lustiger Zug 1

06.11.06, 23:09
So haben uns die Polen garantiert wieder lieb
Stress zwischen Deutschland und Polen: Zuerst wird ein deutsches
Ausflugschiff von polnischen Wasserpistolen beschossen, dann verwechselt
Angela Merkel den Premier Jaroslaw Kaczynski bei seinem Berlin-Besuch auch
noch mit Oskar Lafontaine. GLASAUGE, das Magazin für Völkerfreundschaft, gibt
Tipps, wie wir wieder Frieden mit unseren Nachbarn schließen können.
20 Dinge, die die Deutschen für die Polen tun können:

- Kartoffelwitze verbieten

- Benedikt disqualifizieren und Johannes Paul wieder aus dieser Gunter-von-
Hagens-Ausstellung nehmen

- Neuwagen nicht mehr abschließen

- Schwarzarbeit legalisieren

- Günter Grass dazu zwingen, Lech Walesa seinen Schnurrbart zurückzugeben

- Warschaus Gebietsansprüche auf Nord- und Südpol bei der UN unterstützen

- nicht zurückschießen

- Modern Talking zwangswiedervereinigen und auf Goodwill-Tournee durch den
Ostblock schicken

- zugeben: Oliver Neuville war gedopt

- Lolek und Bolek wieder regelmäßig in der Hauptsendezeit zeigen

- „Pommern“ als Verb anerkennen

- die neue Wodka-Pipeline aus Russland direkt über polnisches Gebiet leiten

- „Ich Troje“ endlich mal beim deutschen Grand-Prix-Vorausscheid gewinnen
lassen

- Lukas Podolski heimschicken (Miro Klose bleibt aber da)

- bei der nächsten Berlinale eine große Teresa-Orlowski-Retrospektive zeigen

- die diskriminierenden Polen-Flugwarnungen im Frühjahr abschaffen

- die Revanchistenhymne „Theo, wir fahren nach Lodz“ in „Theo, wir fahren
nach Luckenwalde“ umbenennen

- Schröders Biografie boykottieren

- öfter mal einen launigen Kattowitz erzählen

- Schlesien anstandslos umtauschen, und den Polen dafür lieber etwas Schönes
geben: Goleos Hose, zum Beispiel

www.welt.de/data/2006/11/01/1095004.html
    • ichklaus lustiger Zug 2 06.11.06, 23:09
      Botschafter böse auf "Glasauge"
      Die Frage "Was darf Satire?" wird in Polen am ehesten mit "Lieber nichts!"
      beantwortet. Diesmal beschwerte sich Marek Prawda über Vorschläge zur
      Völkerverständigung im Satirekanal von WELT.de.
      Von Heiner Kiesel

      Berlin - Der polnische Botschafter in Berlin, Marek Prawda, sieht sein Land
      durch eine Satire bei WELT.de verunglimpft. Deswegen beschwerte er sich am
      vergangenen Freitag offiziell über einen Artikel im „Glasauge“ dieser Website.
      Das berichtete die ansonsten seriöse polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ am
      Samstag. Nach Angaben unseres Polen-Korrespondenten Gerhard Gnauck schreibt
      sie, dass Prawda sich bei der Redaktion beschwert habe. Der Artikel wurde unter
      dem Titel „Die Welt übt sich in Humor“ veröffentlicht.

      Gute Ratschläge

      Im Satirekanal „Glasauge“ waren vergangenen Mittwoch eine Reihe von Tipps
      veröffentlicht worden, die dazu dienen sollten, das Verhältnis zwischen Polen
      und Deutschland zu verbessern. In den vergangenen Wochen hatte es einiges
      Unverständnis gegeben. Vor allem störten sich Politiker und Medien an der
      angeblich polenfeindlichen Berichterstattung in Deutschland. Unter dem
      Titel „So haben uns die Polen garantiert wieder lieb“ schlug das „Glasauge“ nun
      vor, Neuwagen in Deutschland offen stehen zu lassen, Schwarzarbeit zu
      legalisieren und Kartoffelwitze zu verbieten.

      Auch solle die neue Wodka-Pipeline aus Russland direkt über polnisches Gebiet
      geleitet werden, schlug unser „Glasauge“ in Anspielung auf die von Polen
      kritisierte geplante deutsch-russische Ostsee-Pipeline vor. Und: „Benedikt
      disqualifizieren und Johannes Paul wieder aus dieser Gunter-von-Hagens-
      Ausstellung nehmen.“

      Reaktion der Satiriker

      Das „Glasauge“ wird von den Autoren Matthias Heine und Josef Engels bestückt.
      Sie finden die polnische Empfindsamkeit „eigentlich sehr sympathisch, weil sie
      zeigt, dass man in Polen gegenüber den Medien noch nicht so abgestumpft ist wie
      in Deutschland.“ Heine und Engels heben hervor, dass sie sich in den
      vergangenen Monaten über Nordkorea, den Iran, Luxemburg, Liechtenstein, über
      Papst Benedikt und vor allem immer wieder über Deutschland und die eigene
      Regierung lustig gemacht haben. Nie habe es eine offizielle Reaktion
      gegeben: „Wir laden die Regierungen von Nordkorea, dem Iran und Luxemburg
      herzlich ein, sich ebenfalls offiziell zu beschweren.“

      Im Juli hatte bereits eine Satire der „tageszeitung“ über Ministerpräsident
      Jaroslaw Kaczynski und seinen Bruder, Präsident Lech Kaczynski, in Polen für
      Verärgerung gesorgt. Der Titel des Textes lautet „Polens neue Kartoffel.
      Schurken, die die Welt regieren wollen“.

      In Warschau geht das Gerücht um, dass die polnische Boulevardzeitung „Super
      Express“ umgehend mit einer Gegensatire kontern will.

      Artikel erschienen am 05.11.2006

      www.welt.de/data/2006/11/05/1100570.html
    • ichklaus lustiger Zug 3 06.11.06, 23:10
      20 Dinge, die Polen für Deutsche tun können
      Unser gutmeinter Beitrag zur Völkerverständigung hat in Polen leider genau das
      Gegenteil ausgelöst. Ab morgen soll von jenseits der Oder aggressiv
      zurückgewitzelt werden. Mit einer Liste von Vorschlägen, was Polen für Deutsche
      tun könnten. Wir von GLASAUGE können es mal wieder nicht abwarten und sammeln
      heute schon mal ein paar Ideen.
      20 Dinge, die Polen für Deutschen tun können, damit wir uns endlich alle wieder
      lieb haben:

      - Oskar Lafontaine endlich als den dritten verschollenen Kaczynski-Bruder
      anerkennen

      - Erika Steinbach eine schöne neue Uniform schenken

      - Gerhard Schröder einen bequemen Sattel spendieren

      - künftig noch mehr Erntehelfer nach Deutschland schicken, damit noch mehr
      deutsche Hartz-IV-Empfänger weiter faulenzen können

      - Angela Merkel einen Putzfrauenjob in Polen anbieten

      - nicht mehr in jede Weihnachtsgans hineinspucken, die nach Deutschland
      geliefert wird

      - zugeben: Adam Malysz war gedopt

      - eine Sauerkraut-Pipeline nach Deutschland bauen

      - deutschen Teenagern mit Akneproblemen heilsame Pickelhauben schenken

      - Polinnen als Entwicklungshelferinnen nach Deutschland schicken, damit sie den
      deutschen Frauen beibringen, wie man sich frisiert, anzieht und schminkt

      - künftig mal bei deutschen Zigarettenschmugglern ein Auge zudrücken. Denn in
      armen Ländern ist Schmuggel die Existenzgrundlage ganzer Bevölkerungsschichten

      - mehr Vitamine in die Anabolika aus polnischen Labors mischen

      - Thomas Anders von „Modern Talking“ zu einer Gnadenbrot-Tournee nach Polen
      einladen

      - eine Kieselalge in der Danziger Bucht nach Günter Grass benennen

      - Benedikt erklären, wie man ein auch außerhalb Deutschlands beliebter Papst
      wird

      - den Deutschen auch noch Berlin und Brandenburg abnehmen und ihnen dafür
      lieber was Schönes und Nützliches geben – z. B. eine Thermoskanne mit leckerer
      polnischer Rote-Beete-Suppe

      - erklären: „Ja, wir haben zuerst geschossen“

      - Deutschlands peinlichen Beiträgen beim Eurovision-Song-Contest endlich mal
      Punkte geben

      - Deutschen Arbeitern erklären, wie man einen anständigen Aufstand macht

      - einfach mal lachen

      Artikel erschienen am So, 5. November 2006

      www.welt.de/data/2006/11/05/1100896.html
    • ichklaus Abspann 06.11.06, 23:12
      Eklat
      Polen hat gar nichts gegen Satire
      Eine polnische Zeitung berichtet über Verstimmung wegen einer Satire auf
      WELT.de - aber die angeblich Verstimmten in der polnischen Botschaft haben kein
      Problem: "Da ist vermutlich etwas zu sehr zugespitzt worden."
      Von Heiner Kiesel

      Berlin - Der stellvertretende polnische Botschafter in Berlin, Wojciech
      Pomianowski, ist bemüht, dem beginnenden Satire-Eklat wegen eines Artikels im
      Satirekanal „Glasauge“ bei WELT.de die Spitze zu nehmen. Die WELT.de-Satiriker
      hatten 20 ironische Vorschläge versammelt, die das Verhältnis zwischen Polen
      und Deutschland verbessern sollten. Manche der Witze im „Glasauge“ fand man
      nicht „glücklich“.

      Beispielsweise der Vorschlag, Papst Benedikt XVI. durch eine Mumie seines
      (polnischen) Vorgängers zu ersetzen, „sei nicht der beste Beitrag für die
      deutsch-polnischen Beziehungen“. Aber, sagt Pomianowski: „Das war kein
      offizieller Protest, sondern nur ein freundlicher Brief unseres
      Presseattachés“. Trotzdem geht auch der stellvertretende Außenminister Pawel
      Kowal offenbar von einem Protest aus. Polen habe das Recht, auf „Hohn“
      entsprechend zu reagieren, betonte er.

      Botschafter Marek Prawda wolle zu dem Vorfall nicht Stellung nehmen. „Wir
      wollen die Sache nicht so hoch hängen, bei wichtigen Themen spricht er gerne
      mit WELT.de“, betont sein Stellvertreter.

      Die polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ hatte am Samstag berichtet, dass
      sich Botschafter Prawda am Freitag offiziell über einen Artikel im
      Satirekanal „Glasauge“ von WELT.de beschwert hatte. Wie uns die polnische
      Vertretung in Deutschland versicherte, kann davon keine Rede sei. Der Name des
      Botschafters, sei von der Warschauer Redaktion in den Artikel eingefügt
      worden. „Der Berlin-Korrespondent der Rzeczpospolita wies uns auf die Satire
      hin und hatte offenbar den Auftrag, herauszukriegen, wie wir darauf reagieren.
      Aber wir sind um Gottes willen nicht gegen Satire“, sagt Pomianowski.

      Der Diplomat erklärt, dass es ein Gespräch mit dem Berlin-Korrespondenten
      der „Rzeczpospolita“ gegeben habe, um den Vorfall zu klären. „Da ist vermutlich
      etwas zu sehr zugespitzt worden“, vermutet Pomianowski.

      Mysteriöses Fax

      Das vielfach zitierte Fax ist bis zum derzeitigen Zeitpunkt nicht auffindbar.
      Pomianowski zufolge wurde es an die Nummer 0800-9358737 gesendet. Das ist die
      Nummer des Welt-Aboservice, wie sie auf der ersten Seite der Tageszeitung
      vermerkt ist. Wir suchen weiter!

      Mit Sicherheit eingegangen sind zahlreiche Leserbriefe zum Thema
      Polensatire. „Die Reaktionen fanden durchweg, dass die Satire unter der
      Gürtellinie war,“ sagt Leserbriefredakteur Jörg Alisch, „es waren auch einige
      polnische Mails dabei.“

      Boulevardzeitung kontert

      Wie erwartet, reagierte die polnische Boulevardzeitung „Super Express“ mit
      satirischen Gegenvorschlägen. „Super Express“ schlägt vor, „jedes
      internationale Fußballmatch solle so lange verlängert werden, bis die Deutschen
      endlich ein Tor geschossen haben. Ohrenschützer in allen Kneipen Europas
      sollten dafür sorgen, dass sich die Deutschen unterhalten könnten, ohne andere
      zu stören, und Tanzorchester mögen künftig einmal in der Stunde zur Erbauung
      der Deutschen Marschmusik spielen.“

      Artikel erschienen am 06.11.2006

      www.welt.de/data/2006/11/06/1101561.html
    • ichklaus "einfach mal lachen " - aber... 06.11.06, 23:18
      ... ist es von unseren Freunden nicht zu viel verlangt?...
    • ichklaus tausch ein, tausch ein! ;) 06.11.06, 23:23
      to mi sie bardzo podobalo:

      "- den Deutschen auch noch Berlin und Brandenburg abnehmen und ihnen dafür
      lieber was Schönes und Nützliches geben – z. B. eine Thermoskanne mit leckerer
      polnischer Rote-Beete-Suppe"

      jezeli ktos widzial "den weißen Ritter" w osobie Friedrich Merz w czasie
      karnawalu, ten wie o czym mowie ;)
      • ichklaus Re: tausch ein, tausch ein! ;) 06.11.06, 23:23
        ale zamiast "rote beete" schlage ich Schlesien vor.
        • dede99 Re: tausch ein, tausch ein! ;) 07.11.06, 06:03
          he,he ale zech sie usmiol;))))
          • ballest Re: tausch ein, tausch ein! ;) 07.11.06, 06:46
            Co sie Niymcy z tak dumnego narodu smiejom, Poloki powinni ich w Strassburgu za
            to zaskarzyc.
            • dede99 Re: tausch ein, tausch ein! ;) 07.11.06, 07:52
              - zugeben: Oliver Neuville war gedopt
              Lukas Podolski heimschicken (Miro Klose bleibt aber da)

              ;)))))
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