08.06.10, 16:50
czy moglby ktos napisac mi recenzje jakeigos filmu? potrzbeuje to, by miec
dobra ocene na swiadectwie, a kompletnie niewiem jak sie do tego zabrac.
prosze o pomoc.
Obserwuj wątek
    • haasi Re: recenzja 08.06.10, 17:05
      wybierz sobie jakis film i pogugluj. Znajdziesz setki tysiecy recenzji filmowych
    • kokolores Re: recenzja 08.06.10, 23:37
      www.anjaroehl.de/wp-content/uploads/2009/10/3b555ca56bffff8ba9fe8445d4f5a694-150x150.jpg
      Ein Film über die Geschichte der Erziehung

      Ein Film über die Geschichte der Erziehung im Fontane´schen Deutschland wie in
      schwarzweiß-Fotografien eines Familienalbums. Der langsame Verfall der Menschen
      von Kindheit an. Das Ersticken in den engen Schranken der von Gott und dem Baron
      festgelegten Klassen. Das eruptive Öffnen der Ventile in heimlichen Ausbrüchen,
      die verborgen bleiben. Das Zerbrechen der relativen Klassenharmonie, dem Angst,
      Schmerz, Ausgeliefertsein, Hass, Selbstmord und Tod vorausgehen. Gesichter
      vergangener Zeiten halten uns den Spiegel vor und erklären uns unsere
      Geschichte, die uns nun eindeutiger als vorher erscheint, was der ausgesprochene
      Gewinn des Films ist, den wir mit zusammengekrampftem Gefühl und starren Augen
      ansehen.

      Blickwinkel von unten

      Es gelingt ein vollkommener Blickwinkel von unten. Aus der Perspektive der
      Kinder eines beliebigen deutschen Dorfes stellt sich die Welt als der
      alltägliche Alptraum dar, in dem die Erwachsenen die Statisten sind, die die
      Kinder hinter verschlossenen Türen mit Gewalt in die vorgegebenen Rollen
      pressen. Das gelingt nur halb, denn die Kinder haben gelernt sich zu verbergen,
      ihre Münder zu verschließen, ihre Wut herunterzuschlucken und einzig in ihre
      Augen die Kraft einer fragenden Zukunft zu legen, die aus dem Schmerz wächst und
      an der Wut würgt. Die schon sich formt, aber noch nicht fühlen kann.

      Zwischen idyllischer Erntearbeit und festlichem Erntedank gelingt es, die Idee
      dörflicher Idylle gründlich zu zerstören und den Zuschauer zum geistigen
      Mitgestalten des Films zu veranlassen. Die erhoffte Auflösung aller
      „Unglücksfälle“ wird nicht gegeben, am Ende gibt es, ähnlich wie in Cache´, mehr
      Fragen und Rätsel als am Anfang.

      Man macht sich seine eigenen Gedanken

      Man denkt, lernt, macht sich seine eigenen Gedanken. Die Bilder lösen
      Assoziationen aus, mit denen jeder sein Inneres vollständig ausfüllt. Durch
      Weglassen gewinnt die Geschichte. Es gibt keine Farben. Man ergänzt. Im
      Sterbezimmer sieht man ein halbes Bett, die halbe Tote, den halben Mann und das
      Schluchzen wird abgeblendet. Der verborgene Teil enthüllt sich in uns.Den alten
      Erzähler sieht man jung, wie auf Erinnerungsfotos, und hört doch seine alte
      Stimme, die aus dem Lehnstuhl heraus keine Wahrheit behaupten will, nur Lücken
      zwischen den Vergesslichkeiten, die vielleicht auch ganz anders gewesen sein
      könnten, hervorkramt, und anhand aufgeklappter Seiten wie in einem Fotoalbum,
      mit den Bildern des Films dem Mann hilft, seine Geschichte zusammen zu bekommen.
      Aber das Unterdrücken geht nicht ohne Schäden ab. Die Sittengeschichte deutscher
      „Kindergeschichte“ mündet in den Abgrund des ersten Weltkriegs wie in eine
      Erlösung ein.

      Michael Haneke will, das betont er immer wieder, dass jeder Mensch seine eigene
      Deutung findet, will nicht folgsam machen, will, dass man sich selbst
      entwickelt, wächst, zum Nachdenken kommt – dieser Anspruch – kein anderer als
      der Brecht´sche des Epischen Theaters, ist ihm hier, wie ich finde, durchaus
      gelungen, noch dazu mit einer sehr besonderen Machart.























      p.s.

      www.anjaroehl.de/das-weise-band-rezension/
    • lepian4 Re: recenzja 09.06.10, 04:58
      Wez najpierw kartke, pozniej dlugopis. Choc odwrotnie tez sie udaje.

Nie masz jeszcze konta? Zarejestruj się


Nakarm Pajacyka