Gość: Ramon
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03.09.04, 20:54
co byjscie tak dugo niy musieli szukac;-)
Das Holzkirchlein bei Gleiwitz
Von Günther Jurettko aus Dortmund
Bei Gleiwitz steht ein Kirchlein schlicht,
Der Ort – der heißt Ponischowitz.
Die Seiten kantig, aus Holz gebaut,
Das Ganze hoch zum Himmel schaut.
Die Axt, die schlägt den Baumstamm gerade
Nach Augenmaß und Wasserwaage.
Es türmen sich die Balken hoch
Im Kreutzverband – und nach dem Lot.
Und im Geviert entstehet dann
Ein großer Raum für Frau und Mann.
Noch muss ein hohes dach ihn stützen
Vor Regen, Schnee und auch vor Pfützen,
In diesem Haus ist man geborgen,
vergisst die Müh, vergisst die Sorgen.
Wir sind von Hof und Heim vertrieben,
Das Kirchlein ist zurückgeblieben,
Und in den Gräbern ringsherum
Ruht Mutter, Vater und die Ohm.
Nie werden wir die Gräber sehen,
Wir müssen weite Wege gehen.
Man hat mit Gott dem Herrn gesprochen,
Wollt alles Heil für sich erhoffen.
Man sucht Maria im Gebet,
dass sie für uns um Gnade fleht.
Wenn Krankheit dann uns Menschen quält,
Dann ham wir Christus angefleht.
Uns und Nachbarn gern zu heilen,
Das täglich Brot mit ihm zu teilen.
So hilf uns Gott in Deiner Größe.
Nimm stets von uns die nackte Blöße.
Und muss ein Mensch von dannen gehen,
Wir alle für die Seele flehen.
So möchten wir als ihre Erben.
Ein solches Kirchlein hier erwerben:
Das Herz daheim,
Die Zukunft hier,
Wir gäben Gut und Geld dafür.
So lass uns Gott, im Himmel oben,
Dass wir Dich drinnen ewig loben
Das Gedicht ist in der Zeitschrift
„Unser Oberschlesien“ Nr. 14
vom 31.07.1987 erschienen