anton_28
20.10.09, 20:55
Quelle nicht mehr zu retten - endgültiges Aus
Nürnberg (dpa) - Das Ringen um Quelle war vergeblich: 82 Jahre nach
der Gründung steht das traditionsreiche Versandhaus vor dem
endgültigen Aus. Sämtliche Rettungsbemühungen für das insolvente
Fürther Unternehmen mit rund 10 500 Beschäftigten sind gescheitert.
Aus für Quelle
© dpa
"Nach intensiven Verhandlungen mit einer Vielzahl von Investoren
sehen Insolvenzverwalter wie Gläubigerausschuss jetzt keine
Alternative zur Abwicklung von Quelle Deutschland mehr", teilte
Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am späten Montagabend mit. Als
Grund nannte er die gescheiterten Verhandlungen über die
Finanzierung des Versandgeschäfts, das sogenannte Factoring.
"Das ist für die betroffenen Menschen und ihre Familien eine Riesen-
Katastrophe", berichtete Quelle-Gesamtbetriebsratschef Ernst Sindel
am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bis zuletzt habe sich
das niemand vorstellen können. Noch am Vorabend hatte Sindel im
Gläubigerausschuss um eine Lösung gekämpft. "Obwohl ich nie aufgebe,
mache ich mir jetzt keine Hoffnungen mehr", sagte Sindel enttäuscht.
Auch viele schockierte Quelle-Beschäftigte sehen für sich keine
Perspektive mehr.
Die größten Firmen in Deutschland Ihr zum ebenfalls
insolventen Handelskonzern Arcandor gehörender Arbeitgeber soll nun
dicht gemacht werden. Wann das Kapitel Quelle genau geschlossen
wird, steht indes noch nicht fest. "Wir rechnen noch", sagte ein
Sprecher auf Anfrage. Der Insolvenzverwalter wollte die Quelle-
Mitarbeiter am Dienstagnachmittag persönlich in Nürnberg informieren.
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"Wenn man alle zusammennimmt, sind das mehr als 6000 Mitarbeiter, um
die es jetzt noch geht", sagte Verdi-Handelsexperte Johann Rösch der
dpa. Bis auf die wenigen Kollegen, die noch für die Abwicklung
benötigt würden, stünden alle Beschäftigten vor der sofortigen
Entlassung. Auch die in einem mühsamen Kompromiss aufgestellte
Transfergesellschaft stehe vor dem Ende, den Menschen dort drohe
ebenfalls die Kündigung. Von Anfang an war geplant, rund ein Drittel
der 10 500 Arbeitsplätze bei Primondo mit dem Flaggschiff Quelle
abzubauen.
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