e i n G e h ö r Apoll. in: Deutsche Salonlieder Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Philister Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:49 Das Lied vom deutschen Philister in: Deutsche Salonlieder (von der CD der Gruppe "Grenzgänger") Ein sehr anschauliches Beispiel für die Aktualität der Texte von Hoffmann von Fallersleben. Das ganze unterlegt mit einem schön treibenden sechs-achtel Beat, der sich zu einem leicht afrikanisch anmutenden zwölf-achtel wandelt. Der deutsche Philister, das bleibet der Mann auf den die Regierung vertrauen noch kann der passet zu ihren Beglückungsideen der läßt mit sich alles gutwillig geschehn Befohlenermaßen ist er stets bereit zu stören, zu hemmen den Fortschritt der Zeit zu hassen ein jegliches freies Gemüt und alles, was lebet, was grünet und blüht Sprich, deutsche Geschichte, bericht es der Welt wer war doch dein größter berühmtester Held Der Deutsche Philister, der Deutscheste Mann der alles verdirbt was man Gutes begann Was schön und erhaben, was wahr ist und recht das kann er nicht leiden, das findet er schlecht so ganz, wie er selbst ist, so kläglich, gemein hausbacken und ledern soll alles auch sein Solange der Philister regieret das Land ist jeglicher Fortschritt daraus wie verbannt denn dieses erbärmliche feige Geschlecht das kennet nicht Ehre, nicht Tugend und Recht Du Sklav der Gewohnheit, du Knecht der Gewalt käme dein Simson, o käm er doch Bald Du Deutscher Philister, du gräßlichste Qual o holte der Teufel dich endlich einmal Doch leider hat Beelzebub keinen Geschmack an unsern Philistern, dem lumpigen Pack und wollten sie selber hinein in sein Haus so schmiß der die Kerle zum Tempel hinaus Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: ballest Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip0.t-ipconnect.de 14.09.04, 22:04 Du bist einmalig ! lieber "BüstenHalter" :-)))) -- pyrsk ballest Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Wallfahrtslied Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:51 Wallfahrtslied zum heiligen ungenähten Rock Werft fort, werft fort, die Bibel fort ! denn was bedarf‘ s anjetzt für die Welt noch Gottes Wort ? Greift schnell, greift schnell zum Wanderstock ! Mehr Heil und Gnaden beut für die Welt jetzt Gottes Rock. Frisch auf, frisch auf mit frommen Sinn zum gnadenreichen Rock ohne Naht nach Trier hin Beugt dort, beugt dort wie einst das Vieh vor Jesu Krippelein, vor dem Rock noch eher das Knie. Ablaß, Ablaß von Sünd‘ erhält auf Lebenszeit, wer fromm vor dem Rock jetzt niederfällt Hoffmannsche Tropfen – Melodie: Glück auf, der Steiger kommt (Hoffmann merkt an: In einem jetzt (1844) gedruckten Büchelchen: "Der heilige Rock zu Trier. Gedruckt mit Genehmigung. Bei D. Riesen in der Hosenstraße Nro. 211, in Trier" beginnt S.16 ein Lied: "Würdigstes der Altertümer ! / das uns je die Welt gezeugt; / dir sei nach dem Allerhöchsten / unser Knie zuerst gebeugt." Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Der Regierungsrat Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 14.09.04, 21:51 Der Regierungsrat Der Morgen graut, der Regierungsrat sitzt schon bei seinen Geschäften ist ausgerüstet für Kirch und Staat mit frisch erneuerten Kräften er denkt mit Freuden an seine Pflicht und schreibet einen neuen Bericht Er sitzt und sitzt in den Akten tief hat Weib und Kind vergessen und hätte, wenn ihn die Frau nicht rief sogar die Mahlzeit vergessen Er setzt sich zur Familie und spricht von nichts als von seinem neusten Bericht Der Regierungsrat nimmt sich kaum Zeit mit Ruhe das Mahl zu verzehren da sieht man ihn schon mit Geschäftigkeit zurück an die Arbeit kehren zwar hat er gegessen, doch weiß er es nicht er dachte nur stets an seinen Bericht Beneidenswertes Menschenlos, oh selig verlebte Stunden Der Regierungsrat und sein Aktenstoß sind ewiglich treu verbunden und wenn am Ende das Herz ihm bricht so stirbt er an seinem letzten Bericht Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Was haben wir Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:26 Was haben wir Gänse für Kleidung an Was haben wir Gänse für Kleider an? Gi, ga, gack? Wir gehen barfuß allezeit In einem weißen Federkleid. Gi, ga, gack! Wir haben nur einen Frack. Was trinken wir Gänse für einen Wein? Gi, ga, gack? Wir trinken nur den stärksten Wein, Das ist der Gi - ga - Gänsewein, Gi, ga, gack, Ist stärker als Rum und Rak. Was haben wir Gänse für eine Kost? Gi, ga, gack! Des Sommers gehn wir auf die Au Des Winters speist die Bauersfrau Gi, ga, gack! Uns aus dem Hafersack. Was reden wir Gänse für Sprachen doch? Gi, ga, gack! Wir könnten Professoren sein, Wir reden Griechisch und Latein, Gi, ga, gack! Ist unser Schnick und Schnack. Was machen wir Gänse am Martinstag? Gi, ga, gack! Man führt uns aus dem Stall hinaus In einem fetten Martinsschmaus Gi, ga, gick! Und bricht uns das Genick. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Spitzkugeln Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:28 1849 - Spitzkugeln (Zeit-Distichen) Hoffmann von Fallersleben veröffentlichte diese kleinen Zweizeiler, um nach der gescheiterten Revolution von 1849 seinen Landsleuten deutlich die Meinung zu "geigen" - eben spitze Kugeln abzufeuern. Er wird wenig Gehör gefunden haben, aber seiner Seele Luft gemacht haben. Zeit-Distichen, erschienen im Selbstverlag, Darmstadt 1849, In Kommission bei Leske 1 Distichen, wenn ihr gefallt gar niemandem, würd ich sehr traurig Doch, wenn ihr allen gefielt, würd ich noch trauriger sein. 2 Ja, wir haben geschwärmt für die schwarzrotgoldene Freiheit, und man hat, welch Glück ! Alles uns gnädig verziehn 3 Freiheitstrunkenes Volk, wie liegst du im Katzenjammer Und kein Märzverein machet sobald dich gesund 4 Immer garstiger wird doch die alte Jungfer Europa heute würde wohl Zeus schwerlich zum Ochsen um sie. 5 Freiheit wollte das Volk durch Verfassung breitester Basis aber es folgt auf den März immer ein erster April. 6 Wollen’s versuchen einmal mit einem anderen Monat Was uns der März gebracht märzet man wiederum aus. 7 Dächtet ihr immer zunächst nicht an euch, so würde die Zukunft euer sein und der Staat machte mit euch dann noch Staat 8 Strebt ihr Bürger zu sein, so vergeßt nicht Menschen zu bleiben Gehet unter der Mensch, taugt auch der Bürger nicht viel 9 Vieles habt ihr studiert, doch eins nur lerntet ihr gründlich Systematisch das Volk machen zum zahlenden Knecht. 10 Was doch die Freiheit vermag, ihr ginget als Hasen zu Bette Und als Tiger und Leu’n grüßt euch der rosige Tag. 11 O wie schreit ihr so laut, daß das Vaterland in Gefahr ist Wie patriotisch ! und doch – seid ja nur ihr in Gefahr. 12 Feige nennt ihr das Volk – Still, still ! Maulhelden, was wollt ihr Habt ihr nicht immer das Volk, immer gelassen im Stich ? 13 Alle meint ihr es gut mit des Volkes Rechten und Freiheit Aber ich fand, ihr meint’s doch am besten mit euch. 14 Schufte mit Eichenlaub, abtrünnige Altliberale ! Fällt mit dem Herbste das Laub, bleibt nur noch übrig der Schuft. 15 Fürsten belohnten euch zwar, abtrünnige Feinde des Volkes ! Aber des Volkes Fluch läßt euch nicht Ruhe noch Rast. 16 Welch ein hoher Genuß, wenn man kann mit ehrlichen Männer Eine Minute des Tags heutigen tags sich noch freu’n 17 Mancherlei Krankheit gibt’s und die Sterblichen sterben an mancher Doch daß man stirbt an der Zeit, hat noch kein Doktor gewußt. 18 Die Pyramide von Kugeln zerfällt, wenn du unten was wegnimmst Nimmst du die oberste ab, kann noch das ganze bestehn 19 Wollte der König der Kön‘ge das Fleh’n der Nationen erhören Würd auf der Welt ein Zaunkönig hinfort nur noch sein. 20 Daß du von Gottes Gnaden nur bist, das hast du bewiesen Ja, sonst hätte gewiß längst dich der Teufel geholt 21 Willst du, mein deutsches Volk, für die Freiheit fechten, so mach es Nicht wie der Handwerksbursch ficht – wenn er bettelt um Brot. 22 O wie seid ihr verwandt, du himmlisches China und Deutschland Original und Kopie ! dort Mandarinen wie hier ! 23 Wachet ! Ihr könnt ja schlafen genug im Schoße des Grabes; Wachet ! Der Freiheit Ruf schallt für die Lebenden nur. 24 Seid ihr nicht selber begeistert, wie wollt ihr das Volk doch begeistern ? Eine Revolution macht man nicht mit dem Verstand. 25 Wenn nicht endlich das Volk sein Wohl und Wehe verstehen lernt, mag’s wie der Bär am Strick tanzen und betteln um Brot. 26 Größer nur wollt ihr das Vaterland ? Ihr Thoren, was singt ihr ? Ist dann nicht der Kosack immer der glücklichste Mann ? 27 Stimmt zum Gesange die Welt ein Gefühl, so ist es die Freiheit, leider gelangte das Volk nur zu der Katzenmusik. 28 Schmeißt die Tradition in die Rumpelkammer der Vorzeit, oder das Menschengeschlecht bleibt ein ewiger Sklav. 29 Weil Jahrhundertelang ihr das Volk nicht geliebt und geachtet Soll euch jetzt das Volk lieben und achten im Nu? 30 Ja, die Studierten, sie sind der Hemmschuh aller Bewegung, ob es nun geht ins Tal oder empor auf den Berg. 31 Immer noch treibt ihr Heiligendienst vor dem gläubigen Haufen, und zum trierischen Rock macht ihr ein königlich Kleid 32 Schimpft nicht immer das Volk, daß es unempfänglich und träg ist Schimpft euch selber, denn ihr seid ja nur selber dran schuld 33 Bis an die Tasche, so weit geht euer Liberalismus Dringt er etwa hinein, kommt er nicht wieder hinaus 34 Unsere Fürsten opfern anjetzt die Kinder der Freiheit Ihrem Moloch, der zum Dank nächstens sie selber verzehrt. 35 Dummheit oder Verrat – das waren u n s e r e Dänen. Ehe wie diese gesehen, hatten uns jene besiegt. 36 Wenn ihr jegliches Rot, auch das Rot der Rose verbietet- Nie vertilgt ihr das Rot eurer entsetzlichen Scham. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Vogel Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:35 Alle Vögel sind schon da 1. Alle Vögel sind schon da, Alle Vögel, alle! Welch ein Singen, Musiziern, Pfeifen, Zwitschern, Tierelier'n! Frühling will nun einmarschier'n, Kommt mit Sang und Schalle. 2. Wie sie alle lustig sind, Flink und froh sich regen! Amsel, Drossel, Fink und Star Und die ganze Vogelschar Wünschet dir ein frohes Jahr, Lauter Heil und Segen! 1835 Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: DEMAGOG Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:37 DER EWIGE DEMAGOG (30.4.1842) in: Deutsche Lieder aus der Schweiz Schleppt den Frühling in den Kerker denn er ist ein Demagog weil er der gewohnten Herrschaft seines Vaters entzog Uns um unsere langen Nächte und den schönen Schlaf betrog Schleppt den Frühling in den Kerker denn er ist ein Demagog Schleppt den Frühling in den Kerker der die Welt in Aufruhr bringt Bäche rauschen, Bäume flüstern jeder Vogel zirpt und singt und auch in die Menschenherzen wunderbare Regung dringt Schleppt den Frühling in den Kerker der die Welt in Aufruhr bringt Schleppt den Frühling in den Kerker setzt den Winter auf den Thron Legitim ist nur der Winter und ein Demagog sein Sohn Dieser aber will nichts weiter nichts als Revolution Schleppt den Frühling in den Kerker setzt den Winter auf den Thron Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Do debilka Hanyska IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:38 Czy ty w koncu kiedys zmadrzejesz? Cos mi sie wydaje ze juz sam w to zwatpiles? Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Adolf Re: Do debilka Hanyska IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:40 laband /szwager i inne wredne gebelsy to wy jestescie debilami splac twoje kredyty ty faszysto Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:44 EIN NEUES LIED AUS MEINER ZEIT Geschrieben am 15. Juni 1842, wir haben nur einen Satz umformuliert, schon war der Text wieder hochaktuell ! Refrain: Ein politisch Lied, ein garstig Lied, so dachten die Dichter mit Goethen und glaubten, sie hätten genug getan, könnten sie girren und flöten ! Von Nachtigallen, von Lieb und Wein, von blauen Bergesfernen von Rosenduft und Lilienschein, von Sonne, Mond und Sternen doch anders dachte das Vaterland, das will von der Dichterinnung keinen verbrauchten Leiertand, und keine biedere Gesinnung Refrain: Ich sang nach alter Sitt und Brauch von Mond und Sterne und Sonne von Wein und Nachtigallen auch, von Liebeslust und Wonne Da rief mir zu das Vaterland, Du sollst das Alte lassen den alten verbrauchten Leiertand, du sollst die Zeit erfassen Refrain: Denn anders geworden ist die Welt, es leben andere Leute was gestern noch stand, schon heute fällt, was gestern nicht galt, gilt heute Und wer nicht die Kunst in unserer Zeit, weiß gegen die Zeit zu richten der werde nun endlich beizeiten gescheit und lasse lieber das Dichten. Ein politisch Lied, ein garstig Lied, so dachten die Dichter mit Goethen und glaubten, sie hätten genug getan, könnten sie girren und flöten ! in: Deutsche Lieder aus der Schweiz Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Adolf Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:46 L' Allemagne partout Februar 1842 (in: Deutsche Lieder aus der Schweiz) Melodie: Kein Feuer, kein Kohle, kann brennen so heiß Ihr Freunde, so lasset das Fremde doch ruhn ! Wir haben genug noch zu Hause zu tun. Das Fremde bewundern kann jedermann; macht Eigenes, was man bewundern kann ! Überall mir das Gut' und das Schöne gefällt, doch bin ich kein Affe der ganzen Welt. Ich weiß, was ich habe, ich weiß was ich bin, ich bin ein Deutscher mit Leib und mit Sinn. Das Fremde zu hassen, das fällt mir nicht ein, doch kann ich und will ich ein Deutscher nur sein. Und bleib' s bis zum letzten Atemzug - nun liebt oder haßt mich, nun wißt ihr genug. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: pimpek Re: Do debilka Hanyska(Adolfa) oT! IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:45 Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Adolf Re: Witam w Gliwicach :) IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:44 www.steuerzahler.de Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: wacus Debilek Hanysek-leczenie nie pomoglo! IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:46 Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Re: Debilek Hanysek-leczenie nie pomoglo! IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:48 Wächterlied 9. Dezember 1840 Deutsche Lieder aus der Schweiz Der Wächter sang herab von hoher Zinnen: Die Nacht sie eilt von hinnen ! Wacht auf ! Wacht auf und lasset nicht das süße Licht des neuen Tags verrinnen ! Da hörte man die kleinen Vöglein singen und Preis dem Tage bringen, dem Tage, der von langer Nacht sie frei gemacht und aus des Schlafes Schlingen. Des Volkes Sänger aber blieben liegen in guter Ruh' und schwiegen; sie wollten nicht in Wald und Hag dem neuen Tag mit Sang entgegen fliegen. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:49 Wächterlied 9. Dezember 1840 Deutsche Lieder aus der Schweiz Der Wächter sang herab von hoher Zinnen: Die Nacht sie eilt von hinnen ! Wacht auf ! Wacht auf und lasset nicht das süße Licht des neuen Tags verrinnen ! Da hörte man die kleinen Vöglein singen und Preis dem Tage bringen, dem Tage, der von langer Nacht sie frei gemacht und aus des Schlafes Schlingen. Des Volkes Sänger aber blieben liegen in guter Ruh' und schwiegen; sie wollten nicht in Wald und Hag dem neuen Tag mit Sang entgegen fliegen. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Adolf Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:50 Frühlingslied eines Verbannten 28. April 1843 in: Deutsche Lieder aus der Schweiz Melodie: Und wüßten' s die Blumen, die kleinen Ich geh auf den sonnigen Hügel und schau in die grüne Welt. Es hat sich in Freud' und Hoffnung gekleidet der Wald und das Feld. Ich steh' auf dem sonnigen Hügel und schau in die Ferne hinein: O könnt' ich bei meinen Lieben, dort hinter den Wäldern doch sein! O könnt ich die Tage der Kindheit erneuen in meiner Brust! Mit euch noch einmal träumen des Frühlings selige Lust ! O Nachtigall trag die Botschaft zu meinen Lieben hin ! Sag allen, daß in der ferne ich immer bei ihnen noch bin. Trag meinen Sang hinüber und grüße mein Heimatland ! O Nachtigall, laß dich bitten - du bist ja nicht verbannt. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:52 Das deutsche Nationalgefühl Wie könnt ich mich doch nennen Gänsdarm, das bin ich nicht ! Ich bin ja eine Gensdarme, wie jeder weiß und spricht. "Was, meint Ihr, soll ich sagen, ein Schand-arm ? Wahrlich, nein ! Da müßt ich euch ja schimpfen ! Das fällt mir gar nicht ein !" "Gänsdarm so steht' s geschrieben und anders heißt es nicht; wie wollt ihr mir beweisen, daß man es anders spricht ?" Ich will' s euch bald beweisen, daß ich kein Gänsdarm bin: Ihr müßt jetzt auf der Stelle mit mir zum Richter hin ! - Sie traten vor den Richter, der hörte sie beide an Und sprach: Gensdarme ist französisch, Französisch, mein lieber Mann ! "Ei sapperment, französisch - das geht mich gar nichts an: Ich bin einmal ein Deutscher, der kein Französisch kann." Und meine deutsche Sprache, die lass' ich mir nehmen nicht: Gänsdarm ist deutsch, deutsch sprech ich vor Gott und vor Gericht." Eine wahre Geschichte Melodie: Frisch auf zum fröhlichen Jagen - in. (Deutsche Gassenlieder) Dieser Text ist sicherlich ein gutes Beispiel dafür, welche seltsamen Gebilde das angestrengte Ringen um eine eigene nationale Kultur erzeugte - das wirkt doch sehr verkrampft und bemüht. Aber Fallersleben behauptet, daß es eine wahre Geschichte ist... Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: pimpek Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:53 Das bescheidene Glück in. (Deutsche Gassenlieder) - Melodie: Als Adam, als Adam die Eva gesehen Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt, zu Ehren und Ansehen und Adel und Geld. Wie viel die Bescheidenheit endlich vermag, das lehret uns Rothschild jeglichen Tag. Ein König der Juden ist Jesu Christ, und Rothschild der Jude der Könige nur ist. Ist der Papst der Herr der Gläubigen allein will Rothschild Gläubiger der Herren nur sein. Was soll ihm die Judenemanzipation ? Er ist ein Bankier und ein Christenbaron. Wer bracht' es in seiner Bescheidenheit bei Juden und Heiden und Christen soweit ? Ja, wollte der Rothschild bescheidener sein, so ließ er auf Philosophie sich noch ein. Denn wenn er studierte den Hegel anjetzt, so würd' er Jehova zu guter Letzt. Anmerkung: Amschel Meyer Rothschild leitete das internationale Bankhaus in Frankfurt, seine vier Brüder die Banken in London, Paris, Wien und Neapel - auch politisch besaßen sie viel Macht und Einfluß. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: wiechu Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:56 Hoffmann und die Frauen Einige Frauengestalten in Hoffmanns Leben, entnommen einer Broschüre des Museums in Wolfsburg... Das Gretchen von Poppelsdorf Hoffmann war zum Studium nach Bonn gegangen. Er wohnte im nahegelegenen Poppelsdorf im "Haus an der Kirche" bei der Familie eines Porzellanmalers und Steindruckers. Gretchen war die Tochter des Hauses. Hoffmann v. F.: "Sie war ein Landmädchen in Tracht, Sprache und Sitten. Sie trug ein perlengesticktes Häubchen, und wenn sie zur Stadt ging, ein großes weißes Tuch über dem Kopfe und wieder darüber, wenn sie etwas zu tragen hatte, den Korb, der auf einem wollenen Kranze ruhte. Sie war das hübscheste Mädchen des Dorfes und wußte alle die Lieder, die man zum Tanze und bei Zusammenkünften zu singen pflegte. "Hoffmann schrieb die Lieder auf und sammelte sie, hatte aber auch wieder große Lust zum eigenen Dichten gefunden. Unter dem Titel "Lieder und Romanzen" erschienen seine ersten Liebesgedichte 1821 bei Bachem in Köln...Gretchen war mein Taggedanke., Gretchen war mein Traum!" schwärmt Hoffmann.1820. Henriette von Schwachenberg Im März des Jahres entschloß sich Hoffmann, von Bonn aus zu seiner Familie nach Fallersleben zu wandern.Mit leichtem Gepäck und voller Übermut machte er sich zusammen mit Wilhelm Hengstenberg auf den Weg. Man sah ihnen an, daß sie Studenten auf Wanderschaft waren: Schirmmütze, Halstuch, deutscher Rock, ein mächtiger Ziegenhainer, eine kurze Pfeife mit schwarz-rot-goldenen Quasten und ein auf die Brust herabhängender Tabaksbeutel.Fröhlich gelangten sie nach Wetter an der Ruhr - der Heimat Wilhelm Hengstenbergs - und von dort auf das benachbarte Gut "Haus Hove". Die Dame des Hauses, Henriette von Schwachenberg, empfing die beiden Freunde sehr freundlich. Sie hatte nach einer Ehescheidung ihren Mädchennamen wieder angenommen und lebte nun mit den 2 kleinen Kindern bei ihrem verwitweten Vater.In einem Brief an Hoffmann schreibt sie: "Wir Weiber sind wahrlich nicht zu beneiden! Unser Glück ist schon groß, - wenn wir nicht unglücklich sind."Hoffmann begann die um 5 Jahre ältere Frau ernsthaft zu lieben. Er umwarb sie aufrichtig, stieß aber auf vorsichtige Zurückhaltung. Sie empfand große Zuneigung zu dem jungen Mann, konnte sich jedoch äußeren Zwängen und ihren negativen Erfahrungen nicht entziehen. Enttäuscht zog sich Hoffmann zurück.1842 hatte Henriette, die wieder heiratete aber auch weiterhin Hoffmanns Leben und Wirken interessiert verfolgt hatte, von der Absetzung als Professor der Universität und von der Ausweisung aus Breslau erfahren. Sie schrieb ihm sofort und bot ihm - auch finanzielle - Unterstützung an. 1844 trafen sich beide in Bad Soden. Dabei lernte Hoffmann auch den 2. Gemahl Henriettes, den Juristen Gustav Foerster, kennen. Ein Jahr später, im Dezember 1845, stirbt sie. Zurück blieb eine dauerhafte Freundschaft zwischen Foerster und Hoffmann von Fallersleben. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: rodak Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 20:58 Spitzelberichte über Hoffmann von Fallersleben 10. Dezember 1841 "Erst seit ungefähr einem Jahr ist abermals eine politisch – literarische Macht entstanden, die zwar mit unsichtbaren Waffen ficht, aber um so tiefere Wunden den bestehenden Staatsverhältnissen schlägt, je weniger schmerzlich dieselben für den ersten Augenblick empfunden werden. Diese Waffe ist das satirisch – politische Lied, welchem durch Witz, Ironie, derber Anschauungsweise und Humor, für alle Klassen des Volkes eine unwiderstehlicher Reiz und darum ein Einfluß auf den Zeitgeist verliehen wird, der durch äußere Gewaltmittel kaum zu unterdrücken ist. Und dieser Einfluß wird um so größer und gefährlicher, je einfacher und volkstümlicher die Sprache des Liedes ist, und je wichtiger und geheiligter die Gegenstände sind, welche der Dichter zum Zweck seiner Angriffe wählt." 6. Oktober 1842 "...er erschien mit fliegenden Haaren (struppigen), mit der schmutzigen Kappe auf dem Ohre; mit dichtem Bart und deutschem Rock, dazu einen ungeheuren Knotenstock, den besonders alle Franzosen recht anstößig fanden." 14. März 1843 Hoffmann ist schon so weit, "daß er in Bierhäusern, unter seinen Verehrern seine Lieder vorsingt." 3. April 1843 Hoffmann scheint "durch seine Entsetzung von der Professur nur ein Gefallen geschehen zu sein. Er ist nun ein fahrender Sänger, der überall fetiert wird..." Manchen Zeitgenossen mißfällt, daß der "heruntergekommene Professor", den man spöttisch den "Generalkneipier" nennt, die deutschen Fürsten in Liedern schlecht mache, die er in seiner Brusttasche "auf Champagneretiketten geschrieben" bei sich trage und "die er gleich bereit sei, nach niederträchtigen Meodien zu singen." April 1844 "...seine Bewegungen und Manieren, die Art seines Vortrages, seine Sprache, ja selbst seine Physiognomie kündigen ihn als einen 'alten Studenten' an, aus der Periode, welche die ersten sieben oder acht Jahre nach den Freiheitskriegen umfaßt." "Wie wir Hoffmann zu kennen glauben, wird er nie, mag sich auch in Deutschland ereignen, was da wolle, eine Rolle spielen. Er hat entweder keinen Begriff von dem praktischen Leben, oder, weil er demselben lange fernblieb, kein Geschick dazu, es praktisch aufzufassen." 16. Dezember 1844 Hoffmann durchzog das Großherzogtum Baden "in wahrem Triumph. Überall wurde er fetiert... Wie behauptet, sind in Baden seine politischen Lieder ganz ins Volk gedrungen. In einem kleinen Orte hätten bei einem Essen die Bürgermeisterin und die Schulmeisterin sein Censorlied gesungen. Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 21:00 Schüler und Student 1798 Gerade neun Jahre nach dem 14. Juli 1789, dem Tag des Sturms auf die Bastille, dem Beginn der französischen Revolution, wird am 2. April 1798 in dem Flecken Fallersleben August Heinrich Hoffmann, als Sohn von Heinrich Wilhem Hoffmann, einem Kaufmann, und Dorothea Balthasar geboren. Hoffmanns Vater war 5 Jahre lang Bürgermeister des kleinen Ortes, das zum Herzogtum Hannover gehörte, das wiederum Teil des in Auflösung befindlichen "Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation" war. Dieses war in hunderte kleiner Fürstentümer und Territorien und die beiden sich uneinigen Großmächte Preußen und Österreich zerfallen. Die Revolution im Nachbarland Frankreich, das dadurch zur Nation wurde, deren Bürger die gleichen Rechte besaßen, hatte in den völlig rückständigen deutschen Landen kaum Wirkung. Die Fürsten befahlen, ihre unmündigen Untertanen hatten zu gehorchen, starre Standesschranken regelten das Leben. Man erzählte sich die Geschichte vom alten Kaiser Barbarossa, der im Kyffhäuser Berg mit seinen Soldaten darauf wartete, daß seine Stunde schlug. 1803 Statt dessen kam, als Hoffmann fünf Jahre alt war, der Kaiser Napoleon, und nun sollten die Untertanen das Land ihrer Fürsten verteidigen. Überall im Lande wurden Rekruten ausgehoben. "Die jungen Bauernkerle wurden nachts aus ihren Betten geholt und wenn sie nicht willig folgten, mit Gewalt fortgeschleppt.", heißt es in seinen Lebenserinnerungen. Diese "gepreßten Vaterlandsverteidiger" wurden eingesperrt und teilweise in die Armee geprügelt. So war es nicht nur in Hannover, und daher kann es nicht verwundern, daß bald die französischen Revolutionstruppen siegten, und so wurde der Flecken Fallersleben französisch, eine Schwadron reitender Artillerie wurde im Ort stationiert Hoffmann und die anderen Kinder liebten die "schönen Uniformen und zogen überall mit, wenn es Übungen und Paraden gab. Wir konnten uns nur wundern, wenn wir zu Hause hörten: Das sind unsere Feinde..." Hoffmann beschreibt die Franzosen als freundlich, die Soldaten wurden von ihren Vorgesetzten niemals roh behandelt und sie verhielten sich auch nicht wie Knechte, das stand im absoluten Gegensatz zu dem, was er bei seinen Landsleuten erleben mußte, es gab keine Prügel, kein Spießrutenlaufen, die Kinder spielten gerne Soldat, das Soldatenleben schien lustig zu sein. Der Sieg der Franzosen bedeutete auch formal das endgültige Ende des alten Reichs, am 6. August 1806 legt Franz II die Kaiserkrone nieder, Napoleon teilt das Land neu auf, und Hannover wird den Preußen zugeschlagen. Die Stimmung in der Bevölkerung ist zunächst gegen die neuen Herren, in alter Untertanentreue, über die Hoffmann später so oft spotten sollte, hängt man am Landesfürsten fest. Zwar ist man die Franzosen mit ihren Abgaben los, aber unter den Preußen ergeht es den Menschen keineswegs besser. Die Veränderungen lassen den Ort mehr oder weniger unberührt, allerdings gibt es zunächst keine Soldaten mehr in Fallersleben, Dafür reichlich Gerüchte. Und im Herbst des gleichen Jahres ziehen tausende preußische Soldaten durch den Ort, Fußvolk, siegessicher, mit Trommeln und lebenden Truthähnen als Verpflegung, ein beeindruckendes Bild für den Knaben, erneut gibt es Krieg. Schon einige Wochen später kommen die Soldaten zurück, "im erbärmlichen Aufzug, sie hatten nichts weiter gerettet als das Leben und den Brotbeutel. ..Durch ihren traurigen Anblick und die Erzählungen von ihren Leiden und Strapazen erregten sie allgemein großes Mitleid , sie fanden überall Unterstützung. Die Durchzüge der Flüchtlinge und Versprengten dauerten noch mehrere Tage fort." Aus dem "Hamburger Unparteiischen Korrespondenten" , den Hoffmanns Vater zweimal wöchentlich aus dem liberaleren Hamburg kommen ließ, erfuhren die Fallerslebener von der Schlacht bei Jena . Hoffmann saß mit am Tisch, lauschte den politischen Debatten und las auch vor. " Der Haß gegen Preußen, der im Kurstaate Hannover ein ziemlich allgemeiner gewesen, war jetzt ziemlich verschwunden, das große Unglück hatte große Teilnahme erweckt....So oft man auf Blüchers Niederlage in Lübeck und die dortigen Greuel zu sprechen kam, wurden wir über die Franzosen empört...Ja!, rief dann eine Stimme, es ist mit uns Deutschen vorläufig vorbei...! und eine andere meinte dagegen: Laß nur ! Die Preußen werden die Franzosen ins Land locken und ihnen den Garaus machen. Leider hatte jene erste Stimme, ich glaube, die meines Vaters, recht: es war vorläufig mit uns vorbei, es folgte ein schmachvoller Friede ". Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Adolf Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 21:01 Nachruf auf Hoffmann von Fallersleben Deutschland galt dein erstes Lieben, Deutschland glt dein letztes nur; ja, du bist ihm treu geblieben, deinem edlen Sängerschwur; riefts ihn frohen Liederschalles jubelnd einst um Himmelszelt: "Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt !" Ach, wie oft für deine Treu hat man dich verfemt, verdammt, trieb man hassend dich aufs Neue fort von Heimat, Haus und Amt ! Doch die Nacht des tiefsten Falles hat uns noch dein Sang erhellt: "Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt !" Und erfüllt ward dein Vertrauen auf des deutschen Volkes Kraft; durftest noch im Spätrot schauen, wie das Reich sich aufgerafft; wie voll mächt’gen Widerhalles siegreich scholl von Belt zu Belt: "Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt !" Und du fielst ! – Aus deinen Händen sank des Liedes Feldherrnstab ! – Unsere letzten Grüße senden trauernd wir dem Dichtergrab. Aber dann – wie Donner hall es – steig der Schwur zum Sternenzelt: "Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt !" Ernst Scherenberg verfaßte diesen Nachruf auf Hoffmann von Fallersleben, den er auch am Grabe vortrug Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 21:02 Generalfeldmarschall Graf Moltke - Zum 26. Oktober 1873 Wem gilt am heutigen Tage des Dankes Sang und Wort ? Ein Held ist heute geboren, Gott hat ihn auserkoren zu Deutschlands Segenshort. Das bist Du, edler Moltke ! Dank dir viel tausendmal ! Du kriegserfahrener Denker, du sicherer Schlachtenlenker, du glücklicher General ! Du hast das Volk, das nur dachte, zum Tatenvolk gemacht; den Sieg stets vorbereitet, zu Ruhm und Ehr' uns geleitet durch manche glückliche Schlacht. So sei denn heut' und immer herzinnig deiner gedacht, und noch in fernen Tagen soll Deutschland singen und sagen, was du für uns vollbracht. 8. Oktober 1873 (aus dem Nachlaß) Melodie: es waren drei Reiter gefangen, oder: Schier dreißig Jahr bist du alt Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Adolf Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 21:06 Der Rhein Der deutsche Rhein – ! Wie klingt das Wort so mächtig! Schon sehn wir ihn, den goldig-grünen Strom, Mit heitern Städten, Burgen stolz und prächtig Die Lurlei dort und dort den Kölner Dom! Der freie Rhein – ! Gedächtnis unsrer Siege, Du mit dem Blut der Edelsten getauft, Ruhm unsrer Väter, die in heil’gem Kriege Mit Liedern nicht, mit Schwerten dich erkauft Ich sah ihn auch – es war ein böses Zeichen, Novemberwolken hingen drüber hin, Nicht strömen, nein! mich dünkt, ich sah sie schleichen, Die goldne Flut, wie eine Bettlerin; Als klagte sie, daß noch mit Zoll und Banden Sie ungestraft der Fremdling knechten darf, Daß noch ein Wort, verfälscht und mißverstanden, Sie von des Meeres keuschem Busen warf ! Ich sah das Land — die Traube sah ich reifen, Die rechte Milch, um Männer großzuziehn, Ließ weit hinaus mein flammend Auge schweifen, Dem nie ein Traumbild lieblicher erschien: Ein lautes Echo donnernd fortzutragen Schien Strom und Tal und Felsen mir bereit; Doch – gradheraus! man darf das Wort nicht wagen, Das freie Wort, ihr wißt es! ist gefeit! Wer hat nun Recht, zu sagen und zu singen Vom freien Rhein, dem freien deutschen Sohn? O diese Lieder, die so mutig klingen, Beim ew’gen Gott, sie dünken mich wie Hohn. Ja wolltet ihr erwägen und bedenken, Welch stolzes Wort von eurer Lippe kam, Ihr müßtet ja das Auge niedersenken, mit bittern Tränen, voller Zorn und Scham! Es gilt nicht Dir, der du zuerst gesungen Das stolze Wort vom freien deutschen Rhein Das durch die Welt sich adlergleich geschwungen: Dich schließ im Geist in meinen Arm ich ein! Aus voller Brust ist dir das Lied gequollen, Und nicht im Käfig hast du es bewahrt: Frei fliegt es hin, wohin die Winde wollen – Du tatest recht! und das ist Sängerart. Euch gilt mein Ruf, ihr Fürsten und Vasallen, In deren Händen unser Schicksal liegt! – Euch Deutschen gilt es, nah und fern, euch allen, Soweit ein Hauch von deutschem Munde fliegt: Mit euch zuerst müßt ihr den Kampf beginnen! Soll unverführt von heiserem Geschrei Und ungetrübt des Rheines Welle rinnen, So seid zuerst ihr selber deutsch und frei! Denn käme nun die Stunde der Gefahren, Die wir am Himmel dämmernd schon gesehn, Ich meine wohl, ihr würdet bald gewahren, Daß es nicht leicht ist, Schlachten zu bestehn. Nicht jene Burgen werden niedersteigen, Die Mädchen küssen, aber kämpfen nicht, Die stummen Fische, glaubt mir, werden schweigen, Und Ruder brechen, wo ein Reich zerbricht. ’s gibt einen andern, kräftigern Genossen Als jene Trümmer bröckelndes Gestein: Wer ihm den Arm, den Busen ihm erschlossen, Der siegt durch ihn — und auch durch ihn allein! Ein Feuer ist’s, das unauslöschlich zündet, Ein Zauberwort, das Mauern niederreißt — Drum frisch gewagt und euch mit ihm verbündet: Es ist der deutsche, ist der freie Geist! Gebt frei das Wort, ihr Herrn auf euren Thronen! So wird das andre sich von selbst befrein. Wagt‘s und vertraut! In allen euren Kronen, Wo gibt’s ein hellres, edleres Gestein? Die Presse frei! Uns selber macht zum Richter, das Volk ist reif! – ich wag’s und sag es laut: Auf eure Weisen baut, auf eure Dichter, Sie, denen Gott noch Größ‘res auch vertraut ! – Sei deutsch, mein Volk! verlern den krummen Rücken, An den du selbst unwürdig dich gewöhnt! Mit freier Stirn gradaufwärts mußt du blicken, Vom eignen Mut gesittigt und verschönt. Es kann den Fürsten selber nicht gefallen, Dies schmeichlerisch demütige Geschlecht – Ein offnes Auge! so geziemt es allen, Zu Boden sieht das Tier nur und der Knecht. – So wird’s erreicht! Und wenn in künft’gen Tagen Das stolze Frankreich unsern Rhein begehrt, Wir werden es mit Lächeln dann ertragen, Dann ohne Lieder, doch die Hand am Schwert. Denn dann gelang’s, ihn ewig fest zu flechten: Die goldne Freiheit soll die Fessel sein! Dann lohnt e sich, bis in den Tod zu fechten, Dann, deutsch und frei, dann bleibt er unser Rhein! Odpowiedz Link Zgłoś
Gość: Ziutek Re: Hoffmann von Fallersleben IP: *.dip.t-dialin.net 17.09.04, 21:07 1840 – der freie deutsche Rhein Sie sollen ihn nicht haben den freien deutschen Rhein, ob sie wie gierige Raben sich heiser danach schrein So lang er ruhig wallend sein grünes Kleid noch trägt so lang ein Ruder schallend In seine Woge schlägt Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, so lang sich Herzen laben an seinem Feuerwein So lang in seinem Strome noch fest die Felsen stehn, so lang sich hohe Dome in seinem Spiegel sehn Sie sollen ihn nicht haben Den freien deutschen Rhein So lang dort kühne Knaben Um schlanke Dirnen freien So lang die Flossen hebet Ein Fisch auf seinem Grund So lang ein Lied noch lebet In seiner Sänger Mund Sie sollen ihn nicht haben Den freien deutschen Rhein Bis seine Flut begraben Des letzten Manns Gebein Ende Juli / Anfang August 1840, also ein Jahr vor Hoffmanns "Lied der Deutschen" in der "Trierischen Zeitung" von Nikolaus Becker Odpowiedz Link Zgłoś
hanys_hans Re: Hoffmann von Fallersleben 18.09.04, 10:08 "Witam w Gliwicach :) von_fallersleben" Mie sie cojs´ widzi ze Hoffmann von Fallersleben czynsciyj witou w Groß Raudyn(Rudy Wiekie) jak w Glywicach Sam moom dwa bildy uod niego dynkmala z kerchowu Schloß Corvey kouo Höxter mitglied.lycos.de/corvey1/corvey6.jpg mitglied.lycos.de/corvey1/corvey7.jpg pyrsk_hanys_hans Odpowiedz Link Zgłoś