Gość: laband
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04.10.04, 19:23
Die drastische Zunah-
me Auswanderungswil-
liger Deutscher lässt
sich ab 2002 als alarmi-
erend bezeichnen. Vor
allem mit Blick auf an-
dere europäische Län-
der, wo die Bereitschaft
auszuwandern, deutlich
rückläufig ist. So wan-
derten aus Portugal
(wegen der geringen Ar-
beitslöhne immer ein
Auswanderungsland ge-
wesen) 3,5% weniger
Menschen aus als im
Vorjahr. Luxemburg, Ir-
land, Schweden, Däne-
mark, Griechenland,
Spanien und andere eu-
ropäische Staaten er-
freuen sich sogar hoher
Zuwanderungsraten.
In Deutschland hinge-
gen wandern seit drei
Jahren mehr Leute aus,
als es Zuwanderer gibt.
So flossen denn auch
im Jahr 2001 rund 60
Milliarden Euro Privat-
vermögen ins Ausland
ab - aus Angst vor den
immer unüberschauba-
reren Verhältnissen in
der Heimat.
Kapitalflucht als unan-
genehme Randerschei-
nung des neuen Aus-
wanderungsbooms...?
Gleichermaßen haben
inzwischen qualifizierte
Fachleute wie auch Ot-
to-Normalverbraucher
erkannt, dass der, der
etwas leisten kann und
möchte, dahin geht, wo
die Bedingungen güns-
tig sind und wo sich der
Einsatz lohnt.
In den Augen der meis-
ten Auswanderer ist das
aber nun in ihrer Heimat
nicht mehr der Fall