hanys_hans
30.01.07, 18:03
Kriegsende
Zum Kriegsende vor 50 Jahren schreibt dieser Leser:
Auf dem Staatsbankett in Moskau sagte der Bundeskanzler u. a.: „Das
nationalsozialistische Regime in Deutschland hat den Zweiten
Weltkrieg entfesselt. Es hat den Vernichtungsfeldzug -zuerst gegen Polen—usw."
Diese Aussage des Historikers Kohl ist objektiv unrichtig. Im Juli 1939 sagte
der damalige polnische Marschall Rydz-Smigly vor polnischen Offizieren: „Polen
will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden
können, selbst wenn es das wollte." Am 3. September 1939 erklärte Frankreich
und England dem Deutschen Reich den Krieg und am selben Tag sagte der damalige
englische Außenminister Lord Halifax: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg
gezwungen, daß er nicht mehr ,auf friedlichem Wege' ein Stück des Versailler
Vertrages nach dem anderen aufheben kann."
Churchill hingegen bemerkte am 12,11.1939: „Dieser Krieg ist ein englischer
Krieg, sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands". Am .7. September 1939
konnte man u. a. in der französischen Zeitung „Gringoire" lesen: „Ein Boche
ist ein Boche, ob er sich Erzberger oder Göring nennt."
Eine letzte Stimme vom 7. April 1919, damals sagte der US-Präsident Wilson:
„Das einzig wahre Interesse Frankreichs an Polen besteht in der Schwächung
Deutschlands, indem Polen Gebiete zugesprochen werden, auf die es kein Anrecht
besitzt!" Von allen Deutschen Politikern und von allen Deutschen Parteien,
ganz besonders jedoch von dem Kanzler darf man erwarten, daß jederzeit von der
deutschen Geschichte nur die Wahrheit berichtet wird. Man kann und darf die
deutsche Geschichte nicht auf 1933 bis 1945 reduzieren, denn ohne Versailles
1919 hätte es kein „1933" gegeben. Wenn heute von Schuld gesprochen wird, dann
kann, man nur die Väter des Versailler Vertrages meinen.
Wilh. Otto Jucknat
Arneckestraße 75
Dortmund