lunatix
10.09.08, 11:20
Teraz juz wiemy jak urzedy nazywaja petentow.
Augsburg (AP) Das Landgericht Augsburg hat eine Anklageschrift verschickt, in
der der Beschuldigte «Arschloch» genannt wird. Versehentlich sei eine
vorläufige Version ausgedruckt und zugestellt worden, in der der bearbeitende
Staatsanwalt den Angeklagten so bezeichnet habe, erklärte der Chef der
Augsburger Staatsanwaltschaft, Reinhard Nemetz am Dienstag auf Anfrage. In den
offiziellen Gerichtsakten finde sich dagegen die korrekte Version.
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Das Versehen sei bedauerlich und die Bezeichnung «Arschloch» auch im internen
Gebrauch inakzeptabel, sagte Nemetz. Der Staatsanwalt, dem der Fehler
unterlaufen sei, bedauere den Vorfall und werde sich beim Betroffenen
schriftlich entschuldigen. Zudem sei er von dem Fall abgezogen worden. Die
Verwendung solcher Worte entspreche nicht seinen Vorstellungen, betonte
Nemetz. Er selbst habe seinem Untergebenen dazu unverblümt die Meinung gesagt.
Eine Beleidigung im juristischen Sinne sei das «Arschloch» in der
Anklageschrift indes nicht, erklärte der Leiter der Staatsanwaltschaft. Dafür
sei der Vorsatz nötig, sie öffentlich zu machen. Da das Schriftstück aber ein
Internum gewesen und nur versehentlich versandt worden sei, gebe es diesen
Vorsatz nicht. Man könne ja schließlich auch in sein Tagebuch schreiben, was
man wolle.
Die Beschimpfung in der Kopie der Anklageschrift sei erst aufgefallen, als der
Angeklagte vor Gericht selbst darauf hingewiesen habe. Er muss sich laut
Nemetz für die Einfuhr von 181 geschützten griechischen Landschildkröten
verantworten.