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12.03.03, 08:36
Fritten heißen ab sofort "Freedom Fries"
Was zunächst wie ein Protest von Wirrköpfen gegen Frankreichs Irak-Politik
aussah, ist in den USA jetzt amtlich: Das US-Repräsentantenhaus hat offiziell
beschlossen, die bisher als "French Fries" bekannten Pommes frites
in "Freedom Fries" umzubenennen.
DDP
Pommes Frites: Lieber frei als französische
Washington - Die Kantinen im US-Repräsentantenhaus werden ihre Pommes frites
demnächst als patriotische Beilage servieren: Nach einem Beschluss der
republikanischen Abgeordneten am Dienstag gibt es ab jetzt nur
noch "Freiheitsfritten". In den Speisesälen des Regierungsgebäudes sollen in
den nächsten Tagen die Menüs geändert werden.
Neben den Pommes frites wird auch der "French Toast" in die Freiheit geführt
und demnächst als "Freedom Toast" in den neuen Speisekarten geführt. "Dieser
Entschluss ist eine kleine, aber symbolische Geste, den großen Unmut vieler
Regierungsmitarbeiter gegenüber unseren so genannten Verbündeten in
Frankreich auszudrücken", sagte der Abgeordnete Bob Ney, der Vorsitzende des
Verwaltungsausschusses.
Eine Sprecherin der französischen Botschaft wies darauf hin, dass die "French
Fries" eigentlich aus Belgien kommen. "Wir befinden uns in einer sehr ernsten
Situation mit ernsthaften Problemen, und deswegen beschäftigen wir uns
derzeit auch nicht mit Namen für Kartoffeln", fügte sie an.
Mit der Umbenennung schloss sich die Regierungsgastronomie vielen Gaststätten
des Landes an, die die "French Fries" von ihren Karten gestrichen haben, um
gegen die Ablehnung Frankreichs eines Krieges in Irak zu protestieren.